Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Energiekrise

100 Euro pro Person: Ökonomen fordern monatliche Energiepauschale

Die Energiekrise hält an. Ökonomen schlagen deshalb nun die regelmäßige Zahlung einer Energiepauschale an Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen vor.

Kassel – Neben Inflation und steigenden Energiekosten wird weiter über Maßnahmen zur Entlastung von Haushalten in Deutschland diskutiert. Manche Ökonomen halten dabei auch ein monatliches Energiegeld für eine wichtige Maßnahme. So schlug Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) Zahlungen von 100 Euro pro Person und Monat vor. Diese sollten über einen Zeitraum von 18 Monaten ausgezahlt werden.

Im Interview mit RTL erklärte Fratzscher, dass eine solche Zahlung, besonders für Familien mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 5.000 bis 6.000 Euro brutto ein wichtiges Mittel sein könne. Dies sei eine „zielgenaue und ausreichende Entlastung“, um nicht nur steigende Strom-, sondern auch Lebensmittelkosten zu bewältigen, sagte Fratzscher im Interview.

Marcel Fratzscher, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, schlägt eine monatliche Energiepauschale von 100 Euro pro Person vor.

Mit Energiepauschale Haushalte und Familien entlasten

Auch eine neue Auflage der Energiepauschale könnte ein Mittel sein, um Haushalte zu entlasten. Dies schlug Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, im Gespräch mit der dpa vor. Diese solle aber vor allem diejenigen berücksichtigen, die von der aktuellen Pauschale nicht profitieren. Dullien nennt dabei vor allem Rentner mit niedrigem Einkommen, die aber kein Wohngeld beziehen.

Einmalzahlungen des Entlastungspakets von März 2022
Energiepauschale für alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen300 Euro
Einmalzahlungen für alle Empfänger von Sozialleistungen200 Euro
Einmalzahlungen für alle Empfänger von Arbeitslosengeld I100 Euro
Kinderbonus 2022100 Euro pro Kind
Manche Ökonomen fordern nun ein monatliches Energiegeld, um steigende Kosten zu bewältigen.

Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung während der Energiekrise schließen das 9-Euro-Ticket, einen Heizkostenzuschuss für Wohngeldbeziehende, und den Tankrabatt ein. Auch eine einmalige Energiepauschale für alle Einkommensteuerpflichtigen wurde im März beschlossen. Diese soll im September ausgezahlt werden. Arbeitslose erhielten stattdessen eine Einmalzahlung im Juli. Ein neues Entlastungspaket könnte schon im Herbst folgen. (Nils Tillmann)

Rubriklistenbild: © B. Leitner/IMAGO

Kommentare