SV Wacker Burghausen trifft die Corona-Pandemie

Geschäftsführer Huber über Kurzarbeit-Antrag: "Die Entscheidung war alternativlos"

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Die fehlenden Zuschauer- und Cateringeinnahmen zwangen den SV Wacker Burghausen einen Antrag auf Kurzarbeit zu stellen.

Burghausen - Die Corona-Krise erreicht nun auch den Regionalligisten SV Wacker Burghausen. Der Verein teilte am Donnerstag mit, dass ein Antrag auf Kurzarbeit eingereicht wurde. Beinschuss.de hat bei Geschäftsführer Andreas Huber nachgefragt.

Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff und die Auswirkungen bekommt nun auch der SV Wacker Burghausen zu spüren. Der Regionalligist ist aufgrund der Aussetzung des Spielbetriebs im Jahr 2020 noch ohne Einnahmen. Deshalb entschied die Geschäftsführung am Donnerstag Kurzarbeit anzumelden. "Um die wirtschaftliche Situation der Wacker Burghausen Fußball GmbH zu stabilisieren, haben wir uns entschieden, Kurzarbeit anzumelden und somit die staatlichen Zuschüsse für unser Unternehmen in Anspruch zu nehmen", teilte der Verein in einem offenen Brief mit. Wie viele Angestellte von dieser Maßnahme betroffen sind, wollte Geschäftsführer Andreas Huber auf Nachfrage von beinschuss.de allerdings nicht kommentieren. "Der Antrag ist gestellt und muss jetzt noch bewilligt werden", so Huber. Mit dem Antrag auf Kurzarbeit will der Verein die Kosten senken, da Zuschauer- und Cateringeinnahmen derzeit fehlen. Ob diese Maßnahmen auch den Hauptverein betreffen könnten, muss in den nächsten Wochen abgewartet werden. Das Kurzarbeitergeld, das die Regierung in Aussicht gestellt hat, würde rückwirkend zum 1. März gezahlt. 


"Können nur gemeinsam die Krise meistern"

"Die Entscheidung war alternativlos", betont der Geschäftsführer. Er ist sehr dankbar, dass die Angestellten, Trainer und Spieler dieser Maßnahme zugestimmt haben und auf ihr Gehalt verzichten. ""Wir sind stolz und äußerst dankbar über diese Solidaritätsbekundung. Wir können nur gemeinsam die Krise meistern."  Die Ungewissheit, wann und ob die Saison weitergeht, macht es für den Regionalligisten allerdings nicht einfach. "Je länger die Einstellung des Spielbetriebs dauert, desto schwieriger wird es für uns", so Huber. Das Risiko einer Insolvenz sei schwer abzuschätzen, da es zu viele mögliche Szenarien gäbe.

Geschäftsführer Huber von Geisterspielen nicht überzeugt

Huber rechnet damit, dass der Spielbetrieb nicht, wie geplant, nach Ostern wieder aufgenommen werden kann. "Derzeit gehe ich davon aus, dass die Saison, wenn möglich, frühestens Anfang oder Mitte Mai fortgeführt werden kann. Dann könnten wir die Saison mit englischen Wochen noch durchziehen." Der Geschäftsführer betont aber, dass der Verein sich seiner gesellschaftlichen Rolle bewusst ist und die Gesundheit der Menschen oberste Priorität hat. Von Geisterspielen ist der Wacker-Geschäftsführer nicht überzeugt. "Dann hätten wir auf der einen Seite 100 Prozent Ausgaben und auf der anderen Seite keine Einnahmen. Das wäre schwer zu finanzieren", erklärt Huber. Dadurch würde, bei sechs verbleibenden Heimspielen, ein mittlerer fünfstelliger Betrag zusammenkommen.


Der Bayerische Fußball-Verband will Ende kommender Woche entscheiden, wie die Saison fortgeführt wird. Es bleibt zu hoffen, dass der SV Wacker Burghausen diese Krise übersteht.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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