Drei verschiedene Straßenquerschnitte diskutiert

So könnte die Kufsteiner Straße künftig aussehen

Große Teile des rot markierten Bereichs der Kufsteiner Straße sollen in den kommenden Jahren erneuert bzw. ausgebaut werden
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Große Teile des rot markierten Bereichs der Kufsteiner Straße sollen in den kommenden Jahren erneuert bzw. ausgebaut werden

Rosenheim - Die Diskussionen um den Ausbau der Kufsteiner Straße gehen weiter. Am Dienstag einigte sich der Verkehrsausschuss auf einen neuen Querschnitt, diesmal mit breiteren Gehwegen:

Vier Fahrstreifen oder doch nur zwei? Mit Fahrrad-Schutzstreifen oder ohne? Fragen, mit denen sich der Rosenheimer Verkehrsausschuss am Dienstag in Bezug auf den künftigen, teilweisen Ausbau der Kufsteiner Straße intensiv beschäftigte. Hatte das Gremium um Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer den letzten Vorschlag der Verwaltung im Februar wegen zu breiter Gehwege noch zurückstellen lassen, entschied sich der Ausschuss nun, die Regelwerte doch einzuhalten.


Diskussionen um die Regelbreiten der Gehwege

Insgesamt drei Varianten, inklusive eines bereits abgelehnten Vorschlags, legte die Stadtverwaltung den Ausschuss-Mitgliedern vor. In Variante 1 teilten sich beide Fahrtrichtungen je einen überbreiten Fahrstreifen mit fünf Metern. "Aus Sicht der Verwaltung ist das der richtige Ansatz", erklärte Amtsleiter Hans-Joachim Stein. Für Radfahrer sah der Vorschlag einen 1,75 Meter breiten Schutzstreifen auf beiden Seiten vor, die Gehwege auf jeder Straßenseite hielten mit je 2,5 Metern die Regelwerte ein. "Die CSU-Fraktion lehnt den Vorschlag nach wie vor ab. (...) Da traut sich doch niemand an einem Lkw vorbei", kommentierte Fraktions-Sprecher Herbert Borrmann den favorisierten Vorschlag der Verwaltung.

Auf Wunsch der CSU hatte die Verwaltung auch eine Variante erarbeitet, die mit nur 2 Meter breiten Gehwegen auskam. Mit zwei getrennten Fahrspuren in jeder Richtung, 2,8 Meter bzw. 3 Meter breit, und separaten Radfahr-Streifen mit 1,75 Metern, halte man die Regelwerte in Bezug auf den Gehweg aber dennoch nicht ein, ergänzte Hans-Joachim Stein.


 "Variante 2 ist für mich unverantwortlich, ja fast fahrlässig. Angebotsstreifen für Radfahrer sind nachweislich sicherer", so Andreas Lakowski von der SPD. Daniel Artmann von der CSU hingegen favorisierte die Variante mit den schmäleren Gehwegen. "Eine Umsetzung nach Anlage 2 kann sowohl bei der Förderung als auch im Planfestellungsverfahren für Probleme sorgen", so Amtsleiter Stein weiter.

Insgesamt drei Varianten für einen möglichen Ausbau der Kufsteiner Straße stellte die Stadtverwaltung dem Verkehrsausschuss am Dienstag vor

Die dritte und letzte Variante stellte dann eine Mischung aus beiden vorher präsentierten Lösung dar. "Diese Lösung ist zwar regelkonform, wird von der Verwaltung aufgrund der nur 1,5 Meter breiten Schutzstreifen aber als problematisch eingeschätzt", so die Meinung der Planer im Rathaus mit Verweis auf das hohe Verkehrsaufkommen.

Das Gremium stimmt ab 

Mit getrennten Fahrstreifen, je 3 Meter Breite in der Mitte, 2,5 Metern zuzüglich eines 1,5 Meter breiten Schutzstreifens für Radfahrer am Rand und einem Gehweg mit 2,5 Metern Breite, fand der Vorschlag am Ende aber die Zustimmung der Mehrheit. Mit zwei Gegenstimmen verabschiedete das Gremium am Ende Variante Nummer 3.

Einzig im Bereich der Mangfall-Brücke könne der bestehende Querschnitt künftig nicht verändert werden, so Amtsleiter Stein abschließend. Im Zuge der Bahnunterführung soll der Radweg dann zusammen mit dem Gehweg in eine kombinierte Variante zusammengeführt werden. Für Autofahrer stünden dann vier echte Fahrstreifen zur Verfügung.

Quelle: rosenheim24.de

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