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Schwere Krankheitsverläufe drohen

Bundesweiter Rückruf von beliebtem Käse: Hersteller warnt vor großer Gesundheitsgefahr

Ein mit Bakterien verunreinigter Rohmilchkäse ist zurückgerufen worden. Vor dem Verzehr wird dringend abgeraten. Es drohen teils schwere Krankheitsverläufe.

Saint-Hilaire-de-Briouze/Frankreich - Normalerweise lässt dieser Käse aus Rohmilch die Herzen von Gourmets höherschlagen: der Käse „au lait cru“ gilt als wahrer Gaumenschmaus. Milchsäurebakterien verleihen dem Produkt ein sehr intensives Aroma, was aber so manch einen dazu verleitet, auf den Genuss des Käses zu verzichten. Ecoli Bakterien hingegen sind für den Geschmack nicht gerade förderlich, weshalb ein französischer Hersteller einen bundesweiten Rückruf* gestartet hat. Betroffen ist dabei der „Camembert de Terroir au lait cru - Bertrand Père & Fils“.

Rückruf von Camembert: Diese Charge ist betroffen

  • Artikel: Camembert de Terroir au lait cru - Bertrand Père & Fils
  • Verpackungseinheit: 250g Packung
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 27.01.2022
  • Los-Kennzeichnung: 334513
  • EAN: 3267031320300

Käse-Rückruf von französischen Hersteller: Bakterien nachgewiesen

Das Unternehmen Gillot SAS mit Sitz in der Käsehochburg Normandie informiert die Verbraucher über den Rückruf des Produkts Camembert Bertrand (Camembert de Terroir au lait cru). Der Käse in der 250-g-Packung. Es wurden die gesundheitsgefährdenden Bakterien Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) nachgewiesen. Laut dem Robert-Koch-Institut würden sich die sogenannten EHEC-Bakterien mit Durchfall und Bauchschmerzen bemerkbar machen. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und selten auch Fieber. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem. Bei manchen Erkrankten kann es zu blutigem Stuhl und krampfartigen Abdominalscherzen kommen.

Schwere gesundheitliche Folgen bei Verzehr des Camemberts

In wenigen Fällen kann es bei Kleinkindern in einem zweiten Schub nach Einsetzen des Durchfalls zu einem akuten Nierenversagen kommen. Sollten Käufer das Lebensmittel verzehrt haben und anhaltende Symptome beobachten, wird dringend dazu geraten, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Eine EHEC-Infektion sollte in diesen Fällen nicht ausgeschlossen werden. Werden keine Symptome entwickelt, ist es nicht sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Dazu rät das Portal Lebensmittelwarnung, das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betrieben wird.

Bundesweiter Vertrieb von „Camembert de Terroir au lait cru“

Das Unternehmen reagierte umgehend und ließ das betroffene Produkt aus dem Verkauf nehmen. Weitere Produkte des Herstellers und anders lautenden Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargen sind vom Rückruf nicht betroffen. Der Käse wurde bundesweit über verschiedene Vertriebswege in den Verkehr gebracht. Der Hersteller entschuldigt sich für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Im Schreiben von Gillot SAS wurden keinerlei Angaben zur Rückgabe gemacht. produktwarnung.eu empfiehlt aus diesem Grund die Rückgabe des Käses in den Verkaufsstellen mit Hinweis auf den Rückruf.

Erst kürzlich war auch der Drogeriemarkt dm von einem Rückruf betroffen. Ein anderes Produkt steckte in einer Verpackung, sodass die Verwechslung für Kunden fatale Folgen haben könnte. (ale)

*Merkur.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia/ Alla Kostomarova

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