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Kurioses Tor bringt Entscheidung

Ausgerechnet Leverkusen! Erste Pleite für Bayern

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Bei Bayern gegen Leverkusen war's spannend bis zum Schluss.

München - Acht Spiele, acht Siege - die Bilanz der Bayern war makellos. Doch Bayer Leverkusen bricht am 9. Spieltag und fügt den Münchnern durch ein kurioses Tor die erste Niederlage zu.

Ein Eigentor von Nationalspieler Jerome Boateng hat den Siegeszug von Bayern München jäh gestoppt. Der Rekordmeister verlor nach acht Siegen zum Saisonstart am 9. Spieltag der Bundesliga völlig überraschend 1:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen. Für die Werkself war es der erste Erfolg in München seit dem 21. Oktober 1989.

Die überlegenen, aber viel zu umständlichen Münchner bleiben an der Tabellenspitze, haben aber nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Schalke 04. Der gerade eingewechselte Sidney Sam köpfte in der 86. Minute Boateng zum entscheidenden Treffer an.

Nach einem schweren Fehler von Bayern-Kapitän Philipp Lahm traf Stefan Kießling mit seinem sechsten Saisontor zum 0:1 (42.). Für die Bayern und Torhüter Manuel Neuer war es der erste Gegentreffer nach 523 Minuten. Mit dem in der 60. Minute eingewechselten Arjen Robben, der erstmals seit dem 3:0 gegen den VfL Wolfsburg am 25. September wieder dabei war, suchten die Bayern die Wende. Und tatsächlich war der Niederländer am achten Saisontreffer von Mario Mandzukic zum 1:1 (77.) beteiligt.

„In dieser Saison lassen wir uns von niemandem einlullen, wir sind konzentrierter“, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spiel noch gesagt. In der vergangenen Saison nämlich waren die Münchner nach gutem Start mit Beginn der „heißen Phase“ im Herbst ins Schlingern geraten - Meister wurde wieder Borussia Dortmund.

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Bundestrainer, wie aktuell Joachim Löw, sitzen in der Regel fest im Sattel. Schwerer haben es da die Bundesliga-Trainer. Besonders wenn die ersten Spiele verloren gehen, wird der Coach meist als erstes hinterfragt. Sehen Sie hier die Trainerentlassungen seit 1999 und in welcher Situation sie den Verein verlassen mussten. © getty
1999/2000: Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 17. Spieltag, 18. Platz, 9 Punkte. © getty
2000/01: Andreas Zachhuber, Hansa Rostock, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © getty
2001/02: Frank Pagelsdorf, Hamburger SV, 6. Spieltag, 12. Platz, 5. Punkte. © getty
2002/03: Andreas Brehme, 1. FC Kaiserslautern, 3. Spieltag, 16. Platz, 1 Punkt. © dpa
2003/04: Armin Veh, Hansa Rostock, 8. Spieltag, 14. Platz, 5 Punkte. © dpa
2004/05: Jupp Heynckes, Schalke 04, 4. Spieltag, 17. Platz, 3 Punkte. © dpa
2005/06: Klaus Augenthaler, Bayer Leverkusen, 4. Spieltag, 12. Platz, 4 Punkte. © getty
2006/07: Peter Neururer, Hannover 96, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © dpa
2007/08: Petrik Sander, Energie Cottbus, 6. Spieltag, 18. Platz, 2 Punkte. © getty
2008/09: Jos Luhukay, Borussia Mönchengladbach, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2009/10: Jörn Andersen, FSV Mainz 05, vor Saisonbeginn, nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Lübeck. © dpa
2010/11: Christian Gross, VfB Stuttgart, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2011/12: Michael Oenning, Hamburger SV, 6. Spieltag, 18. Platz, 1 Punkt. © getty
2012/13: Felix Magath, Vfl Wolfsburg, 8. Spieltag, 18. Platz, 5 Punkte © dpa

71.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen deshalb im dichten Schneegestöber von Beginn an engagierte Münchner. Bayer aber stellte die Mitte mit einer defensiven Dreierreihe vor der Abwehr meist zu. Stefan Reinartz ließ sich immer wieder in die Viererkette fallen und bügelte mehrmals Fehler anderer aus.

Deshalb suchten die Münchner ihr Heil über die Außenpositionen, meist über die rechte Seite von Thomas Müller. Links fand David Alaba, der in Vertretung des verletzten Franck Ribery erstmals in dieser Saison von Beginn an auflief, wenig Bindung. Mit Beginn der zweiten Halbzeit zog ihn Trainer Jupp Heynckes deshalb zurück, der für Linksverteidiger Holger Badstuber eingewechselte Xherdan Shaqiri sollte mehr Wirbel entfachen.

Die erste Möglichkeit hatten die Bayern in der zweiten Minute, als sich Müller erstmals gegen Hajime Hosogai, der den verletzten Michal Kadlec ersetzte, durchsetzte. Müllers Flanke leitete Bastian Schweinsteiger per Hacke weiter und knapp neben den linken Pfosten. Die beste Gelegenheit zur Führung in der Anfangsphase vergab Mario Mandzukic per Kopf nach Flanke von Holger Badstuber, als Bernd Leno stark parierte (14.). Kurz darauf köpfte Alaba weit am Tor vorbei.

Mit Wut auf den Ausgleich gedrängt

Den Bayern fehlte neben Ribery der ebenfalls angeschlagene Javi Martinez. Dennoch musste Leno bald weitere Paraden gegen gegen Toni Kroos (35.) und Schweinsteiger (40.) zeigen. Doch die Bayern wurden bald behäbiger und spielten ihre Angriffe mit abnehmender Konsequenz zu Ende. Leverkusen bestrafte das gleich bei seinem ersten Torschuss mit dem 0:1. Ein von Gonzalo Castro eingeleiteter Konter über Simon Rolfes gelangte zu Andre Schürrle. Dessen Flanke verlängerte Lahm unbedrängt zu Kießling, von dessen Knie der Ball ins Tor flog.

Kaum war die Pause vorbei, drängte der Rekordmeister wütend auf den Ausgleich. Shaqiri führte sich mit einem klugen Pass auf Kroos gut ein, doch dessen Schuss strich knapp vorbei (49.). Leverkusen kam kaum mehr zu Entlastungsangriffen, Schürrle vergab einen der seltenen, als er an Neuer scheiterte (75.).

Auf der anderen Seite machten die Bayern außer bei einem Schuss von Shaqiri, den Leno parierte (61.), lange kaum Zählbares aus ihrer Überlegenheit. Dann wechselte Heynckes Stürmer Claudio Pizarro für Schweinsteiger (74.) ein. Der flankte nach einem Zuspiel von Robben auf den Kopf von Mandzukic - 1:1. Doch zu einem Punkt reichte es trotzdem nicht.

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