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Drei Auswärtsniederlagen, drei Heimsiege

Die Bilanzen auf den Kopf gestellt – Schnellster Starbulls-Hattrick in der Oberliga

Alexander Höller jubelt (Mitte) über den neuen Oberliga-Rekord der Starbulls. Noch nie hat ein Spieler in 7:58 Minuten drei Tore für Rosenheim erzielt.
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Alexander Höller jubelt (Mitte) über den neuen Oberliga-Rekord der Starbulls. Noch nie hat ein Spieler in 7:58 Minuten drei Tore für Rosenheim erzielt.

Das war ein torreiches Wochenende für die Starbulls Rosenheim mit vier Punkten gegen zwei Spitzenteams. Und es gibt immer noch eine einzige Minute in der noch kein einziges Tor gefallen ist. Weder für noch gegen die Starbulls.

Rosenheim – Der Abschluss der Punkterunde war für die Starbulls ja eine Art „Finalturnier“, weil es bekanntlich nur noch gegen unmittelbare Konkurrenten um die Spitzenplätze in der Oberliga Süd ging. Obwohl es nicht gelang, die ganz vorne liegenden Weidener und Memminger noch einzuholen, kann man wegen der Rückeroberung von Rang drei durchaus von einem Happy End sprechen.

Zwei spektakuläre Spiele

Dabei stellten die Starbulls zum Saisonende hin ihre bisherigen Bilanzen eher auf den Kopf, dann obwohl sie die beste Auswärtsbilanz der Liga aufweisen, verloren sie ihre letzten drei Gastspiele, während sie auf eigenem Eis, wo sie sich als nur viertbeste Heimmannschaft öfter mal Ausrutscher leisteten, die letzten drei Partien gewinnen konnten.

Auf welche Art die letztlich entscheidenden vier Punkte eingefahren wurden, das war schon spektakulär: zwei Partien mit jeweils elf Treffern mit wilden und nervenaufreibenden Spielverläufen. 22 Tore in zwei aufeinander folgenden Partien hatte es in dieser Saison bereits zweimal gegeben, aber damals lagen dabei Rosenheimer Schützenfeste zugrunde.

Torreichere Spiele im Oktober 2018

Ende November besiegelte nach einem 5:3 gegen Lindau ein 11:3 in Landsberg die Torflut, und Ende Januar war das Geschehen beim 8:2 gegen Peiting und 11:1 gegen Lindau vollends einseitig. Sucht man zwei noch torreichere Spiele am Stück, muss man bis zum Oktober 2018 zurückgehen. Damals fielen bei Rosenheimer Siegen in Landshut (7:4) und gegen Weiden (8:5) gleich 24 Tore in 120 Spielminuten.

Interessant: In beiden Spielen des Wochenendes ging der spätere Verlierer mit 2:0 in Führung, wobei das 6:5 gegen Regensburg erst das zweite Match der Saison war, in dem beide Teams einen Zwei-Tore-Vorsprung herausschießen konnten. Zuvor war dies nur beim 7:5-Sieg in Lindau der Fall gewesen, als die Islanders 5:3 führten, ehe sie im Schlussdrittel mit vier Gegentreffern einbrachen. Und auch dieses Mal gab es zwei überaus spektakuläre Drittel zu bewundern.

Curtis Leinweber verdoppelt

Da war zum einen der Schlussabschnitt in Weiden, als es mit sechs Toren, immer abwechselnd für und gegen die Starbulls, wild hin und her ging. Und da war vor allem das Mitteldrittel gegen Regensburg, als Alex Höller in weniger als acht Minuten den schnellsten Oberliga-Hattrick der Rosenheimer Historie erzielen konnte. Vier Tore binnen 7:58 Minuten zählen ebenso zu den Topleistungen der Saison wie die fünf binnen 11:12 Minuten, die sogar Saisonrekord bedeuten!

Dabei erhielt Höller tatkräftige Unterstützung durch Curtis Leinweber, der seinen bisherigen Saisonoutput auf eigenem Eis dabei um das Doppelte übertraf. Über ein Erfolgserlebnis konnte sich nach bisher unbefriedigendem Saisonverlauf Max Hofbauer freuen, der endlich seine ersten beiden Scorerpunkte machte und bei einem Alleingang fast auch ein Tor erzielt hätte.

Starke Parade im zweiten Drittel von Christopher Kolarz, der die Direktabnahme von Andrew Schembri parierte.

Brutal stark auf gegnerischer Seite ist der Tscheche Tomas Plihal, der bisher in allen vier Spielen, die er gegen die Starbulls bestritt, Tore erzielte: Heuer drei für Regensburg, in der Spielzeit 2018/19 zwei für den EV Landshut, beide Male als später Neuzugang während der Saison.

Gegen Weiden in den Verlängerungen chancenlos

Ein paar Statistik-Splitter: In beiden Spielen der Woche gelang den Eisbären ein Doppelschlag in etwas mehr als einer Minute. Während am Sonntag in Rosenheim dafür eine doppelte Powerplay-Phase herhalten musste, konnten sie am Dienstag den Gegner zu den entscheidenden Toren zum 4:3 und 5:3 ganz klassisch auskontern. Und Verlängerungen gegen Weiden können die Starbulls, überspitzt ausgedrückt, schon im Voraus abhaken. Fünf der bisher 21 Partien gegen die Oberpfälzer gingen in die Overtime, den Zusatzpunkt holten jedes mal die Blue Devils, dreimal während der Verlängerung, zweimal im Penalty-Shootout.

Was ist nur in der 21. Minute los?

Und noch ein kleines Zahlenspiel zum Schluss: Der erwähnte Regensburger Doppelschlag am Dienstag geschah in der 53. und 54. Minute. In beiden dieser Spielminuten hatten die Starbulls in dieser Saison zuvor noch keinen Treffer kassiert, und drei Tage später folgte in Weiden gleich noch ein weiterer. Quasi als Ausgleich dafür schoss Max Vollmayer in Weiden in der 57. Minute, eine Minute in der die Starbulls noch nie zuvor getroffen hatten, den Ausgleich. Nun ist die 21. Minute die einzige völlig torlose Minute der Saison (in dieser Minute fiel überhaupt noch kein Treffer), während die Starbulls noch in neun weiteren Minuten, darunter allein sieben im Anfangsdrittel, noch nie bezwungen wurden.

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