"Hätten Aufstieg gerne auf normalem Wege erreicht"

Abbruch in der Regionalliga Südwest: Saarbrücken steigt in die 3. Liga auf

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Saarbrücken - Die Regionalliga Südwest wird abgebrochen. Der 1. FC Saarbrücken ist Meister und steigt in die 3. Liga auf. Zwar gibt es keine Absteiger, aber vier Teams aus den Oberligen werden aufsteigen. Damit hat die kommende Saison in der Regionalliga Südwest mindestens 40 Spieltage.

Wie am Dienstagabend bekannt wurde, wird die Regionalliga Südwest abgebrochen. Das teilte die Regionalliga Südwest GbR mit. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass sich eine Mehrheit der Vereine für eine Ende der Spielzeit zum 30. Juni ausgesprochen hat, eine Verlängerung wurde demnach abgelehnt. Außerdem seien die Hygienevorschriften und die Geisterspiele für die Clubs nicht umsetzbar gewesen.


Keine Absteiger und dafür vier Aufsteiger in die Regionalliga Südwest

Der 1. FC Saarbrücken ist Meister und steigt direkt in die 3. Liga auf. Die Saarbrücker führten die Liga bis zur Corona-Unterbrechung mit sechs Punkten Vorsprung vor dem SV Elversberg und sieben Punkte vor dem TSV Steinbach Haiger an. "Das große Saisonziel ist damit erreicht, wenn auch anders, als wir es uns alle gewünscht haben", schreibt der 1. FC auf seiner Facebook-Seite. Um die finale Tabelle zu ermitteln wurde die Quotientenregel angewendet, wonach die erzielten Punkte mit der Anzahl der absolvierten Spiele verrechnet wurden. Absteiger aus der Regionalliga Südwest wird es nicht geben. Im Gegensatz dazu steigen aber vier Teams aus den Oberligen auf. Damit spielen nächste Saison 21 Mannschaften in der höchsten Amateurliga, das sind insgesamt 40 Spieltage. Eine lange Saison steht damit den Teams der Regionalliga bevor, die sogar noch länger werden könnte, sollte aus der 3. Liga ein Südwest-Klub absteigen.

Saarbrückens Präsident Ostermann: "Lange angestrebtes Etappenziel nun endlich erreicht"

Die Freude über den Aufstieg ist bei Saarbrücken dennoch groß. "Wir hätten den Aufstieg gerne auf normalem Wege erreicht und waren auch auf dem besten Weg dorthin. Aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Präsident Hartmut Ostermann. "Unsere Mannschaft hat bis zum Abbruch eine überzeugende Runde gespielt und ist dafür belohnt worden. Wir alle freuen uns sehr, dass dieses schon so lange angestrebte Etappenziel nun endlich erreicht ist und mit unserem ambitionierten Trainer Lukas Kwasniok in eine neue Zukunft gehen können."


Saarbrücken trifft im DFB-Pokal-Halbfinale noch auf Bayer Leverkusen

Doch für den 1. FC Saarbrücken ist die Saison noch nicht beendet, ein Saison-Highlight steht noch bevor. "Wir dürfen bei aller Aufstiegsfreude nicht vergessen, dass wir noch ein wichtiges Spiel im DFB-Pokal bestreiten dürfen und daher die Abstandsregeln strikt einhalten müssen, damit dieses historische Ereignis nicht gefährdet wird", so Ostermann weiter. Am 10. Juni empfängt der 1. FC den Bundesligisten Bayer Leverkusen in Völklingen. Deshalb muss sich der Klub an strenge Hygieneregeln halten und die Spieler müssen regelmäßig negative Corona-Tests vorweisen. Ostermann: "Daher ist mindestens bis zum 9. Juni noch absolute Vorsicht und strikte Zurückhaltung bei persönlichen Kontakten geboten." Mit dem Finaleinzug im DFB-Pokal könnte der 1. FC Saarbrücken eine ohnehin schon erfolgreiche Saison die Krone aufsetzen.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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