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Gewerbeflächen am Oberfeld und Steuereinnahmen

Mehr Gewerbeflächen, aber weniger Einnahmen

Der aktuelle Belegungsplan des Gewerbegebiets "Am Oberfeld"
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Der aktuelle Belegungsplan des Gewerbegebiets "Am Oberfeld"

Rosenheim - Trotz oder gerade wegen der guten Wirtschaftslage, drohen Rosenheim massive Einbußen bei den Einnahmen. OB Bauer reagierte bereits mit einer Haushaltssperre. Wie es nun weiter geht:

"Die Wirtschaft brummt, den Unternehmen geht es gut", erklärt der Amtsleiter der Rosenheimer Kämmerei, Heinz Bösl. Auch das insgesamt rund 66.000 Quadratmeter große Gewerbegebiet "Am Oberfeld" wird von den Unternehmen gut angenommen. Erst vor Kurzem wurde ein weiteres Grundstück an der B15 im Rosenheimer Süden an den Mann gebracht. Auf über 5.300 Quadratmetern soll hier im Bereich "Wissenschaft und Forschung" künftig gearbeitet werden. Somit ergeben sich noch mehr als 43.000 Quadratmeter Freifläche für zukünftige Planungen. Und trotzdem sah sich Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer Anfang Junl gezwungen, eine Haushaltssperre für die Stadt zu erlassen.

Lesen Sie dazu:

Neuer Bebauungsplan für das Oberfeld

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Der Grund für den Ausgaben-Stopp seitens der Stadt kennt Thomas Bugl, Leiter des Dezernats I im Rosenheimer Rathaus. "Wir betreiben einen Einnahmen-orientierte Ausgabenpolitik. Unser erklärtes Ziel ist es, keine Neuverschuldung zu betreiben." Die Sperre bedeute für die Stadt natürlich, an mancher Stelle Einsparungen vorzunehmen, laut Bugl sei man sich auch bereits intern einig, wo diese Sparmaßnahmen ansetzen sollen. Der Dezernatsleiter gab weiter an, in den kommenden Stadtratssitzungen ausführlich darüber Rechenschaft abzulegen. In ihren Prognosen ging die Stadt Rosenheim von Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 47,7 Millionen Euro aus. Laut aktuellen Hochrechnungen werden jedoch nur 38,7 Millionen in die städtischen Kassen gespült. Daraus resultiert ein Defizit von rund 9 Millionen Euro. Für das Gesamtsteueraufkommen der Stadt ergäbe sich so eine Verminderung von 8,2 Millionen Euro. Bis Ende Juni beliefen sich die tatsächlichen Gesamteinnahmen auf 29,2 Millionen Euro, die Hochrechnung gibt 83,1 Millionen Euro an.

Heinz Bösl hält die verminderten Einnahmen jedoch nur für eine temporäre Erscheinung. Die Minderung basiere auf unternehmerischen Entscheidungen, die in Zeiten von Guten Umsätzen vermehrt Investitionen tätigen würden und somit große Steuerabschreibungen zu verzeichnen hätten. Diese Abschreibungen wirkten sich damit direkt auf die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt aus, so Bösl. Anzeichen einer drohenden Wirtschaftskrise seien definitiv nicht erkennbar, weswegen man seine Prognosen für das kommende Jahr nach unten korrigieren wolle. "Wir gehen mit den Planungen auf jeden Fall nach unten, aber nicht in dem Maß, wie es sich gerade darstellt", erklärte auch Thomas Bugl. Im Bereich der Gewerbeflächen-Entwicklung sei man durchwegs gut aufgestellt, nicht nur mit den noch vorhandenen Kapazitäten am Oberfeld, sondern auch mit der voraussichtlich bereits in diesem Jahr beginnenden Ausbau der Flächen am Bahnhof gehe die Stadt in die richtige Richtung, so Dezernatsleiter Bugl.

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