beinschuss.de im Gespräch mit Trainer Stanley König

Engelsberg seit eineinhalb Jahren ungeschlagen: „Wir haben eine gute Mischung“

TuS Engelbergs Trainer Stanley König.
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Ist mit seinem Team noch ungeschlagen: TuS Engelsbergs Trainer Stanley König. (hier noch in seiner Zeit beim SV Wacker Burghausen).

Engelsberg - Der TuS Engelsberg hat in dieser Saison noch keine Niederlage kassiert und lediglich vier Punkte liegen gelassen. Alles sieht nach einer perfekten Saison und dem Aufstieg in der Kreisklasse aus. beinschuss.de hat mit Trainer Stanley König über die Saison und den Grund für diesen Lauf gesprochen.

Der TuS Engelsberg spielt eine nahezu perfekte Saison. Der A-Klassist ist seit gut eineinhalb Jahren ungeschlagen in der A-Klasse 5 und ging in 19 Spielen 17 Mal als Sieger vom Platz. Nur zweimal teilte man sich mit dem Gegner die Punkte. Der TuS führt die Tabelle mit 53 Punkten an und ist heißester Anwärter auf den Aufstieg. Die Engelsberger haben zehn Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Chieming/Grabenstätt.


König: „Schade, dass sich jetzt wieder alles wegen Corona verzögert“

„Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Zudem haben wir uns gut verstärkt mit Akteuren von anderen Vereinen und von der eigenen U19. Die Jungs verstehen sich sehr gut“, sagt Trainer Stanley König gegenüber beinschuss.de. „Viele Spieler, mit denen ich schon seit zwei Jahren zusammenarbeite, wissen jetzt was ich will.“ Der gute Start mit vier Siegen am Stück habe laut dem Trainer die Mannschaft gepusht, anschließend blieb man neun Spiele ohne Punktverlust. „Gegen uns zu gewinnen ist schwierig“, betont König.


Auch nach der Corona-Zwangspause blieb der TuS Engelsberg in der Spur. Aus den vier Spielen seit dem Re-Start im September holte der A-Klassist die perfekte Ausbeute von zwölf Punkten. „Schade, dass sich jetzt wieder alles wegen Corona verzögert und wir nicht spielen können“, so der 48-Jähirge. „Aber die Gesundheit geht vor.“

Engelbergs Trainer: „Die Chancenverwertung könnte besser sein“

Die Engelsberger stellen mit nur 14 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga, lediglich die Offensive ist noch ausbaufähig. „Wir spielen uns viele Möglichkeiten heraus, doch die Chancenverwertung könnte besser sein. Da fehlt es uns noch etwas an Qualität. Hätten wir diese Chancen genutzt, hätten wir locker schon 85 Tore auf dem Konto“, sagt der Ex-Burghausen Trainer König. Mit 50 Treffern hat der TuS die drittbeste Offensive in der A-Klasse 5.

Zwar sieht alles danach aus, als ob Engelsberg in der nächsten Saison in der Kreisklasse spielen wird, doch der Trainer warnt. „Wir sind auf der Hut. Wir haben viele Spiele nur mit einem Gegentor Unterschied gewonnen. Zudem hat Chieming noch ein Nachholspiel und dann sind es nur noch sieben Punkte Vorsprung.“ Beide Teams treffen allerdings im kommenden Jahr noch aufeinander und gegen die oberen der Tabelle hat der TuS eine gute Bilanz. „Ich bin davon überzeugt, dass wir Erster bleiben“ betont der Coach. „Ob wir dann ungeschlagen Meister werden, ist mir nicht so wichtig.“

König über Anfragen andere Vereine: „Ich sehe mich nur in Engelsberg“

König ist nun seit drei Jahren Trainer beim TuS Engelsberg. Zuvor war er dreieinhalb Jahre beim SV Wacker Burghausen. Dort war er erst Co-Trainer der 1. Mannschaft, im Frühjahr 2017 stieg er dann zum Cheftrainer auf. Doch es blieb ein kurzes Intermezzo und so ging es im Sommer 2017 zum TuS Engelsberg. „Bei der 50-Jahre-Feier des Vereins wurde ich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann“, so König. „Der Verein stieg damals mit der Ersten aus der Kreisklasse ab und die Zweite musste den Gang in die C-Klasse antreten. Zehn Spieler haben zudem noch den Verein verlassen.“ König sagte nicht sofort zu, entschied sich dann allerdings doch die Aufgabe anzutreten. König: „Ich wusste, dass das viel Arbeit wird. Die ersten zwei Jahre waren nicht so einfach, jetzt allerdings läuft es.“

Immer wieder gebe es Anfrage von höherklassigen Vereinen, doch der 48-Jährige sieht sich aktuell in Engelsberg.  „Meine Kinder  sind noch jung, zudem spielen alle drei Jungs beim TuS Fußball. Durch die kurzen Wege habe ich mehr Zeit für die Familie“. Er scheint mit seinem Team auf dem richtigen Weg zu sein und könnte im Frühjahr den Aufstieg in die Kreisklasse feiern.

ma

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