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Verbraucher-Tipps

Energie sparen: Das sind die größten Verbraucher im Haushalt

Steckdose
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Energie sparen: Das sind die größten Verbraucher im Haushalt

Ist die Stromrechnung zu hoch? Mit diesen Tipps findet Ihr heraus, wo im Haus die größten Stromfresser sind – und wie man Energie sparen kann.

Die hohen Strompreise lassen Verbraucherinnen und Verbraucher in ganz Deutschland zittern. Damit die Rechnung nicht noch weiter in die Höhe schießt, können Mieter oder Hausbesitzer allerdings einige Dinge im Alltag beachten. Welche Geräte die größten Stromfresser sind und wie man bei ihnen Energie und damit Geld sparen kann, im Überblick.

In kaum einem anderen Land kostet Strom so viel wie in Deutschland. Etwa 31,80 Cent pro Kilowattstunde zahlen Verbraucherinner und Verbraucher laut Angaben des Vergleichsportals Verivox hierzulande. Zum Vergleich: In unserem Nachbarland Niederlande sind es gerade einmal 16,5 Cent pro Kilowattstunde. Zudem steigen die Preise immer weiter. In den vergangenen zwölf Monaten sind sie laut Verivox um fast 40 Prozent (38,8 %) gestiegen. „Die Strompreise in Deutschland befinden sich auf einem historischen Allzeithoch“, erklärte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck im Januar 2022.

Die größten Stromfresser im Haushalt: So sparen Verbraucher richtig Geld

Viele Menschen suchen sich deshalb andere Stromanbieter. Vor allem Versorger mit günstigen Tarifen werden regelrecht überrannt. Wer den Energieversorger wechseln möchte, sollte vor allem vergleichen – denn die Preise für neue Stromverträge variieren auch in den Regionen stark. Doch über den eigenen Verbrauch sollte man sich ebenfalls Gedanken machen. Wie viel Strom ein Haushalt verbraucht, hängt zuallererst davon ab, wie viele Personen darin leben. Es gibt allerdings auch regelrechte Stromfresser, die viel Energie kosten und das macht sich am Ende eben auf der Rechnung bemerkbar.

Gerade in Corona-Zeiten, wo viele Menschen zu Hause bleiben und im Homeoffice arbeiten, wird viel Strom bei der Kommunikation und Unterhaltung verbraucht. Fast ein Drittel des Stromverbrauchs entfällt durchschnittlich auf diesen Bereich, wie die Verbraucherzentrale erklärte. Empfohlen wird deshalb auch bei Fernseher, Computer und Spielekonsolen zu schauen, ob sich vielleicht effizientere Geräte lohnen. Verbraucherinnen und Verbraucher können zudem ganz einfach Strom sparen, indem sie generell bei allen Geräten den Standby-Modus vermeiden. 

Hohe Stromkosten: Bei Kühlschrank und Co. Energie sparen

Der nächste Stromfresser im Haushalt sind alte Großgeräte. Wer noch die Waschmaschine von den Eltern zu Hause stehen hat, sollte sich überlegen, ob sich nicht ein neueres Gerät lohnt. Vor allem alte Kühlschränke und Gefriergeräte können richtige Stromfresser sein – denn sie laufen ununterbrochen. Beim Kauf eines neuen Kühlschranks lohnt sich dann ein Blick auf das Energielabel – am besten ist A+++.

GerätOptimale Temperatur
Kühlschrank7 - 8 Grad Celsius (gemessen im mittleren Fach)
Gefrierschrank18 Grad Minus

Auch bei der Nutzung gibt es einige Tipps. So sollten Kühlschränke möglichst nicht neben warmen Geräten stehen. Auch die richtige Temperatur einzustellen, ist wichtig. „Acht Grad wird empfohlen als richtige Kühlschranktemperatur für den mittleren Bereich des Kühlteils“, so Norbert Endres, Energieberater der Verbraucherzentrale, gegenüber br.de. Damit die Produkte und nicht nur die Luft im Kühlschrank gekühlt wird, sollte man Kühlschränke zudem gut füllen. Bei Gefriergeräten gilt: regelmäßig abtauen.

Heizungspumpe als Stromfresser: Verbraucher können bis zu 80 Prozent sparen

Ein weiterer Stromfresser können alte Heizungspumpen sein. Sie zählen laut dem Energiekonzern Eon sogar zu den größten Stromfressern im Haushalt. Denn damit aus kaltem Wasser warmes wird, braucht es Strom – und nicht gerade wenig. Ein altes Modell durch ein neues auszutauschen, kann sich richtig lohnen. Laut haus.de verbrauchen neuere Geräte bis zu 80 Prozent weniger Energie. Wie auch bei anderen Geräten sollte beim Kauf auf eine möglichst gute Energieeffizienzklasse geachtet werden.

Beim Kochen lässt sich ebenfalls richtig Strom sparen. Elektroherde sind wahre Stromfresser, deshalb sollte man den Verbrauch möglichst gering halten. Die Verbraucherzentrale rät: Wer nicht nur Strom, sondern auch Zeit sparen möchte, sollte mit Deckel kochen, außerdem wenig Wasser verwenden und das Wasser erst im Wasserkocher aufkochen, statt im Topf.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist auch das Vorheizen des Backofens. Das ist nämlich oft nicht nötig. Vor allem bei Kuchen, Brot oder Tiefkühlware, wo sich relativ spät eine Kruste bildet, muss der Ofen nicht unbedingt vorgeheizt werden. Sogar die Bundesregierung erklärt, dass bei neueren Öfen, das Vorheizen „normalerweise nicht nötig ist“. Bei Umluft sei es außerdem möglich, die Backtemperatur 20 bis 30 Grad niedriger einzustellen. „Umluft ist somit effizienter als Ober- und Unterhitze.“ Noch stromsparender ist ein Induktionsherd, denn der verbraucht 40 Prozent weniger Energie.

Strom: Wenn die Beleuchtung zum Stromfresser wird – Tipps zum Energiesparen

Die Beleuchtung im Haus kann ebenfalls zum großen Stromfresser werden. Dann nämlich, wenn statt LEDs oder Energiesparlampen noch Halogenlampen oder Glühbirnen genutzt werden. Damit können bei der Beleuchtung bis zu 90 Prozent weniger Strom verbraucht werden. Richtig viel Energie kosten auch Steh- oder Tischlampen mit Netzteil. Denn auch wenn sie aus sind, verbrauchen sie Strom. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, den Stecker zu ziehen oder eine abschaltbare Steckerleiste zu nutzen.

Und auch der Wäschetrockner verbraucht richtig viel Strom. Etwa 325 Kilowattstunden pro Jahr sind es laut haus.de. Dort lohnt sich ebenfalls ein energieeffizientes Gerät. Zudem sollte man die Maschine immer gut füllen und vor allem im Frühling und Sommer die Wäsche draußen trocknen, statt im Wäschetrockner.

ID/red