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Vor Wechsel zum BVB

Muss Süle jetzt auf die Bank? Nagelsmann macht unmissverständliche Ansage

Niklas Süle hat sich gegen den FC Bayern entschieden - droht ihm jetzt die Bank? Trainer Julian Nagelsmann bezieht Stellung und vermittelt eine klare Forderung.

München - Niklas Süle wird den FC Bayern im Sommer ablösefrei verlassen, das wurde bereits Ende Januar bekannt. Seit dieser Woche steht auch das Ziel des Nationalverteidigers fest. Süle hat sich für einen Wechsel zu Borussia Dortmund entschieden - ausgerechnet zu Bayerns Erzrivalen.

Muss Süle in seinen letzten vier Monaten in München häufiger auf die Bank? Schließlich könnte man nun anderen Spielern eine Chance geben, die sich zum Klub bekennen. Trainer Julian Nagelsmann teilte seine Meinung zu einem solchen Szenario und machte Süle im Vorfeld des Bundesliga-Gastspiels in Bochum (um 15.30 Uhr auf tz.de im Live-Ticker) eine unmissverständliche Ansage.

FC Bayern: Süle auf die Bank? Nagelsmann widerspricht Fans

„Ich verstehe die eine oder andere kritische Anmerkung der Fans, dass man Niklas nicht mehr spielen lassen sollte. Aber es gibt ganz normale Abläufe im Fußball“, widersprach Julian Nagelsmann am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz Forderungen aus dem Münchner Fanlager. Leider würden auch den FC Bayern hin und wieder Spieler ablösefrei verlassen - in diesem Fall Süle zum BVB.

„Uns allen muss aber auch bewusst sein, dass der Spieler bis 30. Juni noch Geld kriegt von Bayern München und wir uns seine Qualitäten auch zu Nutzen machen sollten“, sagte Nagelsmann. Süles Entscheidung gegen eine Vertragsverlängerung in München und für den Wechsel zum Bundesligarivalen mochte Nagelsmann nicht öffentlich bewerten. Er kenne auch nicht alle Beweggründe des 26-Jährigen. Er sei einfach nur „traurig, dass er nächstes Jahr nicht mehr da ist“, sagte der Coach.

FC Bayern: Droht Süle die Bank? Nagelsmann stellt Forderung

Nagelsmann nutzte die Chance an klare Forderung Richtung Süle zu stellen. „Ich erwarte von ihm charakterlich, dass er die Pflicht erfüllt, alles reinzuwerfen, Vollgas zu geben und diese absolute Gier bis zum letzten Tag beim FC Bayern zu haben, dass wir erfolgreich sind und die Titel holen“, erklärte Nagelsmann. Er kitzelt Süle damit, dass dieser in den „vier Monaten alles reinwirft und alles gewinnt.“

Den Nationalspieler nun zum Ersatzspieler zu degradieren, kommt jedenfalls nicht infrage. „Ich habe als Trainer die Aufgabe, immer die aktuelle sportliche Situation und die Trainingsleistung zu bewerten - ohne vertragliche Details.“ Er könne, ergänzte Nagelsmann, die Klubsicht verstehen, „dass man versucht, Spieler zu fördern, die noch einen langfristigen Vertrag haben.“

Das würde im Umkehrschluss aber bedeuten, „dass ein Spieler, der seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert, immer spielen muss - scheißegal, wie der trainiert“, so Nagelsmann. „Und der Spieler, dessen Vertrag ausläuft, darf nicht mehr spielen. Das macht, glaube ich, nicht immer Sinn. Aus Trainer-Sicht ist es wichtig, die sportliche Situation zu bewerten; welches Team passt am besten zum jeweiligen Gegner? Welcher Spieler hat aktuell die beste Form?“

Julian Nagelsmann vertraut beim FC Bayern auf Niklas Süle.

FC Bayern: Nagelsmann braucht Süle

Süle zählt in dieser Saison zu den verlässlichsten Abwehrspielern beim FC Bayern, während seine Teamkollegen Lucas Hernandez, Dayot Upamecano oder Benjamin Pavard immer wieder mit Verletzungen oder Formschwankungen zu kämpfen haben. „Ich kann mir im Sommer nichts davon kaufen, wenn wir ohne Titel dastehen würden, ich habe aber nur Spieler spielen lassen, die noch fünf Jahre Vertrag haben, aber alle außer Form waren. Da sagt keiner: ‚Okay, Julian, du darfst im Amt bleiben. Du hast alle Spieler spielen lassen, die noch lange an Bayern München gebunden sind‘“, sagte Nagelsmann deutlich.

An die Adresse der Bayern-Fans formulierte Nagelsmann auch diese Botschaft: „Es ist leider so im Fußball, dass Spieler auch mal dahin wechseln, wo man es jetzt nicht überragend gut findet als Fan.“ Sprich Dortmund. „Andersrum holen wir auch mal Spieler von Vereinen, wo es die Fans dann sehr gut finden, dass wir Spieler von diesem Verein geholt haben.“ Weltfußballer Robert Lewandowski war 2014 - ebenfalls ablösefrei - von Borussia Dortmund nach München gewechselt. „Mal gewinnt man, mal verliert man“, resümierte Nagelsmann. Ums Gewinnen oder Verlieren geht es für die Bayern auch am Samstag (12. Februar) in der Bundesliga in Bochum. (ck/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Oryk HAIST/SVEN SIMON via www.imago-images.de

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