Beinschuss.de spricht mit Spielern über die aktuelle Situation

Rosenheims Wallner: "Konsole wird stark benutzt, sei es Netflix oder Fortnite"

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Der Kapitän des Regionalligisten hofft, dass die Saison sportlich abgeschlossen werden kann. Auch wenn dann harte Wochen bevorstehen.

Rosenheim - Der Spiel- und Trainingsbetrieb im Amateurfußball ruht wegen der Corona-Pandemie in ganz Bayern. Beinschuss.de hat bei Christoph Wallner vom TSV 1860 Rosenheim nachgefragt, wie er sich die Zeit vertreibt und wie er sich fit hält.

Die Corona-Krise legt den Amateurfußball lahm. Bis mindestens 19. April finden vorerst keine Spiele statt, diese Maßnahme könnte allerdings von Seiten des Bayerischen Fußball-Verbandes verlängert werden.


Beinschuss.de spricht mit den Spielern aus der Region, wie sie mit der derzeitige Situation umgehen, wie sie sich fit halten und was sie am meisten vermissen. Christoph Wallner, Kapitän des Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim, stellte sich nun den Fragen.

Hallo Christoph Wallner, die wichtigste Frage vorne weg: Wie geht es Ihnen?


Christoph Wallner: "Hallo, mir persönlich geht es soweit ganz gut! Meine Familie und Freunde sind auch alle gesund! Das ist schon mal wichtig. Aber leider gibt es aktuell viele, die das nicht von sich behaupten können. Das ist eine schwierige Situation, die wir alle gemeinsam überstehen müssen."

Wie gehen Sie mit der aktuellen Lage um?

Wallner: "Aktuell versuche ich die Regeln, die wir von der Regierung bekommen haben, zu befolgen und mich weitestgehend zuhause aufzuhalten. Ich denke wenn jeder diese Anweisungen befolgt, können wir hoffentlich bald wieder in unser „gewohntes“ Leben zurückkehren.

Wie vertreiben Sie sich die Zeit?

Wallner: "Ich halte mich viel Zuhause auf, geh mit meinem Hund spazieren oder in den Garten. Zudem haben wir noch einen Trainingsplan bekommen, den ich natürlich versuche so gut es geht umzusetzen. Außerdem wird die PlayStation auch sehr beansprucht, sei es Netflix oder Fortnite (lacht)."

Fanden Sie die Entscheidung richtig, dass der Spielbetrieb bis zum 19. April eingestellt wurde?

Wallner: "Ja auf jeden Fall, das ist einfach eine Sicherheitsmaßnahme, um diesen Virus einzudämmen. Die Priorität hat in diesem Fall nicht der Fußball sondern die Gesundheit aller. Da wäre es äußerst fahrlässig gewesen weiter zu spielen."

Auch der Trainingsbetrieb ruht. Wie halten Sie sich derzeit fit?

Wallner: "Wir haben die Möglichkeit bekommen über unseren Athletikpartner Corox die App von B42 zu nutzen, in der ausreichend Übungen für die Bereiche Kondition und Stabilisation vorhanden sind. Zudem ersetze ich gerne mal das Laufen in eine Ausdauereinheit auf dem Rad."

Wie geht der Verein mit der Situation um?

Wallner: "Der Verein hat die Vorgaben umgesetzt und den kompletten Spiel- und Trainingsbetrieb eingestellt. Sobald die Freigabe kommt, werden wir wieder trainieren."

Nach Ostern soll es nach aktuellem Stand wieder weitergehen. Wie geht es Ihrer Meinung nach mit der Punktspielrunde weiter?

Wallner: "Das ist schwer zu sagen, weil man nicht genau weiß, wie weit beziehungsweise intensiv sich der Virus noch ausbreiten wird oder ob der Höhepunkt schon erreicht ist. Außerdem hätten wir bis zum 19. April schon sechs Nachholspiele, die man dann nur in englische Wochen packen kann. Für einige Spieler bei uns wird es dann schwer das alles mit der Arbeit zu vereinbaren, da man ja auch gegebenenfalls Urlaub oder Überstunden nehmen muss. Natürlich wäre mir am liebsten das ganze sportlich abzuschließen. Wir haben uns als Mannschaft in der Vorbereitung viel vorgenommen, hart gearbeitet und uns auch weiterentwickelt. Das würden wir auch gerne auf dem Platz zeigen und unsere Qualität widerspiegeln. Aber die Entscheidung wird der Verband treffen müssen. Egal in welche Richtung es gehen wird, ob weitergespielt oder das ganze annulliert wird, einige Vereine werden davon profitieren, andere verlieren.

Zum Abschluss: Was vermissen Sie in dieser Zeit am meisten? Und auf was freuen Sie sich, wenn die Krise überstanden ist?

Wallner: "Am meisten fehlt mir der persönliche Kontakt zu den Jungs. Egal ob es in der Kabine oder auf dem Platz ist. Einfach diesen Teamgeist wieder zu spüren und zu leben. Aber auch, dass man sich vor dem Training kurz auf einen Kaffee trifft oder nach dem Training gemeinsam in ein Restaurant geht."

ma

Quelle: rosenheim24.de

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