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Partie auf Augenhöhe

Starbulls gelingt Auswärtssieg gegen Eispiraten

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Crimmitschau - Mit den Eispiraten Crimmitschau trafen die Starbulls am Freitagabend in der DEL 2 auf „Leidensgenossen“ der hinteren Tabellenregion. Im letzten Drittel gelang den Grün-Weißen im Spiel auf Augenhöhe der entscheidende Treffer

Hier können Sie die Partie im Live-Ticker nachlesen.

Vorbericht:

Während die Eispiraten seit Wochen verzweifelt, aber bislang erfolglos versuchen, die Rote Laterne noch abzugeben, hat das Team aus Bad Nauheim nach Wochen des Sinkflugs Ende Januar eine Trendwende eingeläutet. Fünf Siege in Serie – auch dank hochkarätiger Nachverpflichtungen – machten den Sprung zurück in die Pre-Playoff-Ränge möglich. Die Chance für die Starbulls, dies ebenfalls noch zu schaffen, ist angesichts 14 Punkten Rückstands bei noch zehn zu absolvierenden Hauptrunden-Partien dagegen jetzt eher theoretischer Natur. Trotzdem ist die Starbulls-Mannschaft nach einem unnötigen Null-Punkte-Wochenende heiß auf Siege.

"Personelle Alternativen sind rar"

„Wir wollen nicht nur jedes Spiel gewinnen, sondern auch unbedingt die für das Heimrecht in den Playdowns notwendigen Punkte einfahren – das ist das absolute Minimalziel“, sagt Starbulls-Coach Franz Steer, der allerdings derzeit auch ein wenig in der Zwickmühle steckt, was Aufstellung und Taktik betreffen. „Dem ein oder anderen Spieler würde jetzt vielleicht eine kleine Pause gut tun. Andererseits müssen wir die kommenden Spiele auch dazu nutzen, eine gute Form für die entscheidenden Partien nach der Hauptrunde zu bekommen. Und die personellen Alternativen sind rar“, so der Rosenheimer Chefanweiser, der nach der Partie gegen die Kassel Huskies eine weitere personelle Hiobsbotschaft verdauen musste. Die Folgen eines Checks an Simon Heidenreich, der die Partie deshalb vorzeitig beenden musste, erwiesen sich als schwerwiegender als zunächst angenommen. Für den jungen Stürmer ist die Saison wohl beendet. Gleiches befürchtet Franz Steer inzwischen auch bei Verteidiger Peter Lindlbauer nach dessen in der Anfangsphase des Heimspiels gegen Ravensburg erlittenen Gehirnerschütterung.

Veretzungen machen Sorge

Auch bei den anderen verletzten Spielern gibt es vor dem Spielwochenende mit den Spieltagen 43 und 44 keine positiven Signale. Stürmer Michael Baindl wird frühestens in zwei Wochen auf das Eis zurückkehren können. Bei Verteidiger Michael Rohner ist die Wirkung einer Therapie erst abzuwarten, bevor eine Prognose überhaupt möglich ist. Stürmer Simon Fischhaber ist, abgesehen von seiner noch immer nicht überwundenen Verletzung, wegen einer schweren Erkältung quasi „auf Eis gelegt“ und beim jungen Thomas Reichel verlief der für einen Einsatz notwendige Belastungstest leider vorerst negativ. Dennoch wird der Starbulls-Kader an diesem Wochenende breiter sein, als zuletzt. Weil die Deutsche Nachwuchsliga pausiert, wird Franz Steer aller Voraussicht nach die Nachwuchsstürmer Veit Wieczorek und Valentin Hein sowie Nachwuchsverteidiger Florian Krumpe nominieren. Die drei DNL-Spieler der Starbulls wurden ebenso wie Nachwuchstorwart Luca Endres Ende Januar für Einsätze in der DNL 2 lizensiert.

Nach Möglichkeit will Franz Steer in Crimmitschau und gegen Bad Nauheim wieder mit vier Außenstürmer-Paaren agieren – dieses System hat sich in jüngster Zeit durchaus bewährt und dem Offensiv-Spiel der Grün-Weißen Energie und Nachhaltigkeit verliehen. So auch am vergangenen Null-Punkte-Wochenende in Freiburg (2:4) und gegen Kassel (0:3), als sich die Starbulls jeweils viele Schussmöglichkeiten und viele klare Torchancen erarbeiteten, aber kaum bzw. keine Tore erzielten. „Da war auch Pech dabei, aber letztlich ist das natürlich schon ein Qualitätsunterschied, der vor allem gegen Kassel deutlich wurde. Wir müssen viel öfters den Schuss auf das Tor suchen, auch mit Direktabnahmen – je öfters wir schießen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Puck auch mal abgefälscht oder als Abstauber über die Linie geht. Wir müssen uns diese Chancen noch viel mehr erzwingen.“ Entsprechend waren die Trainings-Schwerpunkte in der vergangenen Woche gesetzt – auch in der Theorie. „Wir haben uns die erfolglosen Fünf-gegen-Drei-Überzahlspiele gegen Kassel intensiv auf Video angesehen und analysiert. Dass wir da nicht zu den richtigen Zeitpunkten geschossen haben, war einfach fahrlässig“.

„Wir müssen die neutrale Zone besser zumachen"

Schon am Freitag in Crimmitschau erwartet Franz Steer in diesem Punkt von seinem Team einen deutlichen Schritt nach vorne – allerdings nicht auf Kosten einer unkontrollierten oder gar ungeduldigen Spielweise. Denn die jüngste Heimniederlage hatte ihren Ursprung natürlich auch in den unnötig entstandenen Gegentreffern. „Wir müssen die neutrale Zone besser zumachen. So einfach wie beim Treffer zum 0:1 darf da niemand durchkommen“, fordert Steer, dem natürlich nicht entgangen ist, dass die Eispiraten trotz zuletzt vier Pleiten am Stück nah dran waren an Punktgewinnen. Die Niederlage gegen Ravensburg (3:4), in Bayreuth (3:4) und in Weißwasser (3:5) fielen knapp aus, wobei die Eispiraten oft gut starteten, starke Spielphasen auf das Eis legten, nach Gegentoren aber plötzlich die Ordnung verloren. Ein krasser Gegensatz also zum ersten Gastspiel der Starbulls im Sahnpark zu Crimmitschau Ende November. Damals führten die Grün-Weißen nach einer halben Stunde klar mit 3:0, musste sich aber nach Verlängerung noch mit 3:4 geschlagen geben. Die beiden Vergleiche mit den Eispiraten im emilo-Stadion gingen mit 6:1 und 5:1 dagegen klar an Rosenheim.

Am Freitag in Westsachsen werden die dezimierten Starbulls erstmals in dieser Spielzeit auf ein weitgehend komplettes Crimmitschauer Team treffen. Nur hinter den Einsätzen der Verteidiger Danny Pyka und Jan Tramm sowie Stürmer Jason Pinizotto stehen noch Fragezeichen. Erstmals im Eispiraten-Trikot gegen Rosenheim stürmen wird der kurz vor Ende der Wechselfrist aus Duisburg verpflichtete Chris St. Jacques – womöglich wieder in einer jetzt sogar möglichen vierten Sturmreihe. St. Jacques ist allerdings Kontingentspieler und zwar der jetzt fünfte im Kader der Westsachsen. Im letzten Spiel gegen Ravensburg musst deshalb der kanadische Torwart Ryan Nie, der in dieser Spielzeit nicht ausnahmslos überzeugen konnte, zuschauen; das Crimmitschauer Tor hütete Henning Schroth. Möglicherweise zieht Trainer John Tripp, dem seit letzter Woche der 41-jährige Slowene Ivo Jan (zuletzt Cheftrainer in Graz) als Co-Trainer zur Seite steht, auch gegen die Starbulls wieder diese Option.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.

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