Landratsamt, Stadt und Auerbräu beziehen Stellung 

Drei Tage Starkbierfest Auslöser für hohe Corona-Zahlen im Raum Rosenheim? 

Drei Tage lang wurde auf dem Rosenheimer Starkbierfest Anfang März gefeiert. Danach schnellten die Infektionszahlen an Corona-Erkrankten in die Höhe. Besteht hier ein Zusammenhang? 
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Drei Tage lang wurde auf dem Rosenheimer Starkbierfest Anfang März gefeiert. Danach schnellten die Infektionszahlen an Corona-Erkrankten in die Höhe. Besteht hier ein Zusammenhang? 

Rosenheim - Zehn bis zwölf Tage nach Abbruch des Starkbierfests am 8. März schnellten die Zahlen an Corona-Infizierten in die Höhe. Es stellt sich durchaus die Frage, ob es zwischen den drei Tagen Starkbierfest Anfang März und der hohen Infektionsrate an Corona-Erkrankten im Landkreis Rosenheim einen Zusammenhang gibt. 

Darüber könne man nur spekulieren, erklärt Michael Fischer vom Landratsamt Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de. Das Gesundheitsamt bleibe auch vier Wochen später bei seiner damaligen Empfehlung der Absage. Der Leiter des Amtes, Dr. Wolfgang Hierl, hatte am 4. März im Kreistag empfohlen, das Fest aus Sicherheitsgründen wegen der Verbreitung des neuartigen Virus abzusagen


Die Stadt Rosenheim hingegen entschied sich dazu, dieser Empfehlung nicht nachzugehen, was von den Verantwortlichen von Auerbräu Anfang März bei einem Pressegespräch als "mutiges, starkes Zeichen der Stadt Rosenheim und von Oberbürgermeisterin Bauer" gewertet wurde. 

Die Stadt, so teilte es Pressesprecher Christian Schwalm gegenüber rosenheim24.de mit, habe in Abstimmung mit der Pressestelle des Landratsamtes Rosenheim entschieden, "dass das Rosenheimer Gesundheitsamt aufgrund der Vielzahl der Aufgaben in Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise derzeit nicht in der Lage ist, hypothetische Fragestellungen zu möglichen Zusammenhängen zwischen dem Starkbierfest und der Fallzahlenentwicklung in Stadt und Landkreis Rosenheim zu beantworten." 


Das sagt Auerbräu zum möglichen Zusammenhang: 

Nützliche Links zu Corona 

Die Veranstalter haben sich - nach dem Beschluss der zuständigen Ämter und der Stadt Rosenheim, dass eine Durchführung möglich sei - dazu entschlossen, das Starkbierfest am ersten Märzwochenende stattfinden zu lassen. In einer schriftlichen Stellungnahme äußern sich die Verantwortlichen von Auerbräu zu den Gerüchten, dass die drei Tage Starkbierfest möglicherweise mit den hohen Fallzahlen an Corona-Erkrankten im Landkreis einhergehen könnten. 

Alle Vorgaben für Großveranstaltung habe man umgesetzt, betont Auerbräu, darunter die Abstände der Tische, zahlreiche Desinfektionsspender, eine Sensibilisierung der Service-Mannschaft. Bis heute gebe es "im gesamten Team keinen einzigen Fall einer Infektion mit Corona".

Fokus auf "Gemeinsamkeit und Zusammenhalt"

Weiter heißt es schriftlich: "Unter der Betrachtung neuer Entwicklungen haben wir von uns aus die restlichen Wochenenden des Starkbierfests abgesagt. Wir haben wie im Statement zur Eröffnung bereits angekündigt, die Fakten ständig geprüft und Entscheidungen angepasst. Die Corona-Pandemie trifft die gesamte Welt im Mark und vollkommen unvorbereitet. Es ist ein neuer Virus und selbst Politiker und Virologen müssen Aussagen und Annahmen in dieser dynamischen Lage oft revidieren - so haben auch wir gehandelt."

"In der jetzigen Situation, in der das Virus noch weitgehend unerforscht ist lassen sich genaue Verbreitungswege wissenschaftlich bisher nicht einwandfrei belegen. Deshalb möchten wir weniger eine Diskussion darüber führen wer sich wo angesteckt haben könnte, sondern den Fokus eher auf Gemeinsamkeit und Zusammenhalt richten. Stand heute lautet die Devise 'Gemeinsam gegen die Krise', 'Wir bleiben daheim' und 'Bleiben Sie gesund'".

mb

Quelle: rosenheim24.de

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