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Rückblick und Ausblick der Freien Wähler Rosenheim

Freie Wähler: "Mehr Mut zu Entscheidungen"

(v.l.) Franz Baumann, Robert Multrus, Dr. Beate Burkl, Christine Degenhart
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(v.l.) Franz Baumann, Robert Multrus, Dr. Beate Burkl, Christine Degenhart

Rosenheim - Was lief falsch im vergangenen Jahr, wo entstehen heuer Chancen. Diesen Fragen widmete sich die Stadtratsfraktion der Freien Wähler in ihrem jährlichen Rück- und Ausblick.

Viele Dinge entwickelten sich im vergangenen Jahr 2014, nicht nur wegen der Kommunalwahl, noch recht ruhig, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler /UP Robert Multrus. Anlässlich der Jahrespressekonferenz der Stadtratsfraktion ließen er und seine drei Kollegen, die 3. Bürgermeisterin Dr. Beate Burkl, Christine Degenhart und Franz Baumann, 2014 Revue passieren und wagten einen Ausblick auf das aktuelle Jahr. Zentrale Aussage dabei: Nicht nur reden, sondern auch anpacken und Entscheidungen treffen. Welche Themen den Stadtrat auch heuer wieder beschäftigen werden:

Die Mobilitätsdrehscheibe: Verkehr in und um die Stadt

Bei der künftigen Neu-Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist sich die Fraktion einig: "Die aktuelle Situation ist unbefriedigend für alle", so der Vorsitzende Robert Multrus. Die oberste Priorität liege bei den Freien Wählern im Zuge der Umbau-Arbeiten auf jeden Fall bei der Funktion des Areals. "Hier soll eine Mobilitätsdrehscheibe entstehen und keine Grün-Oase", stellt die 3. Bürgermeisterin Dr. Beate Burkl unmissverständlich dar. Wenn es an den Alt-Bestand der Bäume gehe, erwarte man auch in diesem Jahr Wiederstand aus anderen Fraktionen im Stadtrat.

Ein zusätzliches Parkhaus, gleich auf welchem Baufeld des Bahnhofsareals, sei dazu eine absolute Notwendigkeit, so Burkl. Sei eine solche Parkmöglichkeit für Pendler und sonstige Besucher des Rosenheimer Zentrums in den vergangenen Planungen noch vorhanden gewesen, vermisse die 3. Bürgermeisterin dieses in der aktuellen Version. Franz Baumann sieht dabei vor, lediglich den Baugrund seitens der Stadt auszuweisen, der Bau und der Betrieb eines Parkhauses könne dann an Privat vergeben werden. Dem Streit über die Zuständigkeit, ob Stadt oder Bahn hier zahlen müssten, könne so aus dem Weg gegangen werden.

Der Öffentliche Personennahverkehr, sowohl in der Stadt als auch im Umland, müsse sich dann ebenfalls mit den geänderten Gegebenheiten wandeln. Man denke offen über einen überregionalen Tarifverbund aber auch über neue Streckenführungen zur besseren Verzahnung der Stadtteile und der umliegenden Gemeinden nach.

Die Planungen im Bahnhofsbereich müssten auf jeden Fall noch heuer endgültig abgeschlossen werden, so Robert Multrus, wenn man einen Baubeginn im Jahr 2016 nicht gefährden wolle. Den Interessen aber auch den Eigenheiten der Rosenheimer müsse dabei aber in jedem Fall Rechnung getragen werden, so Multrus.

Stadthaushalt: Prioritäten oder Jonglieren?

"2015 stehen einige große Investitionen an", weiß Robert Multrus. Die Groß-Projekte aufgrund von möglicherweise wieder klammen Haushaltskassen weiter in die Zukunft zu schieben, stehe jedoch nicht zur Debatte. Vielmehr fordert Christine Degenhart mehr Optimismus in Hinblick auf die Finanzen: "Die Zeiten können auch wieder besser werden!"

Wohnraum: Nachverdichtung und Umnutzung

Ein Zuzug nach Rosenheim sei in allen Altersgruppen zu beobachten, so Robert Multrus. Deshalb sei es auch umso wichtiger, für alle Bedürfnisse entsprechende Wohnungen im Stadtgebiet bieten zu können, ergänzt Christine Degenhart.Nicht nur um die Arbeitskraft für die ortsansässigen Firmen zu erhalten, sondern auch um älteren Menschen einen angenehmen Lebensabend mit passender Infrastruktur und jungen Bürgern erschwingliche Zimmer zum Studieren bieten zu können, müsse über Nachverdichtung und Flächenumnutzung nachgedacht werden. Die GRWS sei intensiv damit beschäftigt, bestehende Gebäude zu überprüfen und auszuwerten, wo unter Berücksichtigung barrierefreier und energetischer Aspekte zusätzliche Wohneinheiten entstehen könnten.

Zusätzlich müsste auch Grundstücksbesitzern im Stadtgebiet die rechtliche Möglichkeit gegeben werden, auf ihrem Eigentum neu zu bauen. Auf Flächen, die aktuell noch beispielsweise als Gärten verwendet würden, müsse eine Nachverdichtung, so sie denn von den Besitzern auch gewollt ist, möglich sein, so Dr. Beate Burkl. Selber Grundsatz müsse dann auch für Flächen gelten, die aktuell noch, zum Beispiel als Stadien, genutzt werden.

Eisstadion: Sportstadt Rosenheim auch weiterhin wichtig

Bevor es aber zu einer Flächenumnutzung, am Beispiel des Eisstadions, kommen könne, müsse zuerstein alternativer Standort für die Starbulls gefunden werden. Aufgrund der Überlegungen, bei einem Neubau zwei Eisflächen auch für den Breitensport unterzubringen, stehe zur Zeit aber kein Standort zur Verfügung. Eine finanzielle Beteiligung des Vereins stehe dabei aber an erster Stelle, so Multrus. In 4 bis 5 Jahren sei man hier jedoch zuversichtlich, eine Lösung zu finden.     

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