Am Brückengeländer im Mangfallpark 

Entsorgung wegen Reparatur: Wo landen die Rosenheimer "Liebesschlösser"? 

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Wenn's dann doch nicht geklappt hat, musste wohl manch Schloss wieder gewaltsam entfernt werden - Schäden an der Brücke inbegriffen.
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Rosenheim - Die Initialen eines Pärchens - verewigt und für immer gefestigt anhand eines sogenannten "Liebesschlosses" an Brücken - dieser Brauch vieler Verliebter setzt die Stadt Rosenheim nun ein jähes Ende. Doch was passiert mit den Liebesbeweisen? 

Aufwändige Reparaturarbeiten stehen dem Brückengeländer am Mangfallpark bevor: Der Grund sind ausgerechnet die rund 700 "Liebesschlösser", die dort das ewige Beisammensein eines Pärchens zelebrieren

Jetzt hat die Stadtverwaltung entschieden, alle "Liebesschlösser" an den Brücken im Rosenheimer Mangfallpark zu entfernen und die Anbringung neuer Schlösser an den Brücken in Zukunft zu untersagen - weil nach dem zwischenmenschlichen "Liebes-Aus" eben solche Schlösser häufig gewaltsam entfernt werden und dadurch Schäden an den Seilverspannungen des Brückengeländers entstehen.

Entsorgung aller Schlösser

Hier stellt sich nun aber die Frage, was mit den aktuell noch bestehenden Schlössern passiert? Dass die Stadt die Schlösser aufbewahrt und die Besitzer sich diese abholen können, das schließt Christian Schwalm, Sprecher der Stadt, definitiv aus, wie er auf Nachfrage von rosenheim24.de betont: "Es wäre ein gewaltiger und mit Steuergeldern nicht zu rechtfertigender Aufwand 700 Schlösser zu lagern und sie für das Heraussuchen einzelner konkreter Schlösser zugänglich zu machen. Sie müssen leider entsorgt werden."

Alternativ-Vorschläge willkommen 

Weil die Stadt aber diesen Brauch aber nicht komplett verbieten möchte wird derzeit geprüft, ob eine alternative Möglichkeit im Stadtgebiet geschaffen werden kann. Ideen dazu nimmt das Geschäftszimmer des Tiefbauamts per Email unter tiefbauamt@rosenheim.de jederzeit entgegen.

Schwalm erklärt weiter: "Einige Vorschläge von Bürgern sind bereits beim Tiefbauamt eingegangen. Die Schlösser sind aktuell aber noch nicht einmal entfernt und jetzt wird zunächst einmal in Ruhe überlegt ob, und wenn ja, wo eine mögliche Alternative entstehen könnte." 

Wie diese am Ende aussehen könnte, darüber wollte Schwalm nicht spekulieren: "Über alle Vorschläge von Bürgern wie so etwas aussehen könnte, freuen sich die Kollegen im Tiefbauamt. Da gibt es erstmal keine Deadline." 

"Liebesschlösser"-Schwerpunkte stellen laut Schwalm lediglich die Brücken im Mangfallpark dar, da sich die Schlösser problemlos an dem Geländer aus Drahtgeflecht anbringen lassen würden. "Problematisch und gefährlich wird es bei der unsachgemäßen Entfernung der Schlösser, wenn das filigrane Geländer zerstört wird. An den offenen Stellen können sich Tiere oder Kinder leicht verletzten", erläutert der Stadtsprecher abschließend. "Diese Problematik gibt es an anderen Stellen im Stadtgebiet nicht."

mb

Quelle: rosenheim24.de

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