Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Aus bei der Heim-WM

Frankreichs Eishockey-Asse zwischen Ernüchterung und Stolz

Frankreichs Sacha Treille (l) jubelt mit Damien Fleury nach einem Tor gegen Weißrussland.
+
Frankreichs Sacha Treille (l) jubelt mit Damien Fleury nach einem Tor gegen Weißrussland.

Paris - Co-Ausrichter Frankreich ist bei der Eishockey-WM früh gescheitert. Das Vorrundenaus der Grande Nation sorgt für gemischte Gefühle.

Der WM-K.o. kam für Frankreichs Eishockey-Cracks mit Verspätung. Als Finnlands NHL-Star Valtteri Filppula in der Verlängerung das entscheidende 3:2 gegen die Schweiz erzielte, stand fest: Die Heim-WM ist für die Franzosen bereits nach der Vorrunde beendet. 

Sportlich kein Beinbruch, in der starken Pariser Gruppe B waren andere die Favoriten. Doch insgeheim hatte sich die Grande Nation von der ersten Weltmeisterschaft auf französischem Boden seit 66 Jahren mehr versprochen. "Wir haben von uns erwartet, hier in Frankreich das Viertelfinale zu erreichen. Das Ergebnis ist enttäuschend", sagte Torwart Florian Hardy nach der 2:5-Niederlage gegen Tschechien, die das Vorrundenaus einleitete. 

Der Erfolg der Finnen wenige Stunden später besiegelte es schließlich. Das letzte Gruppenspiel am Montagabend gegen die bereits abgestiegenen Slowenen ist somit ohne sportlichen Wert. "Wahrscheinlich fehlte es uns in manchen Momenten an Erfahrung, an der physischen und mentalen Frische auch, weil unsere besten Spieler viel gespielt haben", sagte Verteidiger Kevin Hecquefeuille der L'Equipe.

Enge Spiele für Frankreich

Wahrlich trieb es Frankreich in der Gruppenphase gleich mehrfach bis zum Äußersten. Die Schweiz und Weißrussland konnten erst im Penaltyschießen niedergerungen werden, die 2:3-Auftaktpleite gegen Norwegen kostete das Team von Trainer Dave Henderson am Ende das Viertelfinale. "Trotzdem haben wir für Frankreich ein gutes Bild abgegeben", sagte Hecquefeuille. Sportlich stimmt dies ohne Zweifel. Mit dem überraschenden 5:1-Sieg gegen Vizeweltmeister Finnland setzten Hendersons Spieler einen Meilenstein. Einheimische Zeitungen sahen Eishockey in Frankreich "aus der Anonymität geholt". 

Nie zuvor hatte eine französische Auswahl die Skandinavier bei einer WM besiegt, und auch bei der knappen 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Kanada schlug sich der Gastgeber achtbar. "Wir blicken nicht reumütig auf die Weltmeisterschaft. Wir haben große Spiele gegen Mannschaften abgeliefert, die auf dem Papier viel stärker sind als wir. Dieses Team ist stolz und war es immer", sagte Stürmer Stéphane Da Costa. 

Dennoch bleibt es bei einer Viertelfinal-Teilnahme (2014) seit dem Aufstieg in die Top-Division im Jahr 2007. Wirtschaftlich wäre ein Einzug in die nächste Runde für die Veranstalter durchaus wünschenswert gewesen. Mit im Schnitt 10.064 Zuschauern in den ersten sechs Spielen waren die Franzosen in Paris bislang der Zuschauermagnet Nummer eins. Oft füllte sich die auf 14.500 Besucher ausgelegte AccorHotels Arena bei Partien der übrigen Nationen nur spärlich. Immerhin das Duell der Franzosen mit Kanada war ausverkauft, gegen Tschechien kamen 13.003 Fans. Für die beiden Viertelfinals in der französischen Hauptstadt am Donnerstag gibt es noch Karten. 

SID

Kommentare