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Champions League

Schalke schockt Arsenal: Sieg in London

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Erst Dortmund, dann Arsenal: Schalke ist derzeit in Topform.

London - Der FC Schalke 04 hat seine beeindruckende Leistung beim heimstarken FC Arsenal mit einem Big Point belohnt.

Klaas Jan Huntelaar (76.) und Ibrahim Afellay (86.) schossen die Königsblauen am dritten Champions-League-Spieltag zum hochverdienten 2:0 (0:0) in London und damit an die Tabellenspitze der Gruppe B. Vier Tage nach dem 2:1-Derbysieg in Dortmund belohnte sich das Team von Trainer Huub Stevens am Mittwochabend vor 60 049 Zuschauern im ausverkauften Emirates Stadium mit dem ersten Sieg auf der Insel für die vielleicht beste Saisonleistung.

Mit jetzt sieben Zählern hat Schalke seine Ausgangsposition für den Achtelfinal-Einzug deutlich verbessert. Die „Gunners“, als Stammgäste in der Königsklasse zum 15. Mal in Folge in der Gruppenphase dabei, sind mit sechs Punkten Zweiter. Am 6. November empfängt Schalke Lukas Podolski, Per Mertesacker und Co. zum Rückspiel.

Berauscht vom Revierderby, vertraute Stevens bereits zum dritten Mal in Folge der gleichen Anfangsformation. Marco Höger durfte als Stabilisator vor der Abwehr erneut für Jermaine Jones ran, Lars Unnerstall bekam im Tor den Vorzug vor Timo Hildebrand. Der Tabellenneunte der Premier League hatte in der ersten Hälfte keine Betriebsanleitung gegen die kompakte, gut organisierte Defensive der Schalker, die mit hoher Laufbereitschaft und diszipliniertem Raumverhalten keine einzige Gelegenheit zuließen. Bei den eigenen Offensivbemühungen hatten die Königsblauen überraschend viel Platz - der letzte Pass war aber zu oft zu unpräzise.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Diego Maradona wird von vielen als bester Kicker aller Zeiten gesehen. Dem Argentinier kosteten seine Kokainsucht und sein unsteter Lebenswandel aber auch beinahe das Leben. © dpa
Maik Franz ist für viele Stürmer ein Alptraum. Das Rauhbein wurde von Bayern Knipser Mario Gomez sogar mit dem A-Wort betitelt. © dpa
Mark van Bommel ist in ganz Europa berüchtigt für seine harte Gangart auf dem Platz. Seine Mitspieler sehen in ihm aber auch den idealen Anführer. © dpa
Roy Keane war Ende der 90er-Jahre Kapitän bei Manchester United. Er galt als giftiger Mittelfeld-Leader. Der Ire war bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehen. © dpa
Kevin-Prince Boateng beendete mit einem harten Foul Michael Ballacks DFB-Karriere. Auch neben dem Platz ist er immer wieder durch Undiszipliniertheiten aufgefallen. Beim AC Milan hat er den Durchbruch geschafft. © dpa
Supertalent oder Gossenjunge? Marko Arnautovic sorgt regelmäßig für Diskussionsstoff. © dpa
Beim FC Bayern genießt er messiasähnlichen Status. In gegnerischen Stadien wird Uli Hoeneß regelmäßig ausgepfiffen. © dpa
Cristiano Ronaldo - Sein selbstverliebtes Gehabe bringt viele Fußballfans auf die Palme. Andere bewundern sein Tempo und seine Technik. © dpa
Der portugiesische Star-Verteidiger Pépe wird in Spanien "Furia" genannt. Er ist bekannt für fiese Fouls und zügellose Ausraster. © dpa
Mario Ballotelli hat es nicht leicht. In Italien musste er oft rassistische Beleidigungen ertragen. Seinen Dartpfeilwurf auf einen Jugendspieler entschuldigt das aber auch nicht. © dpa
Gennaro Gattuso gilt als einer der gefürchtetsten Mittelfeldabräumer Europas. Mit zahllosen Stars hatte er schon Privatfehden auf dem Platz. © dpa
Adrian Mutu ist der derzeit wahrscheinlich beste Fußballer Rumäniens. Leider fiel er auch immer wieder durch Kokain-Affären auf. © dpa
David Jarolim zählt zu den unbeliebtesten Gegenspielern in der Bundesliga. Der Tscheche teilt gerne aus, mimt aber selbst oft den "sterbenden Schwan". © dpa
Den Brasilianer Rafinha würden wohl viele mit dem Ausdruck "Giftzwerg" beschreiben. Der harte Rechtsverteidiger ist bekannt für seine ausschweifenden Haus-Partys. © dpa
Vinnie Jones war einer der härtesten Kicker die die Premier-League je gesehen hat. 13 Platzverweise zeichnen seine Vita. Heute ist das Rauhbein ein englischer Filmstar. © dpa
Andy Möller wurde von vielen Kollegen als "Heulsuse"bezeichnet. Legendär war sein gewagter Wechsel vom BVB zu Schalke 04. © dpa
Besonders für die Bayern-Fans ein Alptraum -Strafraumwühler Filippo Inzaghi schoss den FCB schon öfter aus der Champions League. Er gilt aber auch als großer Schauspieler auf dem Platz. © dpa
Jens Lehmann ist bekannt für seinen großen Ehrgeiz. Lief etwas nicht nach Plan, rastete er wie hier gegen Ulf Kirsten gerne mal aus. © dpa
In anderen Stadien wurde Oliver Kahn oft mit Bananen beworfen. Im Jahr 2000 traf ihn ein Golfball. Für Bayern-Feinde war er jahrelang Symbolfigur ihres Hasses. Andere feierten ihn als Titan. © dpa
Werner "Beinhart" Lorant galt als harter Trainer, der die Löwen von der Bayernliga in die Bundesliga brachte. Er war aber auch für seine Ausraster berühmt. © dpa
Bernd Schuster wurde in Spanier als "blonder Engel" verehrt. Dem grazilen Techniker wurden aber auch Egoismus und Geldgier nachgesagt. © dpa
Mit seiner Führungsstärke führte Stefan Effenberg den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2001. Seine manchmal überhebliche Art stößt aber nicht überall auf Gegenliebe. © dpa
Als Spieler wurde Matthias Sammer Europas Fußballer des Jahres. Bei Spielern und Fans trug er für seine impulsive Art den Spitznamen "Motzki". © dpa
Der Franzose Eric Cantona wurder auf der Insel als "Le King" verehrt. Vielen bleibt aber auch sein Kung-Fu-Ausraster gegen einen Fan in Erinnerung. © dpa
Der kanllharte Manndecker Uli Borowka (links) trug den Beinamen "Axt". Der Ex-Nationalspieler galt als schwieriger Charakter. Seine jahrelange Alkoholsucht hat er mittlerweile überwunden. © dpa
Toni Schumacher war einer der besten Keeper, die Deutschland jemals hatte. Mit seiner Biographie und seinem berümten Foul im WM-Halbfinale hat er sich aber auch viele Feinde gemacht. © dpa
Tim Wiese gilt bei vielen als Narzist, der gerne zu Ausrastern neigt. Seine Leistungen werden aber nicht nur von Jogi Löw geschätzt. © dpa
Paolo Di Canio ist bekennender Mussolini-Verehrer. Der ehemalige Kicker von Lazio Rom wurde von den eigenen Fans geliebt. Für viele ist er Sinnbild für die Fremdenfeindlichkeit im italienischen Fußball. © dpa
Durch die Beleidigung Zinedine Zidanes im WM-Finale 2006 erlangte Marco Materazzi Berühmtheit. Auch heute ist der knallharte Inter-Verteidiger bei den Gegenspielern noch äußerst unbeliebt. © dpa
Wandelte jahrelang zwischen Genie und Wahnsinn: Paul Gascoigne hat sein leben bis heute nicht in den Griff bekommen. Für seine spektakuläre Spielweise wird er auf der Insel noch immer verehrt. © dpa
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Mario Basler hatte als Spieler auf dem Rasen bisweilen den Aktionsradius eines Bierdeckels, während er abseits des Platzes richtig Gas gab. Auch heute ist Basler als Experte noch um keinen Spruch verlegen. Sich dabei Feinde zu machen, stört ihn nicht im Geringsten. © Getty
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Louis van Gaal eilte ein zweifelhafter Ruf voraus, als er nach München kam. Der Niederländer wurde seinem Ruf gerecht. Zu seinen größten Feinden zählen Journalisten ebenso wie Spieler, die von seinem rigorosen Kurs abweichen. © Getty
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Michael Thurk hat sich bei seinen Ex-Vereinen Eintracht Frankfurt, FSV Mainz 05 und Energie Cottbus mit seiner leidenschaftlichen Art viele Freunde, aber auch viele Feinde gemacht. Er sagt seine Meinung stets gerade heraus. Deswegen hat ihn der FC Augsburg suspendiert. © Getty
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Zlatan Ibrahimovic geht kaum einer Nickligkeit aus dem Weg und neigt zu versteckten Fouls. Aber wehe, ihn fasst einer an ... (siehe oben) © Getty
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Keiner pendelt so sehr zwischen Genie und Wahnsinn wie José Mourinho. Der Trainer sieht sich selbst zwischen Gott und Jesus, und nimmt sich daher so einiges heraus. © Getty
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Craig Bellamy trägt den schönen Spitznamen "The Nutter with the Putter" (frei übersetzt: Der irre mit dem Golfschläger), weil er einst einen Golfschläger fachfremd einsetzte. Der Waliser gilt auch sonst nicht gerade als einfach ... © Getty
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Holger Fachs Sympathiewerte liegen unter denen der FDP (Stand September 2011). Bei seinen Ex-Vereinen stellte er sich durch seine unversöhnliche Art schnell ins Abseits. Jetzt trainiert er in Kasachstan. Dort kennt keiner die FDP. © Getty
Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs
Streit - der Name ist Programm. Albert Streit galt stets als Talent, doch Defizite im zwischenmenschlichen Bereich verhinderten eine große Karriere. Mit einem dicken Gehalt ausgestattet fühlte er sich auch bei Schalke II nicht unwohl. Das haben ihm viele Fußball-Fans übelgenommen. © Getty
Wolfram Wuttke soll Jupp Heynckes' Spitznamen "Osram" erfunden und seinem Trainer Dietrich Weise einst ins Bett gepinkelt haben. Stimmt zwar beides nicht, trug aber zur Legendenbildung bei. © dapd

Die ersatzgeschwächten Gastgeber, bei denen neun Akteure, darunter die ersten beiden etatmäßigen Torhüter, verletzungsbedingt fehlten, waren trotz gefälligem Kurzpassspiel wenig effektiv und zu berechenbar in der Vorwärtsbewegung. In der 14. Minute forderten die 04-Akteure Elfmeter, als Afellay vom zweiten Ersatzkeeper Vito Mannone gefoult wurde - stattdessen zeigte Schiedsrichter Jonas Eriksson dem Niederländer gelb wegen einer vermeintlichen Schwalbe.

Arsenals Coach Arsène Wenger, der wegen Schiedsrichter-Kritik in der vergangenen Champions League-Saison das Spiel gesperrt von der Tribüne aus beobachten musste, schaute ungläubig. So harmlos hatte er seine Truppe lange nicht mehr erlebt. In der 43. Minute hatte sein Team Riesenglück: Nach einem Rückpass von Atsuto Uchida vergab Huntelaar aus zehn Metern die größte Chance der ersten Hälfte. „Ein gut geführtes Spiel von uns. Nach vorne würde ich mir mehr Entschlossenheit wünschen. Wir gehen zu leichtfertig mit unseren Möglichkeiten um“, analysierte Schalkes Manager Horst Heldt.

Die Schalker schienen sich so sicher und souverän zu fühlen, dass sie zeitweise wie eine Heimmannschaft auftraten. Vor allem über die rechte Seite wurde es über das Duo Uchida und Jefferson Farfam immer wieder gefährlich. Nach einer schönen Einzelaktion von Farfan knallte der starke Benedikt Höwedes dessen Hereingabe aus zehn Metern übers Tor (50.). Dem 13-maligen englischen Meister fiel wenig ein. Podolski bemühte sich, blieb aber blass. Nach dem enttäuschenden, weil unnötigen 2:2 am letzten Spieltag gegen Montpellier und dem 2:1 zum Auftakt bei Olympiakos Piräus machte es Schalke diesmal besser. Huntelaar und Afellay besiegelten mit den längst überfälligen Toren die Heimpleite der Londoner.

dpa

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