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Nach desolatem Spiel

VfL Bochum schmeißt Trainer Bergmann raus

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Der VfL Bochum trennt sich von Trainer Andreas Bergmann

Bochum - Die desolate Vorstellung des VfL Bochum gegen Aue hat Trainer Andreas Bergmann nun den Job gekostet. Trotz zweier anstehender Spiele sah sich die Vereinsführung zu schnellem Handeln gezwungen.

Der VfL Bochum hat sich von Trainer Andreas Bergmann getrennt. Nach zuletzt sieben sieglosen Punktspielen und dem Sturz auf Rang 17 beendete der Zweitligist am Sonntagabend die Zusammenarbeit mit dem Fußball-Lehrer. „Die Entscheidung, sich von Bergmann zu trennen, ist das Ergebnis der sportlichen Talfahrt sowie des Dilemmas, dass sich die positiven Ansätze des eingeleiteten personellen Umbruchs in der Tabelle nicht widerspiegeln“, kommentierte Sportvorstand Jens Todt.

Die desolate Vorstellung der Mannschaft am Samstag beim 1:6 in Aue kostete Bergmann den letzten Rest Vertrauen. Einen Tag nach der Schlappe entschied sich der VfL-Aufsichtsrat im Anschluss an eine mehrstündige Krisensitzung gegen ihn. Obwohl bereits am Dienstag (20.30 Uhr) das Pokalspiel beim TSV Havelse ansteht, sahen sich alle Beteiligten zum schnellen Handeln gezwungen. In Havelse werden die beiden Co-Trainer Karsten Neitzel und Thomas Reis die Mannschaft betreuen.

Die schnellsten Trainer-Entlassungen seit 1999

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Bundestrainer, wie aktuell Joachim Löw, sitzen in der Regel fest im Sattel. Schwerer haben es da die Bundesliga-Trainer. Besonders wenn die ersten Spiele verloren gehen, wird der Coach meist als erstes hinterfragt. Sehen Sie hier die Trainerentlassungen seit 1999 und in welcher Situation sie den Verein verlassen mussten. © getty
1999/2000: Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 17. Spieltag, 18. Platz, 9 Punkte. © getty
2000/01: Andreas Zachhuber, Hansa Rostock, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © getty
2001/02: Frank Pagelsdorf, Hamburger SV, 6. Spieltag, 12. Platz, 5. Punkte. © getty
2002/03: Andreas Brehme, 1. FC Kaiserslautern, 3. Spieltag, 16. Platz, 1 Punkt. © dpa
2003/04: Armin Veh, Hansa Rostock, 8. Spieltag, 14. Platz, 5 Punkte. © dpa
2004/05: Jupp Heynckes, Schalke 04, 4. Spieltag, 17. Platz, 3 Punkte. © dpa
2005/06: Klaus Augenthaler, Bayer Leverkusen, 4. Spieltag, 12. Platz, 4 Punkte. © getty
2006/07: Peter Neururer, Hannover 96, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © dpa
2007/08: Petrik Sander, Energie Cottbus, 6. Spieltag, 18. Platz, 2 Punkte. © getty
2008/09: Jos Luhukay, Borussia Mönchengladbach, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2009/10: Jörn Andersen, FSV Mainz 05, vor Saisonbeginn, nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Lübeck. © dpa
2010/11: Christian Gross, VfB Stuttgart, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2011/12: Michael Oenning, Hamburger SV, 6. Spieltag, 18. Platz, 1 Punkt. © getty
2012/13: Felix Magath, Vfl Wolfsburg, 8. Spieltag, 18. Platz, 5 Punkte © dpa

Der frühere Nachwuchscoach von Hannover 96 war im September 2011 als Nachfolger von Friedhelm Funkel zum VfL gewechselt. Bergmann ist nach Oliver Reck (MSV Duisburg) und Andre Schubert (FC St. Pauli) bereits der dritte Zweitliga-Trainer, der seinen Posten in dieser Saison vorzeitig räumen musste.

Nach drei Niederlagen in Serie in Braunschweig (0:3), gegen Hertha BSC (0:2) und in Aue hatte Bergmann auch bei den Fans massiv in der Kritik gestanden. Sein Konzept, auf junge Spieler zu setzen, trug keine Früchte. Dennoch hatte Sportvorstand Todt dem Coach ungeachtet der hohen Schlappe bei Erzgebirge Aue das Vertrauen ausgesprochen: „Er leistet gute Arbeit und erreicht die Mannschaft.“

Doch aus Angst vor einem weiteren Abstieg des ehemaligen Bundesligisten sprach sich der Aufsichtsrat gut 30 Stunden später für die Trennung aus. „Wir danken Andreas Bergmann für die Arbeit, die er für den VfL geleistet hat. Er hat damals die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernommen und zum Klassenerhalt geführt“, sagte Todt.

dpa

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