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Zehn Spiele ohne Niederlage

Der alte Rekord hielt 16 Jahre – Längste Starbulls-Siegerserie in der Eishockey-Oberliga

Der Siegtreffer für die Starbulls durch Max Vollmayer (nicht auf dem Bild): Der Puck fliegt über dem starken Peitinger Keeper Hechenrieder ins Tor. Rechts Vorlagengeber Brock Trotter. Hans-Jürgen Ziegler
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Der Siegtreffer für die Starbulls durch Max Vollmayer (nicht auf dem Bild): Der Puck fliegt über dem starken Peitinger Keeper Hechenrieder ins Tor. Rechts Vorlagengeber Brock Trotter. Hans-Jürgen Ziegler

Die Starbulls lagen in den letzten sieben Begegnungen keine einzige Spielminute im Rückstand! Klar, dass man diese Spiele auch meistens gewinnt und so eine neue Rekordserie in der Oberliga schaffte.

Rosenheim – Ganz wohl scheinen sich die Starbulls Rosenheim in der Rolle als Gejagter an der Tabellenspitze immer noch nicht zu fühlen. Zur Erinnerung: Bereits nach dem 7:5-Sieg in Lindau am 12. Dezember hatten sie die Pole Position inne, aber nur für zwei Tage. Dann folgten eine Heimniederlage gegen Regensburg und gleich zwei weitere Nullnummern, und schon waren die vorübergehend entthronten Weidener wieder deutlich vorne.

Tabellenführer Rosenheim

Am vergangenen Freitag dann hieß es nach zwei Siegen gegen Höchstadt zum zweiten Mal in dieser Saison: Tabellenführer Rosenheim. Und auch diesmal lief danach nicht alles rund und man gab auf eigenem Eis gegen Peiting überraschend einen Punkt ab. Trotzdem blieben Snetsinger & Co. diesmal auf dem Platz in der Sonne, und auch die Siegesserie von schon wieder zehn Partien nach den drei erwähnten Niederlagen bleibt intakt. Und so können die Fans nach einer Acht-Siege-Serie im November/Dezember nun sogar die längste Siegesserie der Rosenheimer Oberliga-Historie bejubeln! Die bisherigen neun Siege aus dem Oktober 2005 hatten immerhin mehr als 16 Jahre Bestand, denn auch in sieben Jahren Zweite Liga kam man nicht über acht Siege am Stück hinaus.

Höchstadt-Spiele grundverschieden

Die drei Begegnungen dieser Woche schrieben allesamt besondere Geschichten, speziell die beiden Treffen gegen Höchstadt waren grundverschieden. Während die Alligators am Dienstag in Rosenheim bereits nach 14 Spielminuten hoffnungslos im Hintertreffen lagen und nur durch eine extrem „ökonomische“ Spielweise der Starbulls um ein Desaster herumkamen, hing der Rosenheimer 6:5-Sieg in Höchstadt zwei Tage später bis zum Schluss am seidenen Faden. Und am Sonntag hätte der Sieger in einem völlig ausgeglichenen Spiel auch Peiting, das fünf Spieler weniger an Bord hatte als der Gegner, heißen können.

Am Mittwoch gegen Höchstadt wurde in der Anfangsphase sogar die Torflut aus dem 11:1 gegen Lindau übertroffen. Der Dreierpack binnen 61 Sekunden (!) toppte nicht nur den Saisonrekord, sondern war auch der zweitschnellste in gut 17 Jahren Zweite bzw. Oberliga. Saisonrekord waren auch die fünf Tore in 11:24 Minuten, woran auch ein Torwartwechsel der Alligators nichts änderte. Bereits achtmal haben die Starbulls in dieser Saison den Killerinstinkt bewiesen, einem Tor ein weiteres weniger als 40 Sekunden später folgen zu lassen.

Sieben Spiele keine Minute im Rückstand

Ein paar interessante Erkenntnisse ergaben sich für den Statistiker in dieser und den paar Wochen davor. So lagen die Starbulls in den letzten sieben Begegnungen keine einzige Spielminute im Rückstand! Das letzte Mal musste man kurioserweise auf eigenem Eis einem Landsberger Führungstreffer im letzten Spiel des alten Jahres hinterherlaufen, brauchte dazu aber lediglich gut fünf Minuten auf dem Weg zu einem ungefährdeten 5:1-Sieg.

Beide Peitinger Tore in Überzahl

Das Spiel gegen Peiting war erst das achte von 31 in dieser Saison, in dem die Starbulls nach 40 Minuten nicht in Führung lagen. Vier dieser acht Spiele gewannen Sicinskis Jungs, vier verloren sie. Von den 23 Partien mit einer Führung vor dem Schlussabschnitt verloren sie nur zwei, und die auch nur in der Overtime. Und wirklich kaum zu glauben bei der dominanten Rolle, die die Starbulls heuer meist spielen: Im Spiel gegen Peiting blieben sie zum ersten Mal auf eigenem Eis ohne Gegentor bei gleicher Spieleranzahl! Auswärts hatten sie dies schon in Deggendorf (3:0) und Passau (3:2) geschafft.

Kaum zu glauben: Kein Tor für die Starbulls, obwohl das Peitinger Tor leer war und drei Starbulls lauern.

Beide Peitinger Treffer fielen in Überzahl, und auch die Alligators hatten am Freitag zwei von vier Rosenheimer Strafzeiten nutzen können. Und so ergibt sich die kuriose Situation, dass Höchstadt zwar alle Spiele gegen die Starbulls verloren hat, obwohl die „Special Teams“ weit über legen waren. Die Alligators erzielten nicht nur vier Powerplay-Tore (und nutzten dabei ein Drittel aller Möglichkeiten), ließen selber aber in acht Powerplays der Starbulls keinen einzigen Treffer zu!

Serie von Zack Phillips gerissen

Statistisch merkwürdig in der inzwischen 24 Spiele umfassenden Oberliga-Bilanz Rosenheim gegen Peiting seit 2017 ist, dass von den ersten 19 Matches dieser beiden Teams nur ein einziges in die Verlängerung ging, von den jüngsten fünf dagegen gleich drei, angefangen bei den beiden Play-offs letztes Jahr.

Zack Phillips blieb am Sonntag ohne Scorerpunkt, wodurch seine Serie von sieben Spielen, in denen er nicht zu knapp scorte, gerissen ist, sodass momentan Max Brandl (seit acht Begegnungen) und Brad Snetsinger (seit neun) die konstantesten Punktesammler im Starbulls-Dress sind.Auch Brock Trotter hat sich mit vier Assists in seinen ersten beiden Spielen bereits einen Namen gemacht.

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