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Radschnellwege in der Region: Zeit zum Nachbessern!

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Rosenheim - Es gab auch kritische Stimmen in unserer Leserschaft zu den Plänen für ein Radschnellwegenetz im Rosenheimer Umland. Dabei ist dies ein überaus wünschenswertes Projekt, findet unser Volontär Heinz Seutter.

Für einige Erheiterung sorgte vor einer Weile ein Scherz der Grünen-Gemeinderätin Janna Miller in Stephanskirchen. „Das sind mal Trassenvorschläge, auf die ich mich freue“, kommentierte sie die Planungsarbeiten für ein Radschnellwegenetz im Kreis Rosenheim. Auch wenn ich mich politisch nicht bei den Grünen sehe, da muss ich ihr recht geben. Das sind in der Tat Vorschläge, auf die man sich freuen kann. 

Nur Steuerverschwendung?

Neben viel Lob für dieses Projekt der Gemeinschaft Stadt-Umlandbereich Rosenheim (SUR) gab es auch Kritik. "So eine Steuergeldverprassung wie für diese Idee gibt's kaum ein zweites Mal", kritisierte Leser "Aber Ährli": "Wozu Radwege bauen, wenn die depperten Radler daneben auf der Straße fahren?" 

Rasch wiesen ihn andere Leser daraufhin, dass dies nicht ganz korrekt sei. Denn Radschnellwege stellen eine Art "Autobahn für Radlfahrer" dar, die gezielt so gebaut und angelegt werden, dass es einerseits möglichst nicht zu einem Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt und andererseits eine maximal mögliche Fahrtgeschwindigkeit ermöglicht wird.

Sinnvolle und zukunftsweisende Investition

Unser Volontär Heinz Seutter hält Radschnellwege für eine sinnvolle und zukunftsweisende Investition

Dieses Projekt wäre für unsere Region eine überaus sinnvolle, zukunftsweisende Investition. Denn einerseits ist das derzeitige Angebot an Radwegen noch enorm verbesserungsfähig. Andererseits wird über kurz oder lang kein Weg daran vorbeiführen.

Das Auto wird seine Bedeutung als Fortbewegungsmittel zum Pendeln und in der Freizeit immer mehr verlieren. Das nicht nur auf Grund eines neuen Umweltbewusstseins. Auch angesichts der steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten, gerade auch im Raum Rosenheim, wird es vor allem für viele jungen Berufsanfänger bald nur noch unter großen Mühen möglich sein, ein Auto zu unterhalten.

Ich selbst war überaus erleichtert, als ich nach einem Wohnortswechsel mein Auto abmelden und auf das Fahrrad umsteigen konnte. Klar, man muss erhebliche Abstriche beim Komfort, gerade in weniger warmen Jahreszeiten, auf sich nehmen, aber die Kostenersparnis macht sich, gerade bei einem Berufseinsteiger-Gehalt, erheblich bemerkbar.

Ausland ist bereits voraus bei diesem Thema

Belgien, die Niederlande und Dänemark haben uns hier schon einiges voraus. Bereits seit den 80ern werden hier solche Fahrradwege konsequent gefördert und gebaut. Hierzulande bemüht man sich gerade kräftig, nachzuziehen. Erst Anfang April betonte Staatssekretär Norbert Barthle auf dem nationalen Fahrradkongress den Plan neuer Fahrradwege für Pendler.

Es wird also Zeit, dass auch in der Region in dieser Hinsicht nachgebessert wird. Hoffen wir also, dass dieses Projekt in absehbarer Zeit voranschreitet und umgesetzt wird.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich

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