Kommentar von chiemgau24-Reporter Xaver Eichstädter

Containerinsel zugesperrt: Eine Kollektivstrafe für uns Traunsteiner

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Am Dienstag verkündete die Stadt das baldige Aus für die Container am Karl-Theodor-Platz.
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Der Stadt Traunstein ist der Containerstandort am Karl-Theodor-Platz zu dreckig - also schließt sie ihn kurzerhand. Eine sinnlose Kollektivstrafe für uns Traunsteiner, meint Reporter Xaver Eichstädter im Kommentar.

Weißglas zu Weißglas, davor natürlich noch den Deckel runter - und bei Batterien müssen wir sowieso ganz genau schauen: über Jahrzehnte sind wir zu braven Entsorgern und Mülltrennern erzogen worden. Doch die Containerinseln stehen neuerdings im Visier der Behörden

Zu dreckig? Es geht hier um Müllcontainer und nicht um den Stadtpark

Der Standort am Traunsteiner Karl-Theodor-Platz wird Ende des Monats geschlossen - "nachdem er unzählige Male stark verunreinigt worden war", wie es von der Stadt heißt. In meinen Augen eine billige "Lösung", die nichts anderes ist als eine Kollektivstrafe für uns Traunsteiner.

Wir sprechen hier von Müllcontainern neben Traunsteins größtem Parkplatz - und nicht von den Blumenbeeten im Stadtpark. Dass es da nicht picobello ausschaut, ist doch klar

Lieber noch mehr Verkehr hinaus zum Schaumaier?

"Das Schwimmbad wird schließlich auch nicht zugesperrt, wenn mal wieder wer ins Becken bieselt", meint chiemgau24-Reporter Xaver Eichstädter. 

Freilich gibt's ein paar Ferkel, die rund um Blech, Glas und Papier auch noch anderes abladen oder zu große Kartons auf den Boden schmeißen. Aber das muss eine Stadtverwaltung in Kauf nehmen und die überwiegende Mehrheit ihrer Bürger im Blick haben, die froh sind, hier unkompliziert ihr Zeug loswerden zu können. Außerdem: Die Container am Karl-Theodor-Platz sind die Zentralsten in der Stadt. Alle, die hier bisher schnell zu Fuß vorbeigegangen sind, hocken dann also auch wieder im Auto

Ginge es immer nach dem Prinzip "Verdreckter Entsorgungscontainer? Also zusperren", gäbe es wahrscheinlich bald überhaupt keine mehr. Leider gibt's die gleichen Diskussionen auch schon in Waging und im Landratsamt. Schaut schließlich nicht schön aus und macht Arbeit. Tja. Auch die einfachen Mülleimer hat man über die letzten Jahre und Jahrzehnte ja immer mehr aus der Stadt verbannt, fällt mir so nebenbei auf. 

Also, an die paar Schmutzfinken: Reißt Euch bitte zam. Hausmüll in die Tonne, Sperrmüll zum Wertstoffhof. 
An die Stadt Traunstein: Bitte lieber an die übergroße Mehrheit der Leute denken, als Kollektivstrafen auszusprechen. Das Schwimmbad wird schließlich auch nicht zugesperrt, wenn mal wieder wer ins Becken bieselt

Verfasst von Xaver Eichstädter (xaver.eichstaedter@ovb24.de)

Dieser Kommentar muss nicht die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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