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Auswärtiges Amt warnt

Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Konflikt auf Reisen?

Fluginformationen am Flughafen Boryspil in der Ukraine.
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Der Luftraum über der Ukraine ist aktuell gesperrt. Der Flughafen Boryspil – hier auf dem Foto zu sehen – soll bombardiert worden sein.

Der Ukraine-Konflikt ist eskaliert – das sorgt auch bei Reisenden für Verunsicherung. Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung verschärft. Und es könnte noch weitere Folgen geben.

Seit Donnerstagmorgen (24. Februar) führt Russland unter Präsident Wladimir Putin Krieg gegen die Ukraine. Medienberichten zufolge sollen russische Truppen an mehreren Landesteilen die Grenze überschritten haben. Der Luftraum über der Ukraine ist gesperrt. Auch das Auswärtige Amt hat in Folge der Eskalation des Ukraine-Konflikts seine Reisewarnung weiter verschärft: „Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. In der Ukraine finden Kampfhandlungen und Raketenangriffe statt. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort.“ Die Ausreise sei grundsätzlich auf dem Landweg möglich. Eine Evakuierung durch die deutschen Behörden sei derzeit nicht möglich.

Ukraine-Konflikt eskaliert – Luftraum über Ukraine geschlossen

Mehrere Flüge, die unterwegs in die Ukraine waren, mussten auf halber Strecke umkehren, wie das Online-Portal aero.de am 24. Februar berichtete. Darunter eine Boeing 787 von Air India, die von Dehli unterwegs nach Kiew war. Medienberichten zufolge sollen die Flughäfen in Kiew und Lwiw in den Morgenstunden geräumt worden sein. Zahlreiche Airlines haben ihren Flugverkehr in die Ukraine eingestellt. „Aufgrund der aktuellen Situation und der Sperrung des ukrainischen Luftraums sind alle Wizz Air-Flüge in die/aus der Ukraine bis auf Weiteres ausgesetzt“, heißt es beispielsweise auf der Webseite der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air. Die Lufthansa hat ihren für Donnerstagabend (24. Februar) geplanten Flug nach Lwiw aus Sicherheitsgründen abgesagt, wie ein Sprecher laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete.

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„Aktuellen Flugdaten zufolge gleicht der Luftraum in und rund um das Land, inklusive angrenzende russische und belarussische Regionen, einem riesigen Loch ohne jeglichen zivilen Luftverkehr. Da sich neben Russland auch Belarus an der Invasion beteiligt, wird das voraussichtlich auch erst einmal so bleiben“, berichtet auch Michael Trinkwalder, Travel Security Analyst beim Sicherheitsanbieter A3M, laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Insgesamt sollen nach Angaben des ukrainischen Generalstabs mindestens sechs Flugplätze angegriffen werden, wie aero.de am 24. Februar berichtete – unter anderem im 40 Kilometer von Kiew entfernten Borispol, in Tschuhujiw im Gebiet Charkiw und Kramatorsk im Gebiet Donezk. Auch in den russischen Städten Rostow, Krasnodar, Kursk, Woronesch und Simferopol sollen Flugplätze bis zum 2. März den Betrieb einstellen.

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Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Krieg generell auf Langstreckenflüge?

Die Schließung des Luftraums über der Ukraine hat für Langstreckenflüge von Europa nach Asien kaum Auswirkungen. Seit dem Abschuss eines Flugzeugs der Malaysian Airlines während des Ukraine-Russland-Konflikts im Jahr 2014 meiden Fluggesellschaften Überflüge über die Ukraine.

Allerdings besteht die Gefahr, dass Russland als Reaktion auf die Sanktionen der EU und USA seinerseits Sanktionen verhängt – und den russischen Luftraum sperrt. Für die Länder Lettland, Estland und Litauen sowie Slowenien ist dieser Fall bereits eingetreten, wie die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet. Der Luftraum über Russland dient als wichtiger Luftkorridor zwischen Europa und Ostasien. Airlines müssten dann eine südlichere Route wählen, was Mehrkosten verursachen könnte. Die Auswirkungen einer solchen Sanktion sind laut Experten nicht vorhersehbar: „Jeder einzelne Überflug erfordert eine Vorabgenehmigung, und die wird nicht immer routinemäßig erteilt“, so Luftfahrtanalyst Robert Mann laut ntv. Die Lufthansa hat diese Maßnahme allerdings bereits für sich umgesetzt. Für vorerst eine Woche will die Airline den russischen Luftraum mit verschiedenen Fracht- und Passagiergesellschaften meiden. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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