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Ausrichter ist der WSC Bayerisch Gmain

Ab März: SR-Gruppe Ruperti bildet neue Schiedsrichter aus

Schiedsrichter (Symbolbild).
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Schiedsrichter (Symbolbild).

Die Schiedsrichtergruppe Ruperti bietet zum Frühjahr einen neuen Ausbildungslehrgang an. Nachdem dieser in den früheren Jahren öfters in der Traunsteiner Gegend stattfand, bietet sich nun erstmals der WSC Bayerisch Gmain als Ausrichter für den Lehrgang an.

Wenn ab März in den ersten Ligaspielen der Ball wieder rollt, sind auch sie wieder ein unersetzlicher Teil eines jeden Fußballspiels – die Schiedsrichter. Doch nicht nur den Fußballvereinen, auch den Schiedsrichtern haben die langen Corona-Pausen erheblich zugesetzt.

Rückgang macht sich bemerkbar: „Es gibt Spieltage, da haben wir keinen mehr“

,,Leider haben in den langen Pausen viele Schiedsrichter aufgehört. Unsere ohnehin schon angespannte Personalsituation hat sich weiter verschärft“, so der Obmann der Gruppe Hans Wichtlhuber. ,,Es gibt Spieltage, da haben wir schlichtweg keinen mehr!“. In der untersten Klasse macht sich das schon bemerkbar – die C-Klasse muss schon seit 2019 ihre Spiele ohne neutralen Schiedsrichtern austragen.

Um diesem Trend entgegenzuwirken startet die Schiedsrichtergruppe Ruperti zum Frühjahr einen neuen Ausbildungslehrgang. Nachdem dieser in den früheren Jahren öfters in der Traunsteiner Gegend stattfand, bietet sich nun erstmals der WSC Bayerisch Gmain als Ausrichter für den Lehrgang an.

„Wollen zeigen, wie viele Seiten der Job als Schiedsrichter hat“

Um eine möglichst große Zahl an neuen Schiedsrichtern zu generieren, startet der Lehrstab der Schiedsrichtergruppe eine große Werbekampagne. Den Anfang machte Bezirksligaschiedsrichter Maximilian Baumgartner, der mit in den sozialen Netzwerken verteilten Flyern auf den Lehrgang aufmerksam machen möchte. Auch ein Imagefilm ist in Kürze geplant.

Anfang März werden Lehrwart Patrick Schönherr und Jugendeinteiler Michael Hagl zudem ein Onlinemeeting für alle Interessenten anbieten. ,,Jeder, der Fragen zum Schiedsrichterwesen, zur Ausbildung oder sonstige Anliegen hat, soll hier eine Antwort finden. Das Treffen wird absolut unverbindlich sein, wir wollen einfach aufzeigen, wie viele Seiten der Job als Schiedsrichter hat!“, so Lehrwart Schönherr.

Als Schiedsrichter umsonst zu allen Bundesligaspielen

,,Der Job als Schiedsrichter ist eine unglaubliche Persönlichkeitsschulung“, sagt der 24jährige Landesligaschiedsrichter. ,,Außerdem lernt man den Fußball in den unterschiedlichsten Facetten kennen“. Schönherrs Einsatzplan erstrecke sich beispielsweise von Spielen der A- und Kreisklasse über Einsätze in der Landesliga bis zur Bundesliga der Junioren, in der er als Assistent wirkt. ,,Diese Abwechslung erlebt man als Spieler nie.“.

Doch auch neben dem Platz hat man als Schiedsrichter viele Vorteile. ,,Die meisten sind erstaunt, wenn ich ihnen erzähle, dass ich als Schiedsrichter umsonst in jedes Bundesligastadion komme. Es ist schon cool, wenn man mit seinem Gespann in der Münchner Gegend unterwegs ist, und sich dann spontan sagt ,ach komm, die Bayern spielen heute Abend. Gehen wir doch noch kurz ins Stadion ́“. Der freie Eintritt gilt nicht nur für die Bundesliga, sondern sämtliche Spiele in Deutschland. Außerdem könne man sich als Schiedsrichter ein schönes Taschengeld verdienen. ,,Während andere Studenten am Wochenende in Restaurants oder Supermärkten arbeiten müssen, finanziere ich mein Studium mit meinen Schiedsrichtereinsätzen“, so der angehende Mathematiklehrer.

Unterstützung von erfahrenen Schiedsrichtern in den ersten Spielen

Michael Hagl, zu dieser Saison ebenfalls in die Landesliga aufgestiegen und mitverantwortlich für die Einteilung der Schiedsrichter, betont, dass neue Schiedsrichter von Beginn an bei ihren Spielen unterstützt werden. ,,Wir haben ein Patensystem, bei dem jungen Schiedsrichtern in ihren ersten Spielen ein erfahrener Kollege zur Seite gestellt wird“, so der 23jährige Spitzenschiedsrichter. ,,So bekommt man gleich zu Beginn wertvolle Tipps und Unterstützung bei den Aufgaben als Schiedsrichter“.

Außerdem erstrecken sich die Aktivitäten der Schiedsrichtergruppe auch über den Fußballplatz hinaus. So hat Einteiler Hagl beispielsweise ein Hallenturnier in Waging organisiert, bei dem verschiedene Schiedsrichtergruppen gegeneinander antraten. Auch im Sommer bestreitet die von Maximilian Baumgartner und Christopher-Robin Laufke betreute Schiedsrichtermannschaft regelmäßig Freundschaftsspiele gegen andere Schiedsrichtergruppen.

Höherklassig ist die Schiedsrichtergruppe Ruperti derzeit so gut aufgestellt wie lange nicht. Mit Patricia Samsudean ist die Gruppe sogar in der Damen Bundesliga vertreten, bis 2018 war Samsudean sogar als Assistent in der Champions League der Damen aktiv. Mit Michael Hagl und Patrick Schönherr hat die Gruppe seit 2021 wieder zwei Landesligareferees, wobei Schönherr ebenfalls auf der Liste der Junioren
Bundesliga steht. In der Bundesliga der Juniorinnen ist auch die Bezirksligaschiedsrichterin Verena Weber aktiv. Weiter hat die Gruppe derzeit drei Referees in der Bezirksliga und 16 Gespanne in der Kreisliga.

Anmeldungen für den Lehrgang können ab sofort an Obmann Hans Wichtlhuber (j.wichtlhuber@t-online.de) oder Lehrwart Patrick Schönherr (schoenherr_patrick@web.de) gerichtet werden. Auch für Fragen rund um das Schiedsrichterwesen ist das Lehrstabsteam jederzeit offen. ,,Wir freuen uns über jeden, der sich interessiert! Vielleicht ist der ein oder andere ja dabei, der es mal ausprobieren möchte!“, freut sich der Obmann auf den anstehenden Lehrgang.

PM BFV

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