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Nach Skandalspiel von Prutting nun Prozess vor Jugendschöffengericht Rosenheim

„Solche Tritte können tödlich enden“: Türkspor-Spieler (20) verurteilt!

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Rosenheim/Prutting - Eskaliert ist Mitte Oktober 2017 ein Fußballspiel der A-Klasse zwischen SV Prutting gegen Türk Spor Rosenheim. Es flogen Fäuste, Tritte und sogar Flaschen. Einer der Akteure, ein 20-jähriger Rosenheimer, musste sich nun wegen gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Ein 20-jähriger Rosenheimer und Spieler von Türkspor Rosenheim musste sich jüngst wegen gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung vor dem Rosenheimer Jugendschöffengericht verantworten. Der Vorwurf: Er habe mit seinem Stollenschuh auf einen am Boden liegenden Zuschauer eingetreten. Der 45-jährige Pruttinger zog sich dabei eine Schädelprellung, eine Schwellung am Auge und einen Tinnitus zu. 


Weiterhin soll der 20-Jährige laut Anklage auch den Zweiten Vorstand des SV Prutting zu Boden gerissen, sich auf ihn gesetzt und mit Fäusten auf ihn eingeschlagen haben. Der 32-Jährige erlitt Prellungen an Schädel, Rücken und Thorax und mehrere Schürfwunden.

Wie das OVB nun in seiner Montagsausgabe berichtet, wurde der 20-Jährige vom Rosenheimer Jugendschöffengericht zu einer Jugendstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Richterin Verena Köstner laut dem Blatt in ihrer Urteilsbegründung: „Solche Tritte können tödlich enden!" Da seine Taten auf ein hohes Aggressionspotential und fehlende Hemmschwellen hindeuten, solle ihm ein Antiaggressionstraining und ein einwöchiger Dauerarrest die Bewährungsstrafe verdeutlichen. Im Vorfeld war der 20-jährige Spieler bereits vom Sportgericht mit einer neunmonatigen Sperre belegt worden.


Hintergrund

Das Spiel SV Prutting gegen Türk Spor Rosenheim war am 15. Oktober beim Stand von 2:2 in der 60. Minute abgebrochen worden, weil Türk Spor Rosenheim nach fünf roten und zwei gelb-roten Karten nicht mehr die erforderliche Mindestanzahl von sieben Spielern auf dem Platz hatte (DFB-Fußballregeln, Regel 3).

Nach dem Spielabbruch kam es zu Tumulten, an denen nach Ansicht des Sportgerichts Inn/Salzach beide Klubs gleichermaßen Schuld tragen. Ihren Anfang nahmen die Tumulte durch zunächst verbale Beschimpfungen seitens Pruttinger Zuschauer und einem Faustschlag gegen den Rosenheimer Spielertrainer.  Daran waren sowohl Spieler als auch Zuschauer beteiligt. Ein Video, das im Internet kursiert, dokumentierte die Brutalo-Szenen. Zahlreiche Polizeistreifen mussten anrücken, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Auch mehrere Krankenwagen und ein Notarzt waren damals im Einsatz. In der handfesten Schlägerei erlitten mehrere Spieler, Zuschauer und der Schiedsrichter Prellungen, Schürf- oder Kratzwunden.

Nach einer mündlichen Verhandlung hat das Kreissportgericht Inn/Salzach bis zum 21. November 2017 insgesamt 13 Urteile gegen beide Vereine gefällt. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf ovb-heimatzeitungen.de oder in Ihrer gedruckten OVB-Heimatzeitung.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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