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Immer die Technik im Blick

Wie Schüler des Bad Aiblinger Fußballinternats die EM verfolgen

Auch beim Training spielt die ein oder andere Begegnung während der Europameisterschaft eine Rolle.
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Auch beim Training spielt die ein oder andere Begegnung während der Europameisterschaft eine Rolle.

Die Fußball-Europameisterschaft beschäftigt die Schüler des Fußballinternats Bad Aibling. Sie kommen aus verschiedenen Nationen.

Bad Aibling – Im Bistro des Bad Aibliunger Fußballinternats spielt sich derzeit ein Großteil der Freizeit der Fußballschüler ab. auch heute steigt wieder die Spannung, Auf der Leinwand dort schauen die Buben die Spiele der Fußball-EM. Und wenn die heimische Mannschaft ein Tor schießt, nehmen die Emotionen auch mal Überhand. „Dann flippen alle aus!“, berichtet der 14-jährige Mikail Masat. Er drückt seiner türkischen Nationalmannschaft die Daumen während des Turniers

Mikail Masat (14)aus der Türkei

Konzentration auf eigene Position

Links neben ihm sitzen drei weitere „Nationen“: Fiete Flemming aus Deutschland, Kilian Oberperfler aus Südtirol und Jonas Koch aus der Schweiz. Auch sie halten zu ihrer jeweiligen Nationalmannschaft. Wenngleich es für Kilian als Südtiroler historisch bedingt schwieriger ist, Italien die Dauben zu drücken, und er zu erkennen gibt, dass sein Fußballherz eher für Deutschland schlägt – alternativ auch für die Schweiz oder Österreich.

Fiete Flemming (13)aus Deutschland

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Jeden Abend hocken die Buben im Bistro des Internats und schauen gemeinsam das Spiel, welches gerade läuft. Dass es dabei auch emotional hoch hergehen kann, können die drei Fußballer bestätigen. Positiv wie negativ. Schießt die eigene Mannschaft ein Tor, ist der Jubel genauso groß, wie der Aufschrei, bekommt die gegnerische Mannschaft den Punkt.

Laufwege im Blick

Kilian Oberperfler (13)aus Südtirol

Doch jenseits des Vergnügens bringen die Übertragungen des Turniers auch einen Lerneffekt. „Ich schaue mir vor allem die Spieler auf meiner Position an“, berichtet Kilian, der seine Aufmerksamkeit vor dem Bildschirm dann vor allem den Mittelfeldspielern widmet. Ähnlich geht es Innenverteidiger Mikail. Die Fragen, die sich ihm während der Wettbewerbe stellen:

Schaut er nach vorne oder nach hinten? Wie spielt er den Ball von hinten heraus? Auch die Laufwege haben die Nachwuchsspieler im Blick, wenn sie die Spiele am Bildschirm verfolgen, genauso, ob und wie die Fußballer ihre Räume decken. Auch hier komme es immer ganz darauf an, welche Position man spiele, sagt Jonas Koch.

Kritik an Spielern und Trainern

Dabei bleibt Kritik an Spielern und Trainern nicht aus: „Wenn Deutschland einen wirklich krassen Fehler macht, der unnötig war, regt man sich natürlich schon auf“, sagt Fiete Flemming. Mikail ärgert sich für allem über das Eigentor von Merih Demiral während des Matches gegen Italien.

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Jonas Koch (14)aus der Schweiz

„Das kann passieren, aber trotzdem regt man sich wegen so etwas auf“, sagt der Torwart. Auf der anderen Seite: Aus Fehlern wird man klug. So zumindest sieht es Jonas, der meint: „Wenn ich einen Fehler sehe, versuche ich, ihn nicht nachzumachen.“ Direkte Auswirkungen hat das laufende Turnier jedoch nicht auf das Training im Aiblinger Fußballinternat, wie der Assistent der Geschäftsführung, Lukas Kunze, berichtet. Zumindest nicht als Standard.

Fehler verdeutlichen

Was die Trainer durchaus umsetzten: Eine besondere Situation oder einen besonders gravierenden Fehler während einer Begegnung mit den Buben besprechen. Solche Szenen schneiden die Trainer als Video zusammen, um sie gemeinsam mit den Schülern durchzugehen. Zumindest, um Fehler zu verdeutlichen.

Auch die Trainer fiebern mit

Und letztlich: Auch die Trainer, die größtenteils wie die Schüler auf dem Gelände wohnen, schauen sich die Spiele ihrer Mannschaften ebenso an. Der Kollege aus Portugal zumindest, erinnert sich Kunze, habe bei der ersten Begegnung seiner Mannschaft während diese EM „gut Stimmung“ gemacht. „Und auf einmal waren alle für Portugal, glaube ich.“

Wenn die eigene Mannschaft rausfliegt

Dass am Ende nur eine Mannschaft als Sieger hervorgehen kann, ist auch den Schülern des Fußballinternats klar. Doch mit wem soll man mitfiebern, wenn die eigene Mannschaft aus dem Turnier geflogen ist? Die Franzosen stehen bei zwei der drei Nachwuchskicker ganz hoch im Kurs, wenn die eigene Mannschaft nicht länger mitspielen darf. Jonas zumindest wünscht sich als Schweizer, dass auch mal ein Team weiterkommt, dass nicht unbedingt zu den Favoriten zählt.

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