VfB Eichstätt II - ASV Au

Au verliert Relegationshinspiel und muss auf nächstes Wunder hoffen

  • schließen

Eichstätt - Im ersten Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Bezirksliga musste der ASV Au eine bittere 1:3-Niederlage hinnehmen. Gerade in der zweiten Halbzeit waren die Eichstätter, die mit einigen Spielern aus dem Regionalliga-Kader angetreten waren, einfach zu stark für die Kicker aus dem Mangfalltal.

Die erste Viertelstunde verlief ohne nennenswerte Ereignisse, danach nahm das Spiel aber an Fahrt auf. Thomas Riesenberger nutze einen Fehler in der Eichstätter Hintermannschaft aus und stand alleine vor Max Dörfler, doch der VfB-Keeper bleib cooler im Eins-gegen-eins-Duell und konnte parieren. Direkt im Gegenzug jubelten die Gastgeber das erste Mal, allerdings wurden sie schnell wieder vom Schiedsrichter zurückgerufen, dem ersten Treffer des Spiels ging eine vermeintliche Abseitsstellung voraus (16.). Nur Sekunden später dann das erste Tor, das auch zählte: ASV-Kapitän Franz-Xaver Pelz brachte einen Eckball in den Strafraum und die Gastgeber konnten nicht klären. Über Umwege erreichte der Ball dann Stefan Sollinger, der aus acht Metern keine Mühe hatte, ihn im Tor unterzubringen (17.).

Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachlesen

Eichstätt im Glück - Auslgeich und ungeahndeter Ellenbogenschlag

Die Reaktion der Eichstätter ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur Minuten nach dem Auer Führungstreffer spielten sie sich schnell nach vorne und Klinsman Alejandro Calderon Buitrago konnte eine Flanke zum Ausgleich verwerten (19.). Drei Minuten später dann der nächste Nackenschlag für den ASV: Marinus Müllauer musste verletzt ausgewechselt werden (22.). Er wurde bei einem Foul in den Anfangsminuten so unglücklich erwischt, dass es für ihn nicht mehr weiterging. Im Anschluss beruhigte sich die Partie ein wenig, Chancen waren Mangelware. 

Dann aber der wohl größte Aufreger des Spiels: Eichstätts Lucas Schraufstetter, der ebenso wie Fabian Schäll und Calderon Buitrago aus dem Regionalliga-Kader stammt, traf ASV-Kapitän Pelz mit einem Ellenbogenschlag. Obwohl der Schiedsrichter die Aktion wohl bestens sah - er pfiff Freistoß für Au - wurde Schraufstetter nicht einmal ermahnt. Die Gastgeber hatten hier sehr viel Glück, vor der Halbzeit nicht noch in Unterzahl zu geraten (33.). Für Pelz ging es nach einer kurzen Behandlung weiter.

Gastgeber machen mit Doppelschlag alles klar

Nach der Pause gab es gleich den nächsten Aufreger: Martin Rauscher blieb am Boden liegen und die Gäste warteten darauf, dass die Eichstätter den Ball ins Aus spielen. Das taten sie aber nicht, sondern nutzten es aus, dass die Auer das Spielen einstellten, zum Glück für den ASV verdribbelte sich der Angreifer. Im Anschluss kam es zu einer Rudelbildung, bei der ein Spieler der Gastgeber zu Boden ging. Am Ende beließ es der Schiedsrichter bei einer Ermahnung für alle Beteiligten (52.).

In der Folge wurde die Stimmung immer hitziger, gerade die Eichstätter - sowohl Spieler als auch Zuschauer - fielen immer mehr durch Unsportlichkeiten auf. VfB-Kapitän Patrick Roth sah die gelbe Karte wegen Meckerns, Johannes Breitenhuber wurde wegen einer Schwalbe verwarnt. Trotz allem schafften es die Auer in dieser Phase nicht, die Unruhe im Team der Gastgeber auszunutzen. Im Gegenteil: Zuerst verwandelte Fabian Schäll einen Freistoß direkt (62.), dann beendete Calderon Buitrago einen wunderschön vorgetragenen Angriff mit dem Treffer zum 3:1 (63.).

Rauscher fehlt im Rückspiel gesperrt

Im kompletten zweiten Durchgang hatten die Mangfalltaler nur eine nennenswerte Torchance, doch Pelz scheiterte bereits in der Nachspielzeit an Dörfler. Das 3:1 war am Ende sogar noch glücklich, da Patrick Roth einmal noch an die Latte köpfte (82.) und ASV-Keeper Andreas Kasprzyk gegen Benedikt Breitenhuber glänzend parierte (85.). Zwei Minuten vor dem Ende sah dann Martin Rauscher nach einem Foulspiel noch die Gelb-Rote Karte, er wird im Rückspiel fehlen.

Am kommenden Samstag (17:15 Uhr) muss dann das nächste Wunder her für den ASV Au. Dank dem Auswärtstor reicht ein 2:0-Heimsieg um die nächste Runde zu erreichen. Aufgrund der Chancenlosigkeit im zweiten Durchgang wirkt das zwar bisher noch utopisch, doch vorbei ist noch lange nichts für die Auer. Die Dirscherl-Elf wird sicher noch einmal alles geben, um die Sommerpause noch einmal nach hinten zu verlegen.

_

dg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Beinschuss/Größwang

Zurück zur Übersicht: Relegation

Auch interessant

Kommentare