Beinschuss.de spricht mit Spielern über die aktuelle Situation

Rosenheims Vieregg: "Netflix und FIFA sind meine treusten Begleiter"

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Janik Vieregg vom SB DJK Rosenheim vertreibt sich die fußballfreie Zeit am meisten mit FIFA und Netflix.

Rosenheim - Der Spiel- und Trainingsbetrieb im Amateurfußball ruht wegen der Corona-Pandemie in ganz Bayern. Beinschuss.de hat bei Janik Vieregg vom SB DJK Rosenheim nachgefragt, wie er sich die Zeit vertreibt und wie er sich fit hält.

Die Corona-Krise legt den Amateurfußball lahm. Bis mindestens 19. April finden vorerst keine Spiele statt, diese Maßnahme könnte allerdings von Seiten des Bayerischen Fußball-Verbandes verlängert werden.


Beinschuss.de spricht mit den Spielern aus der Region, wie sie mit der derzeitige Situation umgehen, wie sie sich fit halten und was sie am meisten vermissen. Janik Vieregg, Spieler des Landesligisten SB DJK Rosenheim, stellte sich nun den Fragen.

Hallo Janik Vieregg, die wichtigste Frage vorne weg: Wie geht es Ihnen?


Janik Vieregg: "Den Umständen entsprechend gut, Danke. Ich habe das Glück dass bis dato weder jemand in meiner Familie, noch in meinem engen Bekanntenkreis von der Krankheit betroffen ist."

Wie gehen Sie mit der aktuellen Lage um?

Vieregg: "Die Schließung aller Bildungseinrichtungen hat natürlich auch meine Hochschule betroffen. Im Moment bleibt einem nichts anderes übrig, als zu Hause zu bleiben."

Wie vertreiben Sie sich die Zeit?

Vieregg: "Wenn nichts anderweitig zu tun ist, sind um ehrlich zu sein Netflix und FIFA momentan meine treusten Begleiter."

Fanden Sie die Entscheidung richtig, dass der Spielbetrieb bis zum 19 April eingestellt wurde?

Vieregg: "Absolut. Wir alle lieben Fußball, das steht außer Frage, doch es gibt nunmal Dinge im Leben, die wichtiger sind als ein Sieg des Sportbunds in Waldkirchen. Die Gesundheit der Allgemeinheit hat höchste Priorität."

Auch der Trainingsbetrieb ruht. Wie halten Sie sich derzeit fit bzw. wie trainieren Sie?

Vieregg: "Unser Trainer hat uns genügend Laufpläne und Übungen für zu Hause zukommen lassen. Er vertraut in der Hinsicht auf unsere Eigenverantwortung und die Selbständigkeit des einzelnen."

Wie geht der Verein mit der Situation um?

Vieregg: "Auch er ist natürlich an die Anweisungen der Regierung gebunden. Alle Sportplätze oder Krafträume sind geschlossen. Sofern bleibt nicht viel übrig als zu warten, bis die Beschränkungen wieder aufgehoben werden. Aus finanzieller Sicht wird sich zeigen, wie und in welchem Ausmaß die Pandemie den Verein treffen wird. Wir hoffen natürlich alle auf einen glimpflichen Ausgang, aber in dem Zusammenhang steht ja der gesamte Amateur- und Profifußball vor einer Zerreißprobe."

Nach Ostern soll es nach aktuellem Stand wieder weitergehen. Wie geht es Ihrer Meinung nach mit der Punktspielrunde weiter?

Vieregg: "Auch hier steht der BFV vor einer schwierigen Aufgabe. Letztendlich wird es meiner Meinung nach kaum möglich sein, es jedem Verein recht zu machen. Sofern der geplante Starttermin eingehalten werden kann, ist die Beendigung der Frühjahresrunde womöglich noch mit großen Verspätungen zu realisieren, eventuell auch mit vielen Englischen Wochen. Sollte dies nicht der Fall sein, macht meiner Meinung nach lediglich eine „vergessene Saison“ Sinn, da man sonst vor einem zu großen organisatorischen Problem steht. Jedoch würde ich in dem Fall auch eine Relegation zwischen den jeweiligen ersten und letzten der Ligen für denkbar halten und anstelle des Bayrischen Fußball Verbandes in Erwägung ziehen."

Zum Abschluss: Was vermissen Sie in dieser Zeit am meisten? Auf was freuen Sie sich, wenn die Krise überstanden ist?

Vieregg: "Das Zusammensitzen in der Kabine nach dem Training geht mir schon sehr ab. Am meisten freue ich mich auf die Kreiserlrunden vor jedem Training. Das Gefühl nach einem verteilten Beinschuss ist unbeschreiblich."

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dg

Quelle: rosenheim24.de

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