Die Innenstadt soll ruhiger und sicherer werden

Rosenheim sagt den "Auto-Posern" den Kampf an

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Rosenheim - Stark überhöhte Geschwindigkeit und Lärm ist den Anwohnern in der Münchener Straße ein Dorn im Auge. Wie die Stadt hier nun Abhilfe schaffen will:

"Wir kennen dieses Problem ja bereits seit Jahren. Die kommunale Verkehrsüberwachung hat hier keine Entspannung der Situation erzielt. Und auch die Polizei meldet, dass dieses Klientel nicht zu überzeugen ist", erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Verkehrsausschuss am Donnerstag. Die Rede ist von den sogenannten "Auto-Posern" und Rasern, die die Innenstadt im Bereich der Münchener Straße, zwischen HypoVereinsbank und dem Atrium, als "private Rennstrecke" nutzen. Jetzt will die Stadt härter gegen die Ruhestörer vorgehen:

Straßensperrungen im Bereich diskutiert

Auf Antrag der SPD-Fraktion im Rosenheimer Stadtrat beschäftigte sich das Gremium mit der Frage, wie den uneinsichtigen Rasern der Riegel vorgeschoben werden könne. Im Wortlaut heißt es im Antrag, dass "im Bereich der Münchener Straße, Riederstraße sowie Samerstraße das Befahren durch Kraftfahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit zu verhindern" sei. Auch über bauliche Veränderungen solle dabei nachgedacht werden. Die Sicherheit im Bereich sei gefährdet.

Hindernisse, beispielsweise in Form von Bodenschwellen, könnten in den angesprochenen Straßen nicht umgesetzt werden, zu hoch sei die Auslastung durch die Busse des ÖPNV, so die Erklärung der Verwaltung. Aus den Beschwerden der Anwohner gehe jedoch hervor, dass der Straßenzug besonders am späten Nachmittag und Abend betroffen sei. Eine komplette Sperrung samt Durchfahrtserlaubnis für die Busse könne man sich dann aber durchaus vorstellen.

Ein Vorschlag, der im Gremium auf offene Ohren stieß. Über die Fraktionsgrenzen hinweg sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses zumindest für einen Testbetrieb einer derartigen Lösung aus. Ergänzend sprach sich Herbert Borrmann, Sprecher der CSU, auch dafür aus, die Polizei zusätzlich anzuweisen, den Bereich trotzdem verstärkt im Blick zu behalten. "Wir müssen einfach härter gegen die Poser vorgehen. Ich warne allerdings vor einer Light-Version. (...) Besonderes Augenmerk sollte auch auf dem Wochenende liegen", ergänzte auch Robert Metzger von der SPD. Zudem müsse auch Sorge getragen werden, dass sich der Verkehr dann nicht auf andere Straßen verlagere. Eine komplette Sperrung sei ebenfalls zu bedenken.

"So machen wir's"

Das Gremium einigte sich am Ende darauf, dass die Münchener Straße künftig von Montag bis Sonntag im Bereich zwischen HypoVereinsbank und der Salinstraße ab 20 Uhr gesperrt werden könnte. Die Zufahrt zum Auto-Schalter der Bank könne über die Gillitzerstraße erhalten bleiben. Verkehre vom Bahnhof kommend müssten dann über die Riederstraße und die Salinstraße den Bereich umfahren. Gabriele Bauer abschließend: "Als Probezeit kann ich mir ein Jahr gut vorstellen. So machen wir's"

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild picture alliance / dpa

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