460 Meter lange Mauer

Zwei Millionen Euro: Neuer Hochwasserschutz an der Mangfall

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Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei einer Baustellenbesichtigung mit Paul Geisenhofer, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim, und Projektleiter Florian Braun.

Rosenheim - Termingerecht soll die neue Hochwasserschutz Mauer in Oberwöhr stehen. Bürgern wird jedoch trotzdem geraten, auch selbst Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, da immer ein Risiko bestehen bleibt.

Die Bauarbeiten des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim am Turner Weg kommen gut voran. "Es freut mich, dass die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz so reibungslos und termingerecht ablaufen.", erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei einer Baustellenbesichtigung mit Paul Geisenhofer, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim und Projektleiter Florian Braun. 

"Das Hochwasser 2013 ist längst noch nicht vergessen. Speziell Oberwöhr war vor fünf Jahren ein Brennpunkt des Geschehens mit sehr hohen Schäden", erinnert Geisenhofer. Mit diesem Lückenschluss und den bereits gebauten Hochwassermauern in Kolbermoor und weiter stromaufwärts, werde das Hochwasserrisiko für Oberwöhr nun wesentlich reduziert

Restrisiko bleibt bestehen

Der Behördenleiter weist jedoch auch darauf hin, dass trotz aller Baumaßnahmen an der Mangfall bei Extremhochwässern immer ein Risiko bestehen bleibt, das mit technischen Schutzmaßnahmen nicht beherrschbar sei. Aus diesem Grund sollten die Bürger insbesondere auch in den geschützten Bereichen Vorsorgemaßnahmen treffen. Dazu zählen unter anderen eine angepasste Bauweise und der Abschluss von Versicherungen gegen Hochwasserschäden. 

"Die Baustelle hier am Turner Weg läuft", freut sich Projektleiter Florian Braun, der auch als direkter Ansprechpartner vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger fungiert. "Wir danken den Bürgerinnen und Bürger für Ihr Verständnis für die Einschränkungen während der Bauzeit. Die Behinderungen durch die Bauarbeiten im Straßen- und Fußgängerverkehr versuchen wir möglichst gering zu halten", so Braun weiter. Den Beschilderungen sei aus Sicherheitsgründen unbedingt Folge zu leisten.

460 Meter lang

Entlang des Turner Weges bis hin zur Wertstoffinsel werden insgesamt 460 Meter Hochwassermauer gebaut. Ein Drittel der Mauer steht bereits. Für das Niederschlagswasser wird entlang der Mauer eine Drainage verlegt, die zum Pumpwerk am Auerbach führt. 

Ein neuer Weg zur Unterhaltung der Mauer und für die Erreichbarkeit im Hochwasserfall wird zwischen den Häusern und der Mauer entstehen. Der Weg in den Auwald zur Mangfall wird weiterhin begehbar sein. Nur bei drohendem Hochwasser wird dieser mit sogenannten mobilen Dammbalken verschlossen. 

Die Bauarbeiten werden im Herbst abgeschlossen. Die Kosten liegen bei rund zwei Millionen Euro, an denen sich die Stadt mit 40 Prozent beteiligt.

Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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