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Seit Ukraine-Krieg

Preise für Backwaren steigen rasant: Kostet das Brot schon bald 10 Euro?

Die Preise für Brot und andere Backwaren steigen derzeit stark an. Grund ist der Krieg in der Ukraine.
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Die Preise für Brot und andere Backwaren steigen derzeit stark an. Grund ist der Krieg in der Ukraine.

Die Preise für Getreide und Mehl steigen wegen des Ukraine-Kriegs weiter an. Bäckereien müssen daher die Preise für Brot und weitere Backwaren enorm anziehen.

Kassel – Aktuell erreichen die Preise für Rohstoffe, darunter Getreide, Mehl und Hefe, durch den Ukraine-Konflikt ein neues Höchstniveau. Bundesweit sind Bäckereien und Backwaren-Hersteller von der Verteuerung unmittelbar betroffen. Mit Blick auf die Zukunft kam aus Reihen des Bauernverbands die Ankündigung, dass ein Laib Brot bald schon zehn Euro kosten könnte. Darüber berichtete das Handelsblatt.

Nicht nur wichtige Lebensmittel werden bei Aldi, Lidl & Co. wegen des Kriegs in der Ukraine knapp, auch steigen die Weltmarktpreise für Weizen, Roggen & Co. derzeit enorm an. Russland und die Ukraine gehören schließlich zu den wichtigsten und größten Weizenproduzenten. Seit der russischen Invasion in der Ukraine müssen Hersteller daher deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um Backwaren zu produzieren. Und auch Kundinnen und Kunden müssen demnächst wohl immer tiefer in den Geldbeutel greifen, um ein Brot oder ein paar Brötchen kaufen zu können.

Folgen des Ukraine-Kriegs: Preise für Brot & Co. steigen enorm

Thomas Bode, ein Bäckermeister aus Thüringen, berichtete gegenüber Focus Online, dass er zuletzt die Preise seiner Produkte wegen steigender Kosten um etwa 20 Prozent anheben musste. Normalerweise sind es die Herstellungskosten, darunter Personalkosten, die den größten Anteil des Preises ausmachen. Doch das hat sich laut Bode bereits geändert: „Die Rohstoff- und Energiekosten bewegen sich mittlerweile auf gleichem Niveau wie die Herstellungskosten“, sagte er Focus Online.

Dass die Backwaren nun ansteigen, habe aber nicht nur negative Auswirkungen: „Dadurch bekommen Backwaren den Wert, den sie haben müssten“, betonte der Bäckermeister. Sie werden gezielter gekauft und auch weniger weggeschmissen.

Um aber allen Menschen, unabhängig von ihrer finanziellen Lage, den Kauf von Bäckerei-Produkten zu ermöglichen, biete Bode seinen Kundinnen und Kunden Brot vom Vortag an. Dieses gebe es dann zum halben Preis. Auch Bäckereien im Kreis Kassel bitten derzeit aufgrund der hohen Brot-Preise ihre Kundinnen und Kunden um Verständnis.

Kostet Brot bald schon zehn Euro? Experte gibt Einschätzung ab

Doch könnte ein Brot tatsächlich schon bald für stolze zehn Euro über die Ladentheke gehen? Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, hat eine Einschätzung dazu abgegeben. „Die Landwirte produzieren den Weizen, die Bäcker backen das Brot. Letztere sind es, die anhand ihrer Kostenstruktur die Preise kalkulieren müssen“, sagte Schneider dem Handelsblatt.

Da auch die Kosten für Energie, Personal und Herstellung steigen, müssen zahlreiche Betriebe aktuell ihre Kalkulationen überprüfen und anpassen. „Von zehn Euro für ein Brot sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt“, so Schneider. In vielen Regionen kostet ein Laib allerdings bereits rund vier Euro und könnte auch in den kommenden Wochen noch teurer werden.

Darüber hinaus gibt es starke Preis-Steigerungen für Lebensmittel im Supermarkt - Rewe möchte aber einen kundenfreundlichen Sonderweg einschlagen. (as)

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