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Verbraucherpreise

Lebensmittelpreise bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Experte macht düsterer Prognose

Die Lebensmittelpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher werden erneut angehoben.
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Die Lebensmittelpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher werden erneut angehoben.

Die Lebenshaltungskosten schießen derzeit ins Unermessliche. Nun sollen erneut die Preise für Nahrungs- und Genussmittel erhöht werden.

Kassel – Egal ob Energie, Kraftstoff oder Nahrungsmittel – die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher steigen derzeit überall. Die Löhne bleiben allerdings gleich. So müssen viele Menschen bereits abwägen, wofür sie ihr Geld ausgeben können.

Dabei scheint das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich in den kommenden Monaten auf weitere Preissteigerungen in Supermärkten und Discountern wie Rewe, Aldi, Lidl und Co. einstellen.

Lebensmittel im Supermarkt bald wieder teurer: Händler wollen Preise erhöhen

Fast jeder Händler für Nahrungs- und Genussmittel will seine Preise erhöhen, berichtete das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo am Freitag (1. Juli) auf Basis einer Umfrage. Die sogenannten Preiserwartungen liegen demnach bei 98,9 Punkten und damit nur knapp unter dem theoretischen Maximalwert von 100.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © picture alliance / Patrick Pleul

Auch in anderen Bereichen des Einzelhandels will die Mehrheit der Befragten ihre Preise anheben. Dort stiegen die Preiserwartungen von 75,5 Punkte auf 78,6. „Damit dürften die Inflationsraten vorerst weiter hoch bleiben“, sagte Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. Im Juni kosteten Waren und Dienstleistungen in Deutschland durchschnittlich 7,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Lebensmittel bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Knappheit droht

Dabei sollen die Preise für Lebensmittel nicht nur teurer werden. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, warnte vor einer Lebensmittelknappheit. Diese prognostizierte der Bauernpräsident vor allem, wenn die Landwirtschaft bei der Gasverteilung nicht Vorrang erhalte. „Ohne Gas keine Milch, keine Butter, kein Joghurt“, sagte Rukwied gegenüber der Rheinischen Post.

Doch es gibt etwas Hoffnung. Es gebe erste Anzeichen, dass die Inflationsrate im weiteren Verlauf des Jahres allmählich sinken könnte, hieß es seitens der Ifo. „Wenn die Preiserwartungen in einigen Wirtschaftszweigen, deren Produktion dem Konsum vorgelagert ist, sind bereits das zweite Mal in Folge gesunken“, sagte Wollmershäuser nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dazu zählen die Industrie (59,7 von zuvor 66,7), das Baugewerbe (50 von 56) und der Großhandel (57,4 von 68,1). (kas/dpa)

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