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„Wir wollen einen Perspektivwechsel anstoßen“

Zum Auftakt der Dokumentarfilmtage: Retter des letzten Polaroid-Werks kommt nach Rosenheim

Kommt zu Besuch nach Rosenheim: Florian „Doc“ Kaps ist der Held in dem Film „An Impossible Project“.
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Kommt zu Besuch nach Rosenheim: Florian „Doc“ Kaps ist der Held in dem Film „An Impossible Project“.

Vier Abende, vier Perspektivwechsel: In Kooperation mit der Stadtbibliothek zeigt der „KulturKlub Rosenheim“ in der kommenden Woche vier Dokumentarfilme über Digitalisierung, Europas größte Müllhalde und ein illegales Spiel. Dafür verwandelt sich der Salzstadel ab Mittwoch in ein Kino mit kleinen Leinwandinseln.

Rosenheim – Julia Hauch und Marion Berger haben große Träume. Gleich mehrere davon haben sich die beiden Vorsitzenden des „KulturKlubs Rosenheim“ jetzt erfüllt. „Wir haben schon lange überlegt, wie wir den Salzstadel nutzen können“, sagt Julia Hauch. Sie sitzt auf einer Bank, blickt auf den Platz vor ihr. Zwischen den Hochbeeten und Bücherschränken sollen am Mittwoch auch fünf Fernseher aufgestellt werden, auf denen bis Ende der Woche vier Dokumentarfilme laufen sollen. „Wir haben ein Programm zusammengestellt, bei dem für jeden etwas dabei ist“, sagt Marion Berger.

Die Wendung zum Analogen

Gleich am Mittwoch will der Verein „An Impossible Project“ zeigen. In dem Film lässt Jens Meurer Menschen zu Wort kommen, die schon die Wendung zum Analogen suchten, als sich andere noch den Verheißungen der nächsten iPhone-Generation hingaben.

Dabei dreht sich alles um den Filmhelden Florian „Doc“ Kaps, der sein gesamtes Vermögen riskierte, um das letzte Polaroid-Werk zu retten. „Florian wird uns am Mittwochabend persönlich besuchen“, sagt Julia Hauch. Sie habe ihn angeschrieben, ihm gesagt, dass auch sie große Träume habe und sich sehr über seinen Besuch in Rosenheim freuen würde. „Ein paar Tage später hat er zugesagt“, sagt Hauch.

Ein positiver Film zum Auftakt

Die Vorsitzende freut sich darüber gleich doppelt. Nicht nur sei Kaps ein Unikat, auch sei der Film in Rosenheim noch nie gezeigt worden. „Uns war wichtig, dass wir einen positiven Film zum Auftakt zeigen“, sagt Marion Berger.

Auch weil auf dem Programm danach eher schwere Filme stehen. Am Donnerstag läuft der Film „Welcome to Sodom“, der die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken lässt.

Über den illegalen Elektroschrotthandel

„Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen“, heißt es auf der Website des „KulturKlub Rosenheim“.

Ein Spiel zwischen Leben und Tod

Einen Tag später folgt der Film „The Game – Spiel zwischen Leben und Tod“, in dem sich alles um ein Spiel dreht, an dem junge Männer und Familien teilnehmen – aber auch die Polizei und internationale Organisationen.

„Falls es ihr Drehplan zulässt, wird auch die Regisseurin Manuela Federl an der Veranstaltung teilnehmen“, sagt Marion Berger. Den Abschluss macht der Film „Walchensee Foreber“, in dem Janna Ji Wonders die Geschichte ihrer Familie erzählt, die ein ganzes Jahrhundert umspannt.

Einen Perspektivwechsel anstoßen

Nach jedem Film gibt es die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. „Wir wollen einen Perspektivwechsel anstoßen und dazu beitragen, dass wir gemeinsam etwas bewegen können“, sagt Julia Hauch. Sie freue sich über die Möglichkeit, die Dokumentarfilmtage jetzt auch nach Rosenheim zu holen. „In Bad Aibling und München sind sie schon verbreitet“, sagt sie.

Keine Konkurrenz zu ähnlichen Veranstaltungen

Wichtig sei ihr, dass die Rosenheimer wissen, dass der „KulturKlub“ keinesfalls eine Konkurrenz zu ähnlichen Veranstaltungen sein soll. „Im Gegenteil. Wir wollen die Stadt gemeinsam bereichern“, sagt Marion Berger. Denn nur so könne gelingen, auch große Dinge in die Wege zu leiten. Noch so ein Traum, den sich die beiden Frauen erfüllen wollen.

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