Seele des Bierkellers bewahrt

Einweihung des Teutonenkellers
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Einweihung des Teutonenkellers

Rosenheim – Die Studentenverbindung „Teutonia“ hat eine neue Heimat: Mit großem Ehrgeiz und enormem Arbeitseinsatz haben sie sich in dem unterirdischen Gewölbe des Gasthauses „Mailkeller“ ihre „Konstante“ eingerichtet.

Wo einst das Bier kühl gelagert wurde, werden nun ihre Treffen stattfinden. Bei der feierlichen Einweihung öffneten sie für zahlreiche Gäste erstmals die Pforten ihrer neuen Bleibe. Doch auch in Zukunft soll die Allgemeinheit öfter die Gelegenheit bekommen, den sanierten Bierkeller zu besichtigen.


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Bierkeller in neue Heimat verwandelt

Der Stolz auf ihr Werk war den "Teutonen" bei der offiziellen Eröffnung deutlich anzusehen. In ihrer traditionellen, festlichen Kleidung, die als "Wichs" bezeichnet wird, marschierten sie vom Rathaus über die Fußgängerzone zum "Mailkeller" in der Schmettererstraße. Dort wurden sie schon von vielen Ehrengästen, darunter zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik, empfangen.


Heimatlos durch "Löchl"-Sanierung

Ursprünglich war das Gasthaus "Flötzinger-Löchl" die Heimat von "Teutonia". Doch mit den dortigen Renovierungsmaßnahmen verlor die Studentenverbindung nach vielen Jahrzehnten ihre Heimat (wir berichteten). Die Suche nach neuen Räumlichkeiten war nicht einfach. Franz Steegmüller senior, Inhaber der Flötzinger-Brauerei erinnerte sich schließlich an den im "Dornröschenschlaf" schlummernden Bierkeller.

Die Mitglieder der Studentenverbindung waren schon bei der ersten Besichtigung begeistert. Allerdings stellten sie auch gleich fest, dass da enorm viel Arbeit auf sie zukommt. Insgesamt mussten rund 60 Kubikmeter Sperrmüll und 80 Tonnen Schutt aus den alten Gemäuern entfernt werden. Die beauftragten Handwerker wurden bei der anstrengenden Arbeit von vielen Mitgliedern der Studentenverbindung tatkräftig unterstützt. "Wir haben mit unseren Händen im Staub, Wasser und Schimmel gegraben", erinnerte sich Uwe Mertens - der für Planung der "Konstante" zuständige Architekt ist selbst Mitglied der "Teutonia".

Einweihung des Teutonenkellers

Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
Einweihung des Teutonenkellers © mg
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Einweihung des Teutonenkellers © mg
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
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Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
Einweihung des Teutonenkellers © mg
Teutonia: Einweihung des neuen Bierkellers
Einweihung des Teutonenkellers © mg

Wichtig war ihm, dass die alte "Seele" des Bierkellers auch nach dem Umbau erhalten bleibt. Dieses Ziel wurde erreicht; selbst die Rinnen, in denen früher das Wasser der Eisblöcke ablief, wurden erhalten. Der Bodenbelag, bestehend aus unzähligen Steinen, wurde komplett in Handarbeit wieder eingebaut. Trotz seiner Ursprünglichkeit ist der Bierkeller aber zu einem Ort geworden, an dem man sich rundum wohl fühlen kann. Es gibt einen großen Saal und eine Bar. Natürlich fehlen auch sanitäre Anlagen und eine Heizung nicht.

Begeistert von dem gelungenen Umbau zeigte sich auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. "Das Herz der Teutonen schlägt jetzt hier", sagte sie in ihrer Rede. Die neue Bleibe sei keine "hermetisch verschlossene Zufluchtsstätte, sondern ein Ort der Kontakte und des Zusammenhalts".

Stadtheimatpfleger Karl Mair widmete sich der Geschichte der Bierkeller in Rosenheim. Den Bierkeller unter dem "Mailkeller" gibt es bereits seit 1645. Er ist damit der älteste in der Stadt.

Stephan Kubinger, Vorstand der Teutonen, erklärte, wie wichtig für eine Studentenverbindung ein fester Treffpunkt ist: "Studenten kommen und gehen. Viele kommen von anderen Städten. Darum ist es wichtig, eine Konstante zu haben, die Halt gibt und für Beständigkeit steht."

Teutone war erster Holztechnik-Student

Hochschulpräsident Professor Heinrich Köster hob in seiner Rede die enge Zusammengehörigkeit der Hochschule mit der Studentenverbindung hervor. "Der erste Student, der sich im Holztechnikum eingetragen hat, war ein Teutone", erzählte er. Köster wurde im festlichen Rahmen am Abend zum Ehrenmitglied der Studentenverbindung ernannt.

Die kirchliche Weihe vollzog Pfarrer Andreas Maria Zach. Prokurist Andreas Phyrr sprach namens der Flötzinger Brauerei; auch er lobte den gelungene Umbau.

Gemeinsam enthüllten Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Franz Steegmüller zum Abschluss des offiziellen Teils die Eingangstür enthüllt. Danach nutzten die Gäste die Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck über die Gestaltung zu verschaffen. In Zukunft will die Studentenverbindung der Allgemeinheit bei Stadtführungen die Möglichkeit geben, in die "Biergeschichte" Rosenheims auf anschauliche Weise einzutauchen. 

Oberbayerischen Volksblatts.

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