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471 Tore in etwas mehr als 400 Spielen

Bessere Torquote als Messi oder Lewandowski: Bareuther ist Rekordtorjäger des SV Albaching

„Darauf bin ich verdammt stolz“: Matthias Bareuther ist Rekordtorschütze des SV Albaching.
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„Darauf bin ich verdammt stolz“: Matthias Bareuther ist Rekordtorschütze des SV Albaching.

Was für eine Torquote! 471 Tore erzielte Stürmer Matthias Bareuther in über 400 Spielen für den SV Albaching. Damit ist der 36-Jährige der alleinige Rekordtorschütze des A-Klassisten und das, obwohl er vier Jahre lang in höherklassigen Ligen spielten. beinschuss.de sprach mit Bareuther über seinen Rekord, seine Karriere und was in der aktuellen Saison noch möglich ist.

Albaching - Matthias Bareuther hat sich bereits während seiner aktiven Spielerkarriere Legendenstatus beim SV Albaching erarbeitet. Nach vier Jahren im höherklassigen Amateurbereich kehrte der Stürmer im Sommer 2011 zu seinem Heimatverein zurück und versetzte seitdem die Verteidiger in den A-Klassen in Angst und Schrecken.

Bareuther über seinen Rekord: „Das bedeutet mir sehr viel“

Der 36-Jährige ist seit November 2019 Rekordtorschütze in der Geschichte des SV Albaching. Er überholte damit seinen aktuellen Abteilungsleiter Alfred Trautbeck. Insgesamt erzielte Bareuther 471 Tore in Pflicht- und Freundschaftsspielen im Herrenbereich. Dafür benötigte er nur etwas mehr als 400 Spiele. „Es war klar, dass er mich eines Tages einholen wird”, sagt Trautbeck lachend.

Im Gespräch mit beinschuss.de erfährt der 36-jährige Angreifer erstmals davon. „Das war mir so gar nicht bewusst”, sagt er lachend. „Das finde ich richtig cool und bedeutet mir sehr viel.” Dabei erzielte er seine Tore sowohl mit links, als auch mit rechts. Nur Kopfballtreffer gelangen ihm selten.

„Ich bin verdammt stolz darauf“

Bareuther über seine gute Torquote

Mit seiner Torquote von 1.17 pro Spiel für den SV Albaching stellt er sogar internationale Top-Spieler wie Lionel Messi (Torquote von 1.15 Torquote in Barcelona), Cristiano Ronaldo (Torquote von 0,97 Torquote bei Real Madrid) oder Robert Lewandowski (Torquote von 0.92 für den FC Bayern München) in den Schatten.

„Klar ist der Unterschied vom Niveau her groß, aber egal in welcher Liga, du musst erstmal das Tor treffen”, betont der Albachinger, “deshalb bin ich verdammt stolz darauf. Ich möchte mich aber auch bei meinen Mitspielern bedanken, denn ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.”

Nur vier Jahre lang spielte Bareuther nicht für den SV Albaching. Mit 21 Jahren wechselte er zum TSV 1860 Rosenheim, der damals noch in der Landesliga spielte. Zuvor erzielte er sage und schreibe 38 Tore für Albaching in der A-Klasse. „Das war mein Rekordjahr”, betont der Stürmer und fügt hinzu: „In die Landesliga war es anschließend ein großer Sprung, aber ich habe mir das zugetraut.” 

Torschützenkönig in Wasserburg - zwei Jahre in der Landesliga in Markt Schwaben

Nach einer Saison und 27 Toren in der Bezirks- sowie Landesliga für die Sechziger zog es ihn weiter zum damaligen Bezirksoberligisten TSV 1880 Wasserburg. Dort ballerte sich der schnelle und kaltschnäuzige Angreifer mit 26 Toren zum Torschützenkönig, woraufhin er für zwei Jahre wieder in die Landesliga wechselte, diesmal zum FC Falke Markt Schwaben. „Das waren tolle vier Jahre. Ich wollte schauen, wie weit es für mich nach oben geht. Ich glaube, mit der Landesliga habe ich mein Maximum erreicht.”

Im Sommer 2011 kehrte er schließlich wieder nach Albaching zurück. „Mir waren meine Familie und die Freunde wichtiger. Ich habe in dieser Zeit mein Haus in Albaching gebaut, deshalb war es Zeit wieder heim zu kehren”, sagt Bareuther, der diesen Schritt nie bereut hat. “Hier ist einfach der Zusammenhalt groß, man kennt und hilft sich. Das schätze ich sehr.”

Seitdem ist er aus Albaching nicht mehr wegzudenken. „Er ist unsere Lebensversicherung”, sagt Abteilungsleiter Trautbeck. “Er schießt eine Menge Tore, ist unser Kapitän und ein wichtiges Vorbild.” In der Folge wurde der SVA-Stürmer achtmal Torschützenkönig, nur zweimal landete ein anderer vor ihm. „Leider hat es mit dem Aufstieg nie geklappt”, so Bareuther.

Bareuther ließ Angebote andere Vereine aus: „War der Aufwand nicht wer“

Aber auch er selber will nicht mehr weg von seinem Heimatverein. „Es gab natürlich auch in den vergangenen Jahren immer wieder Anfragen von anderen Vereinen. Ich war und bin immer sehr ehrgeizig und es hat mich auch geehrt, wenn die Teams angerufen haben, aber am Ende war es mir der Aufwand nicht wert.” So ließ er die Angebote beispielsweise aus Buchbach oder zuletzt Amerang aus. 

In einer Kategorie führt Trautbeck allerdings noch. Auf 1.126 Einsätze kommt der heutige Abteilungsleiter, das wird für Bareuther fast unmöglich einzuholen. Auch, wenn er noch nicht ans Aufhören denkt. „Auch meine Frau fragt mich immer, wie lange ich noch auflaufen will. Ich setzte mir da aber keine Grenzen. Solange es mein Körper mitmacht, ich noch mithalten und Tore schießen kann, werde ich noch spielen”, betont der 36-Jährige.

Bareuther will in dieser Saison 20 Tore erzielen und den Klassenerhalt schaffen

Doch Bareuther gibt auch zu, dass er sein Alter mittlerweile spürt. „Ich merke, dass ich nicht mehr der Schnellste bin.” Und auch seine Torausbeute in dieser Saison stockt, zehn Tore erzielte er in der Hinserie. “Das ist nicht befriedigend.”

Diese will er nun im neuen Jahr aufstocken und nach eigener Aussage auf mindestens 20 Treffer kommen. „Das ist mir sonst auch immer gelungen”, so Bareuther, der betont: „Zudem wollen wir als Mannschaft den Klassenerhalt erreichen.” Um dieses Ziel zu erreichen, will er mit seinen Toren helfen. Damit würde er gleichzeitig seinen Vorsprung in der ewigen Torschützenliste von Albaching weiter auszubauen. Seinen Platz in den Geschichtsbüchern hat er bereits sicher.

ma

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