Kein Wohnraum in Rosenheim

Diakonie betreut 75 Obdachlose

Rosenheim - Die gestiegenen Preise für Wohneigentum haben dramatische Folgen: Es gibt immer weniger Wohnraum für Niedrigverdiener.

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Wohnungslosen wie in den letzten Jahren unverändert hoch. Die Noteinrichtungen der Sozialdienste sind derzeit rappelvoll, erklärt Radio Charivari. Klaus Voss vom D iakonischen Werk Rosenheim berichtet, dass es derzeit in fünf Standorte, in denen 75 Obdachlose betreut werden.

Außerdem gebe es für jede Tag- und Nachtzeit eine Akutstelle, die das ganze Jahr geöffnet ist. Grund für die vielen Obdachlosen seien vor allem die nicht mehr bezahlbaren Wohnungen im unteren Preissegment. Seit vier bis fünf Jahren finde hier ein enormer Preiskampf statt. Besonders in unserer Region seien die Wohnungen so teuer, dass sich die einkommensstarken Menschen im mittleren Preissegment nach Immobilien umsehen. Die Normalverdiener wiederum suchten ebenfalls Wohnungen im unteren Preissegment. Der Grund: in den letzten Jahren sind die Preise für Wohneigentum um fast 80 Prozent angestiegen. Rosenheim ist somit bundesweit trauriger Spitzenreiter.

Viele Einkommensschwache blieben damit auf der Strecke, so Voss. In den Unterkünften der Diakonie finden sich zwar kaum Flüchtlinge, weil die in gemeindlichen Wohnraum untergebracht sind. Dafür seien  Menschen aus dem EU-Raum betroffen. Aus Südosteuropa genauer gesagt. Die bei der Diakonie immer wieder um Beratung anfragen. Die Zusammenarbeit mit den städtischen und den staatlichen Behörden in Rosenheim sei aber gut: Die vor einigen Jahren eingerichtete Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit zeige gute Erfolge.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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