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Verbraucher-News

Smoothies im Öko-Test: „Zuckerbomben“ – Mehrere Produkte fallen durch

Für viele gehören Smoothies praktisch abgefüllt aus dem Supermarkt dazu. Jetzt hat Öko-Test einige Produkte genauer unter die Lupe genommen.

Kassel – Ob zum Frühstück oder als gesunde Alternative für zwischendurch: Smoothies gibt es im Supermarkt in zahlreichen Variationen und Farben. Die Flaschenetiketten versprechen die tägliche Portion Obst und Gemüse zu ersetzen.

Doch sind sie wirklich so gesund wie sie aussehen? Öko-Test* hat jetzt einige Produkte genauer untersucht– mit einem überraschenden Ergebnis.

Smoothies im Test: Öko-Test untersucht 20 Produkte

Insgesamt 20 rote Smoothies hat das Verbrauchermagazin herangezogen. Die Preise liegen zwischen 0,66 und 2,39 Euro pro Liter.

Die Zutaten sind dabei ganz unterschiedlich. Einige Produkte enthalten Traube oder Rote Beete, andere wiederum Banane, Orange oder Drachenfrucht. Schmecken tun sie den Testerinnen und Testern zufolge zumindest alle.

Zu einer gesunden Ernährung gehören für viele Smoothies dazu. Öko-Test hat einige Produkte unter die Lupe genommen. (Symbolbild)

Smoothies bei Öko-Test: Das sind die Testsieger

Insgesamt empfiehlt Öko-Test acht Produkte mit den Noten „sehr gut“ oder „gut“. Darunter befinden sich auch vier Bio-Smoothies. Und das, obwohl in fast allen Smoothies Spuren von Pestiziden nachgewiesen wurden.

Am besten bewertet wurde ein Produkt von Rewe*. Dabei handelte es sich um den „Rewe to go Cassis Brombeer Apfel Smoothie“. Aber auch der „Dm Bio Smoothie Apfel, Holunder, Aronia & Himbeere“ schnitt mit der Bestnote „sehr gut“ ab.

Das sind die Testsieger bei Öko-Test:

  • Rewe to go Cassis Brombeer Apfel Smoothie
  • Dm Bio Smoothie Apfel, Holunder, Aronia & Himbeere
  • Alnatura Smoothie Beerenfrucht
  • Innocent Smoothie Ananas Erdbeere & Apfel
  • Proviant Smoothie Erdbeere-Banane
  • Rio D‘Oro Smoothie Red #7

Smoothies: Das sind die Verlierer bei Öko-Test

Allerdings fallen drei Produkte mit „ausreichend“ durch. Das liegt unter anderem an den enthaltenen Pestiziden, etwa die Pflanzenschutzgifte Captan oder Flupyradifuron. Auch Rückstände von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln (Chlorat) wiesen die Testerinnen und Tester nach.

Das sind die Verlierer bei Öko-Test:

  • Globus Fresh ‚n‘ go Pink Flamingo Smoothie
  • K-to go Banane Traube Cranberry Granatapfel Acai Smoothie
  • Solevita Red Smoothie

Smoothies bei Öko-Test: Zuckergehalt entspricht dem einer Cola

Wie die Laborauswertung von Öko-Test ergab, wurde in allen Produkten viel Zucker nachgewiesen – und das nicht zu wenig. So lagen die Werte meist über 10 Gramm pro 100 Milliliter. Das entspräche Öko-Test zufolge dem Gehalt einer Cola. Damit stecken in einer handelsüblichen 250-Milliliter-Flasche 25 Gramm Zucker. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das bereits eine Tagesdosis an natürlichem Zucker für Erwachsene.

Auch wenn es sich in den Smoothies um fruchteigenen Zucker handelt, kritisierten die Expertinnen und Experten von Öko-Test den Gehalt. „Für die Hersteller wäre es ein Leichtes, den Zuckergehalt zu senken. Statt süßem Bananenmark könnten sie mehr rote Beeren in die roten Smoothies rühren“, so das Magazin.

Interessante und hilfreiche Verbraucher-News*: Weitere Artikel finden Sie auf unserer Themenseite und in unserem wöchentlichen Verbraucher-Newsletter*.

Während es Zucker zuhauf gibt, fehlt in zwei Smoothies Vitamin C. Das sei Öko-Test zufolge nicht nachweisbar gewesen. Aber auch die anderen Produkte liegen mit den Gehalten auf einem niedrigen (unter 10 Milligramm pro 100 Milliliter) bis mittleren Niveau (10 bis 30 Milligramm pro 100 Milliliter). Lediglich der „San Lucar Smoothie Beerenmix“ hat einen hohen Gehalt. Allerdings kommt dieser nur auf die Gesamtbewertung „ausreichend“.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ab und zu einen Smoothie

Insgesamt lässt sich sagen, dass Smoothies gesund sind. Täglich werden drei Portionen Gemüse (zirka 400 Gramm) und zwei Portionen Obst (zirka 250 Gramm) empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät zudem bis zu zwei Portionen hin und wieder durch einen Smoothie zu ersetzen. Wichtig ist laut DGE außerdem: Der Smoothie sollte mindestens 50 Prozent Obst und Gemüse enthalten.

Das sollte nicht enthalten sein:

  • zugesetzter Zucker
  • Zusatzstoffe
  • Zusatz von isolierten Nährstoffen
  • Quelle: DGE

„Smoothies sind Zuckerbomben. Aber sie enthalten immerhin noch einige wertvolle Bestandteile aus Früchten“, bilanzierte Öko-Test-Redakteur Frank Schuster die Untersuchung.

Erschreckende Ergebnisse hat Öko-Test zuletzt bei Müsli* festgestellt. In bekannten Produkten wurden Schadstoffe nachgewiesen. (kas) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Juan carlos Tardio/imago

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