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Energiekrise

Gasumlage berechnen: 2,42 Cent werden zum Kosten-Schock für Verbraucher

Durch die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine steigen in Deutschland die Kosten. Nun kommt noch die Gas-Umlage obendrauf.

Deutschland – Sie soll Gasimporteure vor dem Aus und uns letztendlich vor Versorgungsengpässen schützen: die Gas-Umlage. Für deutsche Haushalte bedeutet es konkret, dass bald rund 2,42 Cent pro Kilowattstunde Gas mehr bezahlt werden muss. Nach drei Monaten könnte der Betrag sogar steigen. Die Gas-Umlage belastet Privatpersonen und Firmen zusätzlich zu den sowieso gestiegenen Energiekosten, schreibt RUHR24.

ThemaGasumlage
StartOktober 2022
Kosten2,42 Cent pro Kilowattstunde Gas

Gasumlage kommt ab Oktober – Ziel ist es, Gasimporteure vor der Pleite zu retten

Grund für die Situation ist der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Deutschland hat sich mit der Ukraine solidarisiert und Sanktionen gegen Russland erhoben. Die Folgen sind unter anderem Engpässe bei Gaslieferungen, weil Russlands Präsident Putin die Lieferungen nach Deutschland begrenzt hat, um Druck auszuüben. Gasimporteure bekommen das zu spüren, mit deutlich höheren Beschaffungskosten, wie die Tagesschau berichtet.

Gasimporteure sind nämlich verpflichtet, Gas zu liefern, insbesondere an die Stadtwerke. Durch länger festgelegte Preise können sie ihre Zusatzkosten bisher nicht an die Kunden weitergeben. Die Politik befürchtet, dass deswegen viele Gasimporteure Pleite gehen könnten, was für die Verbraucher weitere Lieferengpässe bedeuten würde, berichtet die TZ (mehr Service-News bei RUHR24).

Damit es gar nicht erst so weit kommt, hat die Bundesregierung die Gasumlage beschlossen. Haushalte und Firmen zahlen Geld, was an die Konzerne weitergegeben wird, damit diese nicht schließen müssen und weiter Gas beschaffen. Die Gasumlage kommt ab Oktober, soll bis Ende März 2024 gelten und liegt bei 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Das hat das Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber Trading Hub Europe am Montag (15. August) öffentlich gemacht.

Millionen Haushalte zahlen ab Oktober mehr für die Heizung – eine Gruppe wird entschädigt

In Deutschland trifft das Millionen Haushalte, die mit Gas heizen oder Mischsysteme nutzen. Mieter ohne Gasheizung müssen trotzdem mit einer deutlich höheren Nebenkostenabrechnung und gegebenenfalls Heizkostenabschlägen rechnen. Wer mit Gas heizt und in einer 3- bis 4-köpfigen Familie lebt, zahlt nach Modellrechnungen um die 500 Euro mehr im Jahr – bei Paaren sind es zwischen 300 und 400 Euro mehr.

Energie sparen wird ab Herbst noch wichtiger. Die Gasumlage kommt.

Für Menschen, die wenig Geld verdienen, kann die momentane Situation sehr belastend sein. Deshalb haben sich die Bundesregierung und das Land NRW dafür entschieden, Bürgern die Wohngeld beziehen, eine Entlastung zu zahlen. Der einmalige Heizkostenzuschuss wird automatisch ausgeschüttet und liegt je nach Haushalt bei um die 300 Euro.

Durch die gestiegenen Energiekosten senkt die Stadt Dortmund die Temperatur in Schwimmbädern. In Bochum bleibt der Förderturm am Bergbaumuseum aktuell nachts dunkel.

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/Imago

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