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Unilever macht Gewinn und erhöht weiter die Kosten für Kunden

Kaufland, Lidl und Co.: Produkte jetzt noch teurer – ist der Hersteller schuld?

Produkte sollen teurer werden
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Produkte noch teurer dank Unilever. Hersteller erhöht weiter Preise.

Kaufland/Lidl/Aldi: Kunden der Lebensmittel-Riesen müssen mehr bezahlen. Konsumgüterkonzern Unilever sieht Verantwortung beim Handel.

Erst Anfang April hatte Aldi offen über die ersten massiven Preiserhöhungen gesprochen, wie echo24.de berichtet hat. Der Discounter-Riese hatte dabei aber auch angedeutet, wie die Kosten sinken könnten. Bei Kaufland und Lidl aus der Schwarz-Gruppe, mit Sitz in Neckarsulm, war man diesbezüglich deutlich zurückhaltender. Die Lebensmittelunternehmen äußerten sich nur zögerlich.

Jetzt müssen die Kunden bei den Supermärkten und Discountern bei noch mehr Produkten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wie in mehreren Wirtschafts- und Finanzzeitung zu lesen war, erhöht der Konsumgüterkonzern Unilever weiter Preise für bestimmte Produkte.

Folgen für Kaufland und Co.: Unilever macht Gewinn mit Preissteigerung und erhöht weiter

Mit Blick auf das enorme Wachstum von Unilever scheint die erneute Preiserhöhung unangebracht. Laut Handelsblatt hat das Unternehmen einen Start ins Jahr 2022 mit steigenden Erlösen hingelegt – „um 11,8 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in London mitteilte“. Profitiert hat man dabei dem Bericht zufolge besonders von Preiserhöhungen. Diese haben mehr als acht Prozent des Wachstums ausgemacht.

Unilever

Unilever ist ein britischer Konzern mit Sitz in London. Das Unternehmen ist weltweit einer der größten Hersteller von Verbrauchsgütern. Laut eigener Angaben gehören rund 400 Marken in über 190 Ländern zu dem Konzern. Zu den Hauptgeschäftszweigen gehört die Produktion von Nahrungsmitteln, Körperpflege- sowie Haushaltsprodukte, Kosmetika und Textilpflegeprodukten. Unter den Marken sind unter anderem Knorr, Langnese, Pfanni, Mondamin, Domestos und Ben & Jerry´s.

Jetzt also sollen die Preise weiter steigen. Unter anderem bei Kaufland, Lidl und Aldi gehen damit die Einkaufskosten der Kunden weiter nach oben. Als Grund nennt auch Unilever die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Auf Nachfrage von echo24.de heißt es dazu: „Unsere Branche erlebt, wie viele andere auch, einen starken Anstieg der Kosten für Rohwaren. Die aktuelle Situation hat dies noch einmal verschärft.“

Produkte bei Kaufland, Lidl und Aldi teurer: Unilever will mögliche Verluste auffangen

Dazu schreibt das Finanzmagazin Handelsblatt, dass die Verantwortlichen „von deutlich höheren Kosten in der zweiten Jahreshälfte“ ausgehen als bislang. Gegenüber der Redaktion gab Unilever an, dass die Preissteigerungen das Unternehmen hart träfen. Betroffen seien demnach „nicht nur bei Rohwaren, sondern auch bei Dienstleistungen und Transport“.

Betroffen von den Preissteigerungen sind dem Handelsblatt-Bericht zufolge dann bei Lidl, Kaufland und Aldi Produkte wie Pfanni, Dove oder auch Langnese. Der Herstellungs-Gigant Unilever geht demnach „von Kosten von 2,7 Milliarden Euro für das zweite Halbjahr aus“. Gerechnet hatte man mit rund 1,5 Milliarden Euro. Die höheren Preise sollen also größere Verluste abfangen.

Unilever erklärt Preiserhöhungen: Lidl verzichtet auf Statement

Wie die Preise bei den Kunden ankommen, dazu wollte sich Lidl auf Anfrage nicht äußern. Man wolle „zur Preisgestaltung grundsätzlich keine Angaben machen“. Auch Kaufland hält sich zurück, will aber auch versuchen „weiterhin eine große Auswahl zu günstigen Preisen“ anzubieten. Bei Aldi sollen nach eigenen Angaben gegenüber der Redaktion erst alle Möglichkeiten geprüft werden, „Mehrkosten anderweitig - auch durch Reduktion unserer Marge - aufzufangen“.

Unilever gab dagegen an, man lege den Schwerpunkt darauf, „sicherzustellen, dass trotz der vielen Einschränkungen die benötigten Rohstoffe zu den Werken gelangen“. Man wolle weiter das umfangreiche Produktportfolio uneingeschränkt anbieten.

Weiter schreibt der Konsumgüterkonzern: „Zudem unternehmen wir große Anstrengungen, die eigenen Kosten maximal zu reduzieren, ohne Kompromisse bei der Qualität unserer Produkte einzugehen. Investitionen in Innovationen, Marketing und unsere Mitarbeitenden sind unerlässlich, da uns dies als großen Markenartikler auszeichnet“.

Sinkende Preise: Unilever sieht Verantwortung bei Lidl, Kaufland und Co.

Große Hoffnungen auf zeitnah sinkende Preise in den Regalen bei Lidl, Kaufland, Aldi und Co. gibt es für die Kunden daher nicht. Unilever geht da auch sehr offensiv mit den Preissteigerungen um: „Pläne, wie wir diese gestiegenen Kosten weitergeben können, sind daher unabdingbar.“

Angaben zu fallenden Preisen gab es keine: „Ebenso können wir Ihnen auch keine Auskünfte zu möglichen zukünftigen Preissenkungen geben, da diese von vielen Faktoren wie beispielsweise Rohstoffpreisen und Transportkosten abhängen.“ Mögliche Preisregulierungen schiebt Unilever in Richtung Kaufland und Co. und erklärt abschließend: „Zudem liegt die Preishoheit beim Handel.“ Zumindest Aldi erklärte, sobald sich die Situation am Markt entspannt, „werden Preisvorteile umgehend in unseren Verkaufspreisen berücksichtigt“.

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