Fitness-Tipp: Zu viel Salz ist ungesund

Salz – die unterschätzte Gefahr

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Salz in Lebensmitteln kann eine echte Gefahr sein.

Rosenheim - Beim Rührei zum Frühstück, den mittäglichen Bratkartoffeln oder den Tomaten auf dem Abendbrot - der Salzstreuer ist aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland werden 800 Tonnen Speisesalz pro Tag verkauft. Doch ab welchen Mengen ist der Konsum von Salz eigentlich ungesund?

Welche direkten Folgen hat eine stark salzhaltige Ernährung und wie wirkt sie sich langfristig auf unseren Körper aus? Warum Gefahren wie Hautalterung, Bluthochdruck und Schlaganfälle mit einem zu hohen Salzkonsum zusammenhängen können und wie wir uns vor einer Überdosis des kristallinen Minerals schützen können, all das und einige weiteren Fragen erläutern uns die Experten von Original Bootcamp hier: 

Der Tod in unserer Nahrung 

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Klingt übertrieben? Ja. Denn niemand fällt von jetzt auf gleich tot um, nur weil er einmal zu viel Salz auf das geliebte Frühstücksei gestreut hat. Doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zu einer maximalen Aufnahme von 5g Salz am Tag, was etwa so viel wie ein gestrichener Teelöffel ist. Ein Wert, der schnell überschritten ist, denn tatsächlich nehmen wir über unsere Ernährung täglich rund 10g Salz auf - das Doppelte der empfohlenen Tagesdosis! Dass wir uns mit unserer Ernährung weit oberhalb der „bedenkenlosen“ 5g Gramm Grenze aufhalten, liegt vor allem an den vielen versteckten Salzen in unserer Nahrung. In Europa führen wir uns gut 70-75 Prozent der täglichen Salzdosis über verarbeitete Lebensmittel zu, denn die Nahrungsmittelindustrie setzt die weißen Kristalle als Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe in so gut wie allen Fertiggerichten und Saucen ein. Lediglich die restlichen 25-30 Prozent unserer Salz-Aufnahme kommen durch das Würzen und Nachsalzen aus dem Salzstreuer. Vor allem die Lebensmittel, von denen wir es auf den ersten Blick nicht erwarten würden, versalzen uns das Leben gehörig. 

Fitness-Tipp Ernährung: Zu viel Salz ist ungesund

Wie viel Salz braucht unser Körper? 

Ein gewisses Maß an Salz braucht unser Körper zum Überleben, um einige wichtige Vorgänge aufrechtzuerhalten. Kochsalz besteht aus den beiden Mineralstoffen Natrium und Chlorid. Natrium besitzt ein hohes Wasserbindungsvermögen und spielt deshalb eine sehr wichtige Rolle bei der Regulation des Wasserhaushaltes. Außerdem ist Natrium an der Regulation des Blutdrucks und des Säure-Basen-Haushaltes beteiligt.

Auch Chlorid ist für die Steuerung des Wasserhaushaltes verantwortlich und ist gleichzeitig wichtig zum Erhalt der Erregbarkeit unserer Zellen. Ein Mindestmaß an Salz ist also unbedingt notwendig, damit unser Körper ordnungsgemäß funktionieren kann. Genau genommen brauchen wir1,4 Gramm Salz täglich. Ein Blick auf unsere tatsächliche (durchschnittliche) Salzzufuhr verrät jedoch eine harte Salzrealität: Wir überschreiten diesen Wert deutlich – um mehr als um das Siebenfache! Doch was genau macht zu viel Salz mit uns? 

Bluthochdruck, Schlaganfälle, Hautalterung & Co. 

Versorgen wir unseren Körper regelmäßig mit einer Überdosis an Salz, so riskieren wir das ein oder andere Übel. Es kann beispielsweise zu biochemischen Veränderungen bestimmter Nervenzellen kommen, die ein Blutdruck erhöhendes Hormon ausschütten (Vasopressin). Eine zu hohe Salzkonzentration im Körper verhindert die rechtzeitige Hemmung der Vasopressin-Ausschüttung, was auf lange Frist zu einem dauerhaft erhöhten Blutdruck führen kann. Und dauerhaft hohe Druckverhältnisse in unserem Blutkreislauf können im Laufe der Zeit wichtigeOrgane wie das Gehirn, das Herz, die Nieren und die Blutgefäße schädigen und zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen. Ein großes Problem ist auch die Raffination des Salzes. Raffiniertes Salz kennen wir als Kochsalz oder Speisesalz aus den Supermarktregalen und ist in nahezu allen industriell verarbeiteten Produkten zu finden. Raffination bedeutet, dass vermeintliche ‚Unreinheiten’ herausgelöst und das Salz somit „gereinigt“ wurde. Was nach einer Verbesserung des Produkts klingt, ist für unsere Ernährung auch ein maßgeblicher Nachteil. Denn neben tatsächlichen Unreinheiten, wie zum Beispiel Schmutzpartikeln, werden bei der Raffination auch sämtliche wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Salz entfernt. Während in Natursalzen (zum Beispiel Meersalz) diese wichtigen Stoffe noch vorhanden sind, bleibt nach der Raffination nur das weiße Natriumchlorid zurück, dem alle wichtigen Vitalstoffe entfernt wurden. 

Und dieses reine Natriumchlorid (Kochsalz, Speisesalz) entzieht unserem Körper eine ganze Menge Flüssigkeit, also Wasser. Trinken wir nach dem Konsum von Salz nicht ausreichend, holt sich das Salz das Wasser aus unseren Zellen. Durch den Wasserverlust "altern" die Zellen, sterben ab und der Alterungsprozess unserer Organe, der Haut und des Blutes wird beschleunigt. Und Achtung! Nach einer salzhaltigen Ernährung steigt unser Verlangen nach süßen und vor allem zuckerhaltigen Getränken wie zum Beispiel Limos oder Säften. Deswegen achten Sie darauf: Durst sollte immer nur mit Wasser gestillt werden. Ein Softgetränk sollten Sie als Süßigkeit betrachten, nicht als Getränk. 

„Ohne Salz schmeckt alles fad!“ – Salz als Geschmacksträger? Klar, mit einer Prise Salz schmecken das Frühstücksei oder die Pellkartoffeln gleich doppelt so gut. Doppelt so gut? Wirklich? Stimmt gar nicht! Was aber definitiv stimmt, ist, dass eine Salzreduzierung um ein Viertel von den meisten gar nicht wahrgenommen wird (vorausgesetzt, der Salzkonsum wird schrittweise gesenkt). In einigen Lebensmitteln, wie zum Beispiel im Brot, ist eine Reduzierung des Salzgehaltes sogar um über die Hälfte möglich, ohne dass man es am Geschmack bemerkt. 

Das Fazit 

Bis zu 75 Prozent unserer täglichen Salzdosis nehmen wir über verarbeitete Lebensmittel zu uns. Fertiggerichte, Brot und Semmeln, sowie Brotbeläge (Käse, Wurst, Schinken) gehören zu den allergrößten Salzsünden. Und so nehmen wir statt den von der WHO empfohlenen maximalen fünf Gramm sogar bis zu doppelt so viel Salze zu uns. Langfristig schadet ein zu hoher Salzkonsum unserer Gesundheit und kann unter anderem zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Gehirns und zu Hautalterung führen. Und wenn wir mal ganz ehrlich zu uns sind: Oft ist das Nachsalzen reine Gewohnheitssache. Wir salzen schon nach, bevor wir überhaupt nur probiert haben und der Salzstreuer steht bei jedem Essen griffbereit auf dem Tisch. Deswegen mal ein Experiment für das nächste Mittagessen: denSalzstreuer einfach mal im Küchenschrank stehen lassen! Im Supermarkt reicht meist ein Blick auf die Nährwerttabelle und Sie ertappen die Natriumchlorid Sünden auf frischer Tat. 

Aber das Schöne am Salz ist: Anders als beispielsweise bei Zucker, merken wir eine 25-50 prozent ige Reduzierung des Salzgehaltes in unserer Ernährung gar nicht. Und wenn es doch einmal nicht ohne Salz geht, achten Sie auf den Kauf natürlicher Salze, die keinem Raffinierungsprozess unterlegen sind (beispielsweise Meersalz). 

Und falls Sie sich jetzt denken: Es soll nicht nur weniger Salz rein, sondern auch mehr Salz raus? Dann ab zum Training! Mit Original Bootcamp können Sie mit professionellen Trainern an der frischen Luft trainieren und erhalten zusätzlich sogar noch ein Online- Ernährungscoaching, damit eine gesunde Ernährung Sie fit und vital hält. Und ein paar Pfunde purzeln sicherlich auch schnell. Kommen Sie zum kostenlosen Probetraining nach Rosenheim, Wasserburg oder Brannenburg und überzeugen Sie sich selbst! Infos & Anmeldung gibt’s unter www.original-bootcamp.com.

Original Bootcamp

Quelle: rosenheim24.de

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