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Investor vor Absprung

Große finanzielle Probleme: Türkgücü München droht Punktabzug

Herzen ihren Interimstrainer: Die Profis von Türkgücü München.
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Hatten zuletzt nicht viel zu feiern: Die Profis von Türkgücü München.

Es rumort gewaltig beim Serienaufsteiger der letzten Jahre. Sportlich wartet Türkgücü München in der 3. Liga seit Mitte Oktober auf einen Sieg, doch auch wirtschaftlich scheint es bei dem Projekt von Investor Hasan Kivran nun Probleme zu geben. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sind die Finanzschwierigkeiten beim Drittligisten so groß, dass nun ein Punktabzug durch den DFB droht. 

München - Jährlich grüßt das Murmeltier bei Türkgücü München. Schon im letzten Jahr sah es nach dem geplanten Ausstieg von Investor Hasan Kivran so aus, als ob das Projekt, den Klub zur zweiten Kraft in München werden zu lassen, gescheitert wäre. Nun droht wohl nach erneuten finanziellen Problemen ein Punktabzug durch den DFB.

Auf steilen Aufstieg folgt Stagnation

Doch sah beim Verein zuerst eigentlich alles nach einem Erfolg aus. Seit der Übernahme des 2001 gegründeten Vereins durch Kivran folgte ein Aufstieg auf den nächsten. Von der Bezirksliga marschierte man durch bis in die Dritte Liga, als erster Einwandererverein in der Geschichte des deutschen Profifußballs. Doch dann stockte das Projekt. In der ersten Saison reichte es nur für Platz 13 in der Liga, nicht genug für die hohen Ansprüche des Präsidenten, der langsam die Lust an seinem Projekt zu verlieren schien.

Im vergangenen Winter wollte Kivran dann kurzzeitig ganz aus dem Verein aussteigen, blieb dann aber aufgrund fehlender Abnehmer doch. Im Sommer wollte der Verein an die Börse gebracht werden. Dafür sollten Anteile im Wert von acht Millionen Euro verkaufen, was jedoch ebenfalls an der zu geringen Nachfrage scheiterte. Zudem hat der Verein keinen Hauptsponsor oder Trikotsponsor und die Geisterspiele während der Pandemie drücken die ohnehin geringen Zuschauereinnahmen.

Investor dreht Geldhahn zu

Nun soll Kivran den Geldhahn erneut zugedreht haben und erneut über einen Ausstieg nachdenken. Doch auch jetzt wird der Ansturm auf seiner Anteile nicht groß sein. Die Gerüchte über fehlendes Geld beim Verein hielten sich hartnäckig und fanden jetzt in einer Stellungnahme des Vereins gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ ihre Bestätigung.

Es konnten „nicht alle erforderlichen Nachweise zur Nachlizenzierung“ bei der Liga abgegeben werden, ein Punktabzug scheint damit unausweichlich. Sollte der Klub nicht in absehbarer Zeit die Mittel auftreiben können, droht der Gang vor das Insolvenzgericht und damit neun Punkte Abzug. Der Klassenerhalt wäre damit so gut wie unmöglich.

Mit Rumpfkader gegen Finanzsorgen

Türkgücü besinnt sich laut „SZ“ zunächst darauf, die Geldprobleme mit möglichst einfachen Maßnahmen nicht schlimmer werden zu lassen. Demnach sei die Mannschaft zum Auswärtsspiel gegen die Reserve des SC Freiburg bereits mit verkleinertem Kader in gereist, um bei den Hotelkosten zu sparen. Ein Zimmer sei sogar aus der Mannschaftskasse bezahlt worden. Darüber hinaus halten sich hartnäckig „Gerüchte von vorgelegten Vertragsauflösungen“.

Aktuell steht Türkgücü mit zwei nachzuholenden Partien auf dem Abstiegsplatz 17. Am Samstag empfängt das Team von Trainer Andreas Heraf das abgeschlagene Tabellenschlusslicht TSV Havelse. Nach neun sieglosen Partien in Folge wäre ein Sieg in so vielen Hinsichten für den Verein wichtig.

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