Regeln für Urlaub verschärft

Corona in Kroatien: Viele Urlaubsrückkehrer infiziert - Proteste gegen Hygiene-Maßnahmen

Urlaub 2020 in Kroatien: Beliebte Urlaubsregionen sind nun Risikogebiet. Die Regeln - wie die Maskenpflicht - sind verschärft worden.

  • Urlaub in Kroatien schien trotz Coronavirus lange Zeit für deutsche Touristen sehr sicher.
  • Aktuell aber liegt die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 auf einem neuen Rekordhoch.
  • Kroatien hat die Regeln für Urlauber verschärft, die unbedingt einiges wissen müssen.

Update, 9. September, 8.29 Uhr: Die meisten deutschen Reiserückkehrer, die mit positivem Corona-Test aus dem Ausland zurückgekehrt sind, haben Urlaub in Kroatien, Spanien, dem Kosovo, der Türkei oder Bosnien und Herzegowina gemacht. Dpa berichtet, dass aus den Daten des RKI-Lageberichts hervorgehe, dass sich von den vom 31. August bis 6. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 32 Prozent wahrscheinlich im Ausland ansteckten


LandKroatien
Amtssprache kroatisch
HauptstadtZagreb
Fläche56.594 Quadratkilometer
Einwohnerzahl4.190.669 Millionen
Bevölkerungsdichte74 Einwohner pro Quadratkilometer

Update, 7. September, 10.17 Uhr: Kroatien ist weiterhin von der Corona-Pandemie relativ stark betroffen. Am Samstag wurden 311 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Zahl der aktiv Erkrankten in dem rund 4,2 Millionen Einwohner zählenden Land betrug am selben Tag 2771. 285 Patienten befanden sich in Behandlung in Krankenhäusern, 19 von ihnen an Beatmungsgeräten. Rund 3000 Menschen haben am Samstag in der Innenstadt von Zagreb in Kroatien gegen die Corona-Politik der kroatischen Regierung demonstriert. Sie führten Transparente mit Aufschriften wie „Freiheit ist unsere Macht“ und „Eltern und Kinder sind unzufrieden“ mit sich, berichtete das Internet-Portal „index.hr“.
Kaum jemand trug Masken, Abstandsregeln wurden nicht eingehalten, hieß es dort. Die Redner forderten die Rücknahme von Maßnahmen, mit deren Hilfe die Regierung die Corona-Pandemie eindämmen will. Die Polizei schritt nicht ein.


Update, 31. August, 9.52 Uhr: Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Kroatien hat das Auswärtige Amt für zwei südliche Verwaltungsbezirke in Kroatien, die so genannten Gespanschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien - eine Reisewarnung ausgesprochen. Deutsche dürfen ohne Nachweis bestimmter Gründe einreisen. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht.

Urlaub in Kroatien: Beliebte Regionen zum Risikogebiet ernannt - diese Regeln gelten für Touristen

Update, 30. August, 10.49 Uhr: In Kroatien sind die Regeln verschärft worden. Das hat auch Auswirkungen auf den Urlaub: „Die touristische Infrastruktur steht nur im Rahmen der behördlichen Hygieneempfehlungen zur Verfügung“, so das Auswärtige Amt. Maskenpflicht herrscht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sowie für im Gastgewerbe tätige Personen. In der beliebten Region Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés, Bars, Ausstellungen und anderen sozialen Begegnungen. Der Mundschutz ist in allen Räumen zu tragen, in dem mehr als drei Personen sind. Fitnessstudios sind geschlossen und organisierte Sportveranstaltungen verboten.

Update, 27. August, 11.19 Uhr: In Kroatien haben die Behörden einen Rekord bei den Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch wurden 358 neue Infektionsfälle verzeichnet - so viele wie noch nie. Rund ein Drittel der neuen Fälle wurde an der südlichen Adriaküste Kroatiens festgestellt, die besonders viele Touristen anzieht. Das berichtet die Nachrichtenagenatur afp.

Kroatien mit seinen rund 4,2 Millionen Einwohnern war zu Beginn vergleichsweise wenig von der Corona-Pandemie betroffen. Obwohl es keine strikten Beschränkungen gab, stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen monatelang nie über hundert. Mitte Mai wurden fast gar keine neuen Fälle mehr registriert.

Corona in Kroatien: Mit Grenzöffnung stiegen die Fallzahlen

Seit Kroatien seine Grenzen für Touristen geöffnet hat, sind die Infektionszahlen aber stark gestiegen. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag über 200. Mehrere Küstenregionen Kroatiens gelten in Deutschland schon seit vergangener Woche als Corona-Risikogebiete.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stufte die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien sowie vorgelagerte Inseln wie Brac oder Hvar und damit einen großen Teil der Urlaubsgebiete an der zentralen Adriaküste wegen der hohen Infektionszahlen als Risikogebiete ein, weshalb das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in die Regionen warnt.

Corona in Kroatien: Abstandsregeln gelten auch am Strand

Update, 24. August, 9.56 Uhr: Das Auswärtige Amt hat für Kroatien wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen eine Reisewarnung für zwei südliche Verwaltungsbezirke - die sogenannten Gespanschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien - ausgesprochen. Deutsche und Bürger aus anderen EU-Staaten dürfen ohne Nachweis bestimmter Gründe einreisen.

Die Urlauber müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht.

Update, 23. August, 20.20 Uhr: Wegen verschärfter Corona-Grenzkontrollen in Österreich* haben Reisende am Wochenende mehr als zwölf Stunden in Slowenien festgesteckt. Vor dem Karawanken-Tunnel kam es nach Berichten slowenischer Medien in der Nacht zum Sonntag zu einem Stau von bis zu zwölf Kilometern Länge. Betroffen waren auch viele deutsche Urlauber auf der Rückreise von Kroatien. Um die Situation zu entschärfen, lockerten die Behörden am Sonntagmorgen die Kontrollen. Am Samstag hatte Österreich wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Kroatien die Grenzkontrollen verschärft. Daraufhin mussten nicht nur Einreisende einen negativen Test vorweisen oder sich in Quarantäne begeben. Alle Durchreisenden, die in Kroatien waren, mussten ein Formular ausfüllen und sich registrieren.

Corona in Kroatien: Auswärtiges Amt gibt Reisewarnung raus

Update, 20. August, 14.05 Uhr: Nach der Einstufung vom RKI als Risikogebiete hat das Auswärtige Amt jetzt auch eine Reisewarnung für die betroffenen Regionen in Kroatien ausgesprochen. Die Reisewarnung gilt für die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die sogenannten Gespanschaften Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar. Dort würden die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage liegen, betonte das Auswärtige Amt.

Update, 20. August, 11.35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat einige Regionen in Kroatien offiziell zu Risikogebieten erklärt. Betroffen sind die Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien. Das betrifft beliebte Urlaubsziele an der Adria wie Split, Hvar und Trogir. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hatte zuerst berichtet. Die Einschätzung des RKI hat Konsequenzen für Urlauber, die jetzt aus diesen Regionen in Kroatien zurück nach Deutschland kommen: Sie müssen innerhalb von 72 Stunden einen Coronatest machen. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. 

Urlaub in Kroatien: Lesen Sie hier alles zur Entwicklung des Coronavirus‘ im beliebten Reiseziel

Update, 19. August, 18.10 Uhr: Wird Kroatien zum Krisengebiet? Das beliebte Reiseland an der Adria hat so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. 219 Infektionen seien in den vergangenen 24 Stunden erfasst worden, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Der bisherige Höchstwert wurde in dem EU-Land an der Adria demnach am 14. August registriert und lag bei 208 Neuinfektionen, berichtet wa.de*.

In den letzten zwei Monaten hatte der Wert der Neuansteckungen zwischen etwa 30 und 100 geschwankt. Seit vergangener Woche verzeichnen die örtlichen Behörden einen Anstieg. Zuletzt kehrten viele deutsche Touristen aus Kroatien zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Unter ihnen waren hauptsächlich junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.

Kroatien-Urlaub: Erste Politiker fordern Reisewarnung wegen Corona

Österreich hatte bereits mit einer Reisewarnung auf das verstärkte Infektionsgeschehen in Kroatien reagiert. Auch in Italien müssen sich Einreisende und Urlaubs-Rückkehrer aus dem Land auf das Coronavirus testen lassen. Angesichts der stark steigenden Zahlen von infizierten Reiserückkehrern aus dem Kroatien-Urlaub fordern Baden-Württemberg und Bayern, das osteuropäische Land zum Risikogebiet zu erklären. Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) hätten einen entsprechenden Schritt vereinbart. Kretschmann habe kein Verständnis dafür, dass diese Entscheidung in Berlin bislang noch nicht getroffen worden sei.

Die Einstufung als Risikogebiet durch das bundeseigene Robert Koch-Institut bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift.

Corona bei Urlaubsrückkehrern aus Kroatien: Erstes Land spricht Reisewarnung aus

Update, 14. August, 15.52 Uhr: Viele Urlaubsrückkehrer kehren von ihrer Reise aus Kroatien mit einer Infektion des Coronavirus‘ zurück. Österreich hat eine Reisewarnung ausgesprochen. Kroatien meldet ein Rekordhoch mit Neuinfektionen. Nun berichtet das österreichische Nachrichtenportal Vorarlberg Online, dass der Hotspot durch eine Bar in Makarska entstanden sein. In der Hafenstadt in Dalmatien hätten zahlreiche Touristen Urlaub gemacht, die jetzt mit Infektion nach Hause zurückgekehrt seien.

Vol.at fragt: „Ist dieser Club das neue Ischgl?“ - der Partyort in Tirol hatte sich zum Corona-Gefahrengebiet entwickelt. Laut Informationen von „Blick.ch“ haben Urlauber, die in der Bar Partys am Strand gefeiert haben, sich mit dem Coronavirus infiziert.

Fest steht auf jeden Fall, dass die Bar mittlerweile geschlossen wurde. In einem Facebook-Post teilt sie mit, dass die kroatische Regierung für die Schließung verantwortlich sei.

Reisewarnung aus Österreich für Kroatien: Das Urlaubsland meldet ein Rekordhoch an Neuinfektionen

Update, 14. August, 13.40 Uhr: Kroatien meldet ein Rekordhoch an Infektionen mit dem Coronavirus. 180 Menschen infizierten sich von Mittwoch auf Donnerstag mit dem Virus. Ist damit Urlaub für deutsche Touristen in dem beliebten Reiseland abgeblasen? Zumindest werden immer mehr Urlaubsrückkehrer in Deutschland positiv auf Corona getestet.

Nun hat Österreich eine Reisewarnung für Kroatien ausgesprochen. Das Auswärtige Amt in Deutschland warnt aktuell noch nicht vor dem Urlaub - aber drängt darauf, dass Touristen vor der Einreise die aktuelle Entwicklung im Blick behalten.

Update, 10. August, 10.44 Uhr: Das Wichtigste hier in Kurzform: Kroatien erlaubt Deutschen und Bürgern anderer EU-Staaten seit 10. Juli die Einreise ohne Nachweis bestimmter Gründe. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht.

Reise 2020 in Kroatien: Experte warnt vor Party im Urlaub trotz Corona-Pandemie

Update, 5. August, 9.41 Uhr: Ein Experte hat vor Party-Urlaub in Corona-Zeiten in Kroatien gewarnt. Der Epidemiologe Rastislav Nadar aus Tschechien sagte auf Twitter zu Urlaubern, die sich in Kroatien befinden: Manche scheinen selbst in Pandemie-Zeiten ohne Rücksicht auf den gesunden Menschenverstand feiern zu müssen“, schrieb der Leiter der Corona-Arbeitsgruppe des Prager Gesundheitsministeriums. Der Standort verriet aber, dass der Experte selbst gerade in Kroatien ist.

Es sei kein Geheimnis, dass er seinen Urlaub in Kroatien verbringe, antwortete Madar seinen Kritikern in einem Folge-Tweet. „Es kommt nicht auf den Ort an, sondern auf die Art und Weise“, führte der 47-Jährige an. „Er predigt Wasser und trinkt Wein“, schrieb ein Leser am Dienstag empört auf den Onlineseiten der Tageszeitung „Pravo“. „Soll doch jeder hinfahren, wohin er will, sich aber verantwortungsvoll verhalten“, meinte indes ein anderer.

In Tschechien gab es bis Dienstag 386 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung, in Kroatien 153. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet ist das ungefähr gleich viel. Noch vor wenigen Monaten hatte Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis die Bürger aufgefordert, ihre Ferien in der Heimat zu verbringen.  (dpa)

Update, 3. August, 10.44 Uhr: Wo geht die Reise konkret hin? Und wie ist man vor Ort erreichbar? Diese beiden Fragen müssen Urlauber, die nach Kroatien einreisen, unbedingt beantworten können. Damit sollen Touristen gefunden werden können, falls es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. Die corona-bedingt intensiven Personenkontrollen sorgen auf jeden Fall dafür, dass es an der Grenze zu Wartezeiten kommen kann.

Urlaub in Kroatien trotz Coronavirus: Touristen müssen vor Reise ein Formular ausfüllen

Zur Erinnerung: Kroatien erlaubt Deutschen und allen Bürgern aus EU-Staaten seit dem 10. Juli die Einreise ohne Nachweis bestimmter Gründe. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll so verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht.

Urlaub in Kroatien 2020: Behörde nennt Zahl der Touristen „exzellent“

Update, 27. Juli, 16 Uhr: Im Juli sind rund zwei Millionen Touristen in Kroatien eingereist - etwa die Hälfte weniger als im Juli vor einem Jahr, wie das kroatische Tourismusamt am Montag mitteilte. „Unter den gegebenen Umständen sind das exzellente Zahlen“, erklärte Behördenleiter Kristjan Stanicic mit Blick auf die Corona-Pandemie. Im August erwarte Kroatien eine „Fortsetzung des positiven Trends“ bei den Touristenzahlen.

Update, 23. Juli, 20.14 Uhr: Bei dem guten Wetter zieht es viele Touristen zum Urlaub nach Kroatien. Doch während in dem Land die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen lange niedrig war, nimmt sie zuletzt stark zu. Dennoch bleibt der Balkan-Staat ein beliebtes Reiseziel. Auch zu Beginn der Sommerferien in Bayern, vom 27. Juli bis 7. September, können sich die Kroaten vermutlich auf einen Touristenansturm einstellen.

Camping in Kroatien: Urlaub 2020 erlebt wegen Coronavirus neuen Trend  

Im Jahr des Coronavirus mit besonderen Auflagen zeichnet sich ein besonderer Trend ab: Urlaub in Ferienwohnungen oder auf dem Campingplatz. Viele Touristen reisen mit dem eigenen Auto oder Camper-Van an. An den Grenzen müssen Reisende aber aufpassen

Wer mit dem eigenen Auto nach Kroatien reist, um dort einen schönen Aufenthalt beim Camping oder in einer Ferienwohnung zu erleben, muss durch Österreich und Slowenien fahren. Hier könnte es zu einigen Schwierigkeiten kommen. Damit der Urlaub nicht vor dem Beginn endet, müssen Touristen aus Deutschland einiges beachten. 

Urlaub 2020 in Kroatien: Coronavirus erschwert Einreise über Slowenien

Der Transit durch Österreich stellt für deutsche Staatsangehörige kein Problem dar - trotz des Coronavirus. Auch Slowenien können deutsche Touristen ohne Probleme durchqueren, allerdings sollte dies innerhalb von zwölf Stunden geschehen, teilt die deutsche Botschaft in Ljubliana mit. Deutschland ist auf der sogenannten green list von Slowenien - heißt, es gibt keine Einschränkungen bei den Einreise-Bedingungen. Dennoch rät das Auswärtige Amt:

  • Benutzen Sie für den Grenzübertritt ausschließlich die zugelassenen Grenzübergangsstellen.
  • Überzeugen Sie sich als Fahrer von Kraftfahrzeugen stets davon, dass sich alle Mitfahrer ausweisen können.
  • Rechnen Sie in den Hauptreisezeiten Juni bis September mit langen Wartezeiten an den slowenisch-kroatischen Grenzübergängen.

Stichwort Grenzkontrollen: Wer zum Camping, in die Ferienwohnung oder ins Hotel mit dem eigenen Auto anreist, darf die Grenze von Österreich nach Slowenien nur an den ausgeschilderten Grenzübergängen passieren. Das sind der Karawankentunnel, Loibltunnel, Spielfeld (Autobahn). Wer mit der Bahn über Slowenien anreist, hat es schwerer: Bahnreisende können nur den Grenzübergang Spielfeld (Eisenbahn) nutzen.

Urlaub 2020 in Kroatien: Coronavirus lange mit geringen Zahlen

Kroatien hatte das Coronavirus seit Wochen gut im Griff - noch bevor die Zeit für Urlaub startete. Die Verbreitung von Sars-CoV-2 war minimal. Dazu muss man aber sagen: Kroatien ist ein kleines Land und hat nur etwas mehr als vier Millionen Einwohner. Außerdem ist das Land auf dem Balkan dünn besiedelt. Hier leben statistisch nur 74 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Dies erklärt, warum sich die Krankheit Covid-19 kaum verbreitete.

Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni gab es täglich maximal zwei Neuinfektionen - ein überragender Wert. Dies galt auch für viele andere Länder in Südeuropa, wo sich das Coronavirus nun wieder mehr verbreitet, berichtet wa.de*. Unter anderem verbringen viele Prominente wie die Fußballer von Borussia Dortmund ihre Sommerferien rund ums Mittelmeer*.

Urlaub 2020 in Kroatien: Lange Fahrt für einen erschwinglichen Urlaub

Von daher konnte lange Zeit davon ausgegangen werden, dass Urlaub 2020 in Kroatien trotz Coronavirus kein Problem ist. Seit einigen Jahren zieht es verstärkt viele Deutsche in ein Ferienhaus in das Land auf dem Balkan. Die Strände zur Adria sind herrlich, durch die dünne Besiedlung ist es nicht zu eng in den Tourismusorten und die Preise für den Urlaub sind erschwinglich. Nur die Fahrt mit dem Auto ist natürlich sehr lang.

Urlaub in Kroatien: Mit seinen vielen Buchten und Inseln ist das Land bei deutschen Urlaubern beliebt. Das Coronavirus verbreitet sich aber wieder stärker.

Urlaub 2020 in Kroatien: Zum Sommer steigt die Zahl der Fälle

Doch ausgerechnet zum Start in die Urlaubszeit „explodierten" in Kroatien die Zahlen. Das Coronavirus verbreitete sich wieder. Höhepunkt war Anfang Juli, als es drei Tage in Folge jeweils über 80 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gab. Noch einmal: Absolut gesehen sind das nicht viele Fälle. In Deutschland gibt es am Tag mehrere hundert Neuinfektionen. Aber: Deutschland hat auch 20 mal so viele Einwohner wie Kroatien. Auf der anderen Seite der Adria, in Italien, sinken die Zahlen bei den Neuerkrankungen.

Die Regierung in Kroatien schlug schnell Alarm wegen der neuen Erkrankungen mit Covid-19. Eine erste Vermutung: Touristen aus dem Nachbarland Serbien könnten Sars-CoV-2 ins Land gebracht haben. Serbien hat keinen Anschluss an die Adria. Kroatien ist also auch für die Nachbarn ein sehr beliebtes Ziel im Urlaub im Sommer. Serbien hat eine hohe Zahl an Fällen. Dort wurden trotz Coronavirus große Lockerungen vorgenommen. Unter anderem war ein umstrittenes Tennis-Turnier mit mehreren tausend Zuschauern erlaubt und sogar ein Fußballspiel mit Publikum.

Urlaub 2020 in Kroatien: Fälle eher in Städten

Müssen Touristen um ihren Urlaub 2020 in Kroatien Sorgen machen? Nicht übermäßig, wenn man die Einschätzung des Auswärtigen Amtes liest. Die Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 sind vor allem in den städtischen Gebieten gestiegen. Das Coronavirus verbreitete sich verstärkt rund um die Hauptstadt Zagreb, in Slawonien sowie in Split-Dalmatien. Die dünn besiedelte Gegenden an der Küste zur Adria sind weniger betroffen. Und damit auch die Ziele, die Touristen ansteuern und dort ihr Ferienhaus buchen. In Bulgarien steigen jedoch die Fallzahlen - die Strände sind aber wieder geöffnet.

Auch die Einreise zum Urlaub nach Kroatien ist laut Auswärtigem Amt für alle Staatsangehörigen der EU-Mitgliedstaaten ohne Einschränkungen gestattet. Die Daten der Touristen werden bei der Einreise registriert. Wer Zeit sparen will, sollte seine Kontakt- und Aufenthaltsdaten schon online vorab hinterlegen. Wer aus Kroatien ausreist, muss anschließend nicht in eine 14-tägige Quarantäne.

Urlaub 2020 in Kroatien: Ähnliche Regeln wie in Deutschland

Wer seinen Urlaub in Kroatien 2020 verbringt, wird wegen des Coronavirus aber viele Regeln befolgen müssen, die man auch in Deutschland kennt. Um die Zahl der Fälle von Covid-19 weiter zu begrenzen, gelten auch in Kroatien Abstandsregeln. In vielen öffentlichen Bereichen muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Jetzt, da die Zahl der Fälle in Kroatien gestiegen ist, wird diese Regel ausgeweitet. So ist ein Mund-Nasenschutz Pflicht in Supermärkten, in Restaurants, im öffentlichen Nahverkehr und in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Auch in anderen beliebten Reiseländern sieht Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr anders aus als gewohnt. *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Miroslav Lelas

Kommentare