Sind Außendämmungen doch nicht der Königsweg?

Gebäudedämmung: Qual der Wahl für Eigentümer

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Rosenheim - Die Energiepreise haben sich in den letzten Jahren explosionsartig entwickelt. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen dies eindrucksvoll. Danach sind die Verbraucherpreise für Haushaltenergie, also Strom, Gas und insbesondere Öl, in den letzten zehn Jahren angestiegen.

Außendämmungen waren lange der Favorit

Als beste Möglichkeit dieser Kostenfalle zu entkommen, standen Außendämmungen, wie etwa das Wärmedämmverbund-System, in den vergangenen Jahren hoch im Kurs. Inzwischen streiten Experten heftig über die beste Art der Dämmung.Besonders ins Blickfeld gerückt ist das Material, mit dem Gebäude von außen gedämmt werden. Ganz überwiegend wird Polystyrol eingesetzt. Mehrfach berichteten Medien bundesweit über Brandfälle, bei denen Außendämmungen aus Polystyrol wie Brandbeschleuniger gewirkt haben. Zudem sind sie eine kostenintensive Anschaffung. Das Gebäude muss eingerüstet werden und bei der Ausführung sind viele Details zu beachten, wie Dachüberstände, Fensteranschlüsse usw. Was also ist zu tun?

Dämmen mit ganzheitlichem Blick

Wer beim Energiesparen Erfolg haben will, muss das gesamte Haus ganzheitlich sehen. Nur wenn alle Elemente optimal zusammenwirken, machen sich Dämmungen wirklich bezahlt.

Einsparungen bis zu 35 Prozent sind drin

Am Beispiel eines Einfamilienhauses aus den 1950er Jahren haben die Experten von ISOTEC nachgewiesen, dass Energieeinsparungen von bis zu 35 Prozent erreicht werden können. Dabei wurde der “ganzheitliche Ansatz“ unterstellt, dieser beinhaltet eine neue Heizung, neue Fenster und eine gedämmte Dachgeschossdecke – und eine zusätzliche Dämmung der Außenwände. Bei Zugrundelegung einer Wohnfläche von 150m² und dem heutigen Heizölpreis beträgt die Heizkostenersparnis rund 700 Euro pro Jahr. Diese Einsparung ist sowohl mit einer Innen- als auch mit einer Außendämmung zu erreichen.

Wann machen Innendämmungen Sinn?

Wenn nun die Außendämmung nicht der Königsweg für alle Gebäude ist, welche Alternativen bleiben dann? Daniel Mehnert ist Fachmann bei ISOTEC-Gebhardt in Rosenheim und ist auf die Sanierung von Feuchte und- Schimmelpilzschäden spezialisiert. Aus bauphysikalischer Sicht sei die Außendämmung eine gute Maßnahme, gibt der Fachmann offen zu. "Allerdings fragen Kunden ganz direkt nach Alternativen, wie einer Innendämmung. Zum Teil aus optischen Gründen, weil die Fassade baulich nicht verändert werden soll.“ Wichtig für die dauerhafte Dämmung einer Außenwand von innen ist die richtige Wahl und fachmännische Montage des Innendämmsystems. Laut Daniel Mehnert ist es empfehlenswert, sich für eine mineralische Innendämmung zu entscheiden. Sie gewährleistet durch ihre Diffusionsoffenheit ein „Atmen“ der Außenwand, reguliert das Raumklima und ist zudem nicht brennbar. Eine Innendämmung verursacht zudem geringere Montagekosten.

Fazit:

Für eine nachhaltige energetische Ertüchtigung sollte unbedingt eine Gesamtbetrachtung angestellt werden. Die Frage muss lauten: Welche Maßnahmen werden in welchem Umfang die bestmögliche Energieeinsparung zu Folge haben? Im Regelfall führt kein Weg an den Außenwänden vorbei, da sie den größten Flächenanteil der Gebäudeumfassung ausmachen. Ob Außen- oder Innendämmung, das sollte jeder Eigentümer anhand der dargelegten Kriterien entscheiden können.

ISOTEC/ sch

Quelle: rosenheim24.de

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