Verkehrsausschuss diskutiert über Ausbau

Wie breit soll die neue Kufsteiner Straße werden?

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Nicht nur Unfälle sollen durch den Ausbau der Kufsteiner Straße künftig minimiert werden
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Rosenheim - Seit Anfang Februar liegt die Baulast der Kufsteiner Straße nun bei der Stadt. Jetzt wurde diskutiert, wie die Hauptzufahrt nach Rosenheim künftig aussehen könnte:

Im Zuge der anstehende Erneuerung der Eisenbahnüberführung über die Kufsteiner Straße, muss nun auch ein Teilabschnitt der ehemaligen Bundesstraße überplant werden. Bevor eine Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt erfolgen könne, müsse auch eine Überarbeitung des Bereichs zwischen Klepperstraße und Brianconstraße erfolgen, so die Rosenheimer Stadt-Verwaltung am Donnerstag. Nach "erheblichen Sicherheitsbedenken" der ursprünglichen Planung mit insgesamt vier, 3 Meter breiten Fahrstreifen, wurde im Verkehrsausschuss jetzt die neue Planung vorgestellt.

Zwei Fahrstreifen statt vier

Gleich mehrere Änderungen am Querschnitt der Straße schlug die Verwaltung dabei dem Gremium zur Abstimmung vor. Das Führen der Radfahrer auf einem sogenannten "Schutzstreifen" im fließenden Verkehr sorge dafür, dass diese besser beachtet würden. Ein unabhängiger Gutachter komme weiter zu dem Schluss, dass der Kfz-Verkehr besser auf einem mit 5 Metern überbreiten Fahrstreifen in jede Richtung Platz finde. Hier könnten Pkw und Lieferfahrzeuge jederzeit problemlos nebeneinander fahren. Die breiteren Lkw könnten den Schutzstreifen bei Bedarf mitbenutzen. Eine Trennung in zwei separate Streifen je Richtung erfolge dabei aber nicht.

Insgesamt hätte die neue Kufsteiner Straße damit eine Breite von 18,90 Metern. Auf beiden Seiten finden sich Gehwege mit 2,50 Metern Breite, daneben, bereits auf der Fahrbahn, jeweils ein Schutzstreifen mit 1,75 Metern. Getrennt werden die 5 Meter breiten Fahrbahnen dann lediglich von einem 40 Zentimeter breiten, doppelten Mittelstreifen. In Kreuzungsbereichen kämen dann noch verschiedene Abbiegespuren hinzu, so die Verwaltung.

Mehr Fahrbahn und weniger Gehwege gefordert

Bereits im Sommer 2016 sei die Studie der Regierung von Oberbayern vorgelegt worden. Die Lösung sei dabei als positiv beurteilt worden. Die CSU-Fraktion im Verkehrsausschuss regte jedoch an, die Planung der Kufsteiner Straße nochmals zu überdenken. Anstatt einer Breite von 2,5 Metern seien Gehwege auf jeder Seite mit 2 Metern völlig ausreichend. Der daraus resultierende Raumgewinn könne dafür zur Verbreiterung der Fahrspuren und dann auch zu einer klaren Trennung auf dann wieder vier Spuren führen.

Die Verwaltung äußerte dazu jedoch Bedenken: "Mit einer Breite von 2 Metern erhöhen wir das Risiko, in der rechtlichen Überprüfung abgelehnt zu werden. Dann gehen wir wieder in die Planung und haben umsonst Geld bezahlt", so Amtsleiter Hans-Joachim Stein. Die Breite der Gehwege dürfe schließlich nur an Engstellen die Mindestbreite unterschreiten.

Am Ende einigte sich das Gremium um Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer darauf, das Thema Kufsteiner Straße zurückzustellen. Die Verwaltung soll die schmäleren Gehwegen nun in die bisherige Planung integrieren und dem Ausschuss erneut vorstellen.

Quelle: rosenheim24.de

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