Viele Renovierer setzen falsche Prioritäten

Renovieren, aber richtig! Darauf sollten Sie achten

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Sanieren geht vor Kaschieren. Optische Scheinlösungen verbessern die Wohnqualität nur kurzfristig!

Rosenheim - Wohnverschönerungen liegen im Trend - oft geht es den Renovierern an erster Stelle um eine stärkere Wohnästhetik. Die Priorität sollte aber woanders liegen, wie Bauphysiker und Praxisexperten betonen.

Laut einer Ipsos-Umfrage im Auftrag des Fachschriftenverlages nannten 80 Prozent der Befragten für ihren Renovierungsgrund zuallererst die "Verbesserung der Wohnqualität". Am zweitwichtigsten ist den Befragten die "Optische Aufwertung", 73 Prozent. Erst an siebter und zehnter Stelle werden Renovierungsgründe genannt, die sich mit der tiefgreifenden Verbesserung der Bausubstanz befassen (Platz 7: "Lösung bautechnischer Probleme", Platz 10: Behebung von Bauschäden").

Feuchteschäden oft falsch eingeschätzt

Damit zeigt sich ein Phänomen, das Bauphysikern und Praxisexperten durchaus Kopfzerbrechen bereitet. "Der Ansatz zum schönen Wohnen und zur Wohnästhetik ist vollkommen nachvollziehbar, aber er wirkt schon so, als würden Ursache und Wirkung vertauscht", berichtet Daniel Mehnert von ISOTEC, der mit seinem Unternehmen auf die Sanierung von Immobilien spezialisiert ist. Er berichtet, dass Feuchteschäden zu den komplexesten Bauschäden gehören, sowohl von der bauphysikalischen Lösung, aber auch, weil sie von den Bewohnern kaum richtig eingeschätzt werden können.

Gebäude von vor 1970 besonders häufig betroffen

Hinzu kommt, dass laut der Umfrage über 40 Prozent der renovierten Objekte vor 1970 errichtet worden sind. Diese Objekte sind aufgrund der Baukonstruktion mehr gefährdet, einen Feuchteschaden zu erleiden, als jüngere Gebäude. "Vor 1970 wurden viele Gebäude auf kapillaraktiven Streifenfundamenten gegründet und dort analysieren wir in der Praxis häufig aufsteigende Feuchte als Ursache eines Bauschadens", berichtet Fachmann Mehnert.

Sanieren geht vor Kaschieren

Gibt es also Anzeichen für baukonstruktive Mängel, sollte denen unbedingt nachgegangen werden. Die Devise lautet daher: Sanieren geht vor Kaschieren. "Vor jeder optischen Aufwertung und Verbesserung des Wohngefühls muss zuallererst die Schadensanalyse mit einem fachlichen Konzept stehen. Ansonsten schafft man sich optische Scheinlösungen, die teuer werden können und nur für kurze Zeit Freude bereiten", so Mehnert.

Die genaue Analyse ist nach Meinung der Experten so wichtig, weil die Ursachen eines Feuchtigkeitsschadens sehr verschieden sein können und ganz unterschiedliche Lösungen erfordern. "Erst wenn grundlegende Schäden beseitigt sind, macht die Renovierung und Verschönerung des Wohnraumes Sinn", betont Sanierexperte Mehnert. Hochwertigem und komfortablem Wohnen steht dann nichts mehr im Wege und Renovierer erreichen damit genau das, was sie sich am meisten wünschen.

ISOTEC/fn

Quelle: rosenheim24.de

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