FC Ismaning - SB Chiemgau Traunstein 1:0

Traunstein im Pech - unglückliche Niederlage in Ismaning

Unglücklich verloren - am Ende gab es für Torjäger Maximilian Probst und seinen SB Chiemgau Traunstein in Ismaning nichts zu holen.
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Unglücklich verloren - am Ende gab es für Torjäger Maximilian Probst und seinen SB Chiemgau Traunstein in Ismaning nichts zu holen.

Ismaning – Trotz dessen, dass die Kicker des SB Chiemgau Traunstein im Auswärtsspiel beim FC Ismaning vor den Toren von München eine ebenbürtige Leistung ablieferten, gelang es ihnen am Ende nicht, Punkte zu entführen. Obwohl gegen den FCI an diesem Tag mehr drin gewesen wäre. Doch mangelnde Durchschlagskraft im Offensivspiel ließ dies nicht zu. Auch den „Lucky Punch“ gab es diesmal für den SBC nicht – stattdessen hatten die Gastgeber ganz zum Schluss das bessere Ende für sich.

In der Anfangsphase des Spiels im Ismaninger Stadion gab es das klassischen Abtasten zweier Mannschaften zu sehen, die sich – wenn auch mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ausrichtungen – so doch auf Augenhöhe begegneten. Beide probierten es ein wenig, ließen sich aber auch nicht allzu sehr in die Karten schauen – und wollten erst einmal taxieren, was der jeweilige Gegner so zu bieten hat. Auf dieser Grundlage entwickelte sich ein Beginn, bei dem beide Mannschaften sich beharkten und bespielten – aber eigentlich keine von beiden zu großartigen Möglichkeiten kam.


Sehr ausgeglichene Anfangsphase

Bis etwa zur 25 Minuten hatte dabei eigentlich auch keiner sonderliche Vorteile – weder was Offensivdrang, noch Ballbesitz oder mögliche Feldvorteile anging. Das war alle sehr ausgeglichen – und beide Equipen neutralisierten sich größtenteils. Mit zunehmender Spieldauer allerdings verschoben sich die Gewichte ein wenig zu Gunsten der Hausherren – was hauptsächlich daran lag, dass die robusteren Traunsteiner nicht wie gewohnt in die Gänge kamen und den für sie üblichen Zugriff im Mittelfeld etwas vermissen ließen.

Service:

Daraus resultierten zu viele schnelle Ballverluste und extrem wenig eigene Nadelstiche. Ganz hinten machten sie das nichts desto trotz relativ solide, auch wenn sie durch das mängelbehaftete Ausspielen der eigenen Offensivversuche und das Fehlen der gewohnten Präsenz vielleicht einige Male zu oft in Situationen gerieten, in denen den Ismaningern zu viel Platz gewährt und somit eine überflüssige Überlegenheit zugestanden wurde. Ein Glück, dass die zwar ballgewandten aber – trotz der tropischen Temperaturen – zu behäbigen Akteure des FCI dies eher dazu nutzten gefällig den Ball laufen zu lassen, als wirklich Kapital daraus zu schlagen.


Ismaning schalten einen Gang hoch - und kommt zu Chancen

Nachdem eine halbe Stunde absolviert war, schien sich dies zu ändern: Nach einem herrlichen Doppelpass mit Routinier Mijo Stijepic im linken Mittelfeld kam Ismanings Bastian Fischer halblinks im Strafraum ganz frei vor SBC-Torhüter Pascal Legat in beste Schussposition – versuchte allerdings noch einmal querzulegen und die Traunsteiner konnten klären (31.). Chance vertan – wenn Fischer in dieser Situation selbst abschließt, hätte das gut und gerne die Führung für die Heimelf sein können.

FC Ismaning - SBC Traunstein

FC Ismaning - SB Chiemgau Traunstein
FC Ismaning - SB Chiemgau Traunstein © Beinschuss
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Die Großchance sorgte allerdings für Aufwind beim FC Ismaning. In den Folgeminuten kamen die Gastgeber erstmals etwas besser ins Spiel – und brachten ihre spielerischen Anlagen durch mehr Zug und Zielstrebigkeit auch in Form von Drucksituationen und deutlicher Überlegenheit zur Geltung.

Vor allem Ismanings Mann auf der linken Außenbahn, der wieselflinke Yemi Oyewoie, wurde dabei immer wieder positiv auffällig. Damit ihn im Zaum zu halten, war die Abwehr der Chiemgauer durchaus schwer beschäftigt. Die nächste gute Möglichkeit der Hausherren entwickelte sich allerdings über rechts: Endlich einmal zeigten die Kicker des FCI was sie eigentlich drauf haben. Nach einer tollen Kombination setzte ihr Kapitän Maximilian Siebald fein Manuel Ring in Szene – doch der verfehlte auf Höhe des kurzen Pfostens im Hineingrätschen mit seiner Direktabnahme aus zehn Metern das rechte Eck (35.).

Fast die SBC-Führung: Probst ganz stark - Fritz noch stärker!

Nach etwas weniger als einer Viertelstunde war es das aber auch mit Ismanings Offensivherrlichkeit. Das Spiel sollte im Anschluss wieder so verlaufen, wie zuvor – eher sogar mit noch weniger Gelegenheiten für die Gastgeber. Um ein Haar hätte sogar der SB Chiemgau ein weiteres Mal in seiner fast schon unnachahmlichen Manier eiskalt zugeschlagen – zum psychologisch bestmöglichen Zeitpunkt unmittelbar vor der Pause:

Bei einem gehörig misslungenen Versuch der Ismaninger von hinten herauszuspielen, profitierte SBC-Goalgetter Maximilian Probst in einer Billard-Situation von einem versprungenen Ball. Probst schnappte sich geistesgegenwärtig die Kugel, zog von halblinks ins Zentrum, tanzte mit einer Körpertäuschung herrlich auch den letzten Gegner aus – und kam aus Elfmeterdistanz frei zum Schuss. Doch FCI-Schlussmann Sebastian Fritz erwies sich als Retter seines Teams, war mit einem super Reflex unten im linken Eck – und bewahrte Ismaning so vor dem Rückstand (45.)! Eine hundertprozentige für die Gäste – aber auch ganz stark gemacht von beiden.

Gerechtes Remis zur Halbzeit

Dann war Pause – und es ging mit einer Nullnummer in die Kabinen. Ein Zwischenstand, der trotz der viertelstündigen Überlegenheit der Gastgeber und der Riesenchance für die Gäste aus Sicht beider so in Ordnung ging. Und beiden für die zweite Hälfte alle Möglichkeiten offen ließ.

Im zweiten Durchgang setzte sich die Ausgeglichenheit der Partie fort. Und auch die Tatsache, dass beide Mannschaften aufgrund solider Defensivarbeit und mangelnder Kreativität im Spiel nach vorne kaum zu Tormöglichkeiten kamen. Diesmal waren es allerdings die Gäste von der Traun, welche sich zuerst mit einer gefährlichen Torannäherung bemerkbar machten: Bei den Chiemgauern, die jetzt auch wieder mehr Zugriff hatten und dadurch öfter in des Gegners Hälfte vorzufinden waren, fasste sich Franz Eyrainer ein Herz - und hielt aus knapp über zwanzig Metern halbrechter Position drauf. Sein strammer Flachschuss verfehlte das linke untere Eck um etwa einen Meter (56.).

Letzte halbe Stunde ohne Torgelegenheiten

Es sollte leider Gottes der einzige wirkliche Torabschluss der Gäste in dieser zweiten Halbzeit bleiben. Auch wenn die Traunsteiner ihre Arbeit gegen den Ball jetzt wieder sehr souverän verrichteten, unter dem Strich ja auch in Halbzeit Eins nur wenig Konkretes zugelassen hatten und man sich um sie, was die Defensive Stabilität angeht, offensichtlich auch in der Bayernliga bei einem spielstarken Gegner keine großen Sorgen machen muss – nach Vorne war das definitiv zu wenig.

Die Möglichkeiten, die da gewesen wären – und von Hausherren, die Esprit und Tempo phasenweise gänzlich vermissen ließen, aber dennoch teilweise recht sorglos nach vorne spielten, geradezu angeboten wurden – wurden nicht ausgenutzt. Viel zu oft blieben die Angriffsbemühungen schon im Ansatz stecken, weil die letzte Konsequenz oder die zündende Idee fehlte, der Laufweg nicht stimmte oder das Anspiel zu schlampig war. Somit gab es die, sich sonst auch im Spiel auf der gewohnt soliden defensiven Basis in schöner Regelmäßigkeit einstellenden, eigenen Chancen für den SB Chiemgau heute nicht. Die Traunsteiner arbeiteten – aber in Sachen Offensive wollte ihnen nicht viel gelingen.

Kurz vor Schluss schlägt der FCI zu - Oyewoie macht's!

Obwohl die Ismaninger die ihnen zur Verfügung stehende Zeit fast schon lethargisch verstreichen ließen, in ihrer aufreizend gemächlichen Suche nach der nächsten freien Anspielstation nicht aus dem Quark kamen und sich so gut wie gar nicht entscheidend durchsetzen konnten – was auch daran lag, dass sie immer wieder Freistöße oder Bälle aus dem Halbfeld hoch in die Mitte schlugen, wo die Traunsteiner in Sachen Körpergröße ganz klar die Oberhand hatten und nichts anbrennen ließen – reichte das den Gästen ganz einfach nicht aus, um hier zu gewinnen.

Einen Punkt allerdings hätten sie hier aus Ismaning auf alle Fälle mitnehmen können – wäre da nicht die vertrackte 83. Minute gewesen: Bei einer der letzten Ecken der Hausherren brachte Tobias Killer den Ball von rechts eigentlich gar nicht mal gut herein – doch Traunsteins Abwehr ließ ihn erst irgendwie halbhoch passieren und brachte ihn dann im Strafraum nicht weg. Im anschließenden Gewühl im Strafraum wollte jeder Mal, die Ismaninger stocherten das Leder in Richtung Tor – und am rechten Pfosten kam Oyewoie, nicht im Abseits stehend, an den Ball und schob ihn zum vielumjubelten 1:0 ein!

Der glückliche Sieger heißt Ismaning

Es sollte der Siegtreffer sein. Die Randnotiz, dass FCI-Akteur Gianfranco Soave noch wegen Foulspiel und Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte sah, tat nichts mehr zur Sache (91.). Der eine Punkt, den die - abzüglich der mangelnden offensiven Kreativität – für einen Aufsteiger in einem nicht zu unterschätzenden Auswärtsmatch souverän auftretenden Schützlinge von SBC-Coach Jochen Reil verdientermaßen eingefahren hätten, war futsch. Und der glückliche Sieger hieß Ismaning. Auch wenn nach durchschnittlichen Bayernliga-Leistungen auf beiden Seiten ein Unentschieden wohl das gerechtere Ergebnis gewesen wäre – allzu sehr grämen wollte sich Reil im Anschluss an die Partie nicht:

„Klar ist das ärgerlich. Es gab heute schon einige Dinge, die mir gar nicht so gut gefallen haben – andererseits haben wir auch hohe Ansprüche an uns selbst. Wir hätten hier locker einen Punkt mitnehmen können – das ist ja auch eine Erkenntnis. Wir haben den Ball so oft in solch engen Spielen entscheidend über die Linie gedrückt – jetzt haben sie ihn dann halt drüber gedrückt. Damit muss man dann auch leben! Wir wissen woran wir arbeiten müssen. Für uns geht es nächste Woche weiter.“, so der Erfolgscoach des SB Chiemgau.

Quelle: rosenheim24.de

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