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Bundesnetzagentur warnt

Gas-Krise: Hunderttausende Gasthermen könnten ausfallen

Der Chef der Bundesnetzagentur warnt vor einer drastischen Gas-Knappheit in Deutschland. Auch private Gasthermen könnten ausfallen.

Kassel - In Folge des Ukraine-Konflikts könnten in Deutschland bald hunderttausende private Gasthermen ausfallen. Davor warnt Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, gegenüber der Funke Mediengruppe. Dieses Szenario könnte eintreten, wenn in einer Region in Deutschland der Druck in den Gasleitungen unter ein Mindestmaß fällt.

Dieser Druckabfall könnte zustande kommen, wenn die örtlichen Gasversorger nicht mehr genug Gas erhalten. Diese kaufen Gas bei Großhändlern ein, die es wiederum unter anderem aus Russland beziehen. Vor wenigen Tagen hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) davor gewarnt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Gaspipeline Nord Stream 1 nach den Wartungsarbeiten abdrehen könnte. Dann wäre Deutschland mit einer drastischen Gas-Knappheit konfrontiert.

Deutschland droht eine Gas-Knappheit (Symbolfoto).

Gas-Knappheit in Deutschland: Bundesnetzagentur-Chef warnt

Im Notfall würde die Bundesnetzagentur Gasreduzierungen in der Industrie anordnen, sagte Müller – um einen solchen Druckabfall abzuwehren. Es sei auch denkbar, dass Schwimmbäder ihr Wasser weniger oder gar nicht mehr heizen. Zudem müsste nicht-systemrelevante Industrie vom Netz gehen. Als Beispiel nannte Müller eine Fabrik für Schokoladenkekse.

Das Problem an den Gasthermen in privaten Haushalten: Sie müssen nach Angaben von Müller von geschultem Personal händisch wieder in Betrieb genommen werden. „Ein solches Szenario kann niemand wollen, weil es sehr lange dauern würde, die Gasversorgung wiederherzustellen“, so Müller. Für die Haushalte in der betroffenen Region hieße das, dass es so lange keine Heizung und kein warmes Wasser gibt. Jede zweite Wohnung in Deutschland wird mit Gas beheizt.

Eine weitere Möglichkeit sei eine massive Preissteigerung für Endkunden. Das sei rechtlich für alle Kunden auch in bestehenden Verträgen möglich, da es sich um eine Notlage handele. Durch die Gasknappheit müssen heute schon Großhändler und Gasversorger Gas oftmals teurer einkaufen als sie es an die Endkunden verkaufen können. Die Schieflage könnte sich noch weiter verschärfen, Stadtwerke und Großhändler könnten in die Insolvenz rutschen. Würden die Gaspreise durchgereicht, stünden jedoch viele Privathaushalte vor für sie unbezahlbaren Rechnungen. Müller spricht von einer Verdreifachung der Rechnung, vor allem für jene Regionen, in denen bisher russisches Gas vorherrschend ist. (Jan Wendt)

Unterdessen könnten Verbraucherinnen und Verbraucher von einem neuen Gesetz böse überrascht werden.

Rubriklistenbild: © photothek/Imago

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