Vorschläge gehen der Partei nicht weit genug

"Verkehrspolitische Steinzeit" - SPD fordert schnellere Busverbindungen

Rosenheim - Nicht weit genug gehen der SPD Stadtratsfraktion die Vorschläge, die der Gutachter in der Verkehrsausschusssitzung im Juni vorgestellt hat. Deshalb stellen sie nun einen Verbesserungsvorschlag vor. 

Pressemeldung im Wortlaut:

Die Richtung würde schon stimmen, meint der Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Robert Metzger aber die vorgeschlagenen Maßnahmen zu den Linienverläufen, Taktzeiten und besonders zur Ausweitung der Verkehrszeiten gehen nicht weit genug.

Und auch die Vernetzung mit dem Busverkehr des Landkreises stellt keine echte Konkurrenz zum Auto dar, stellt Metzger fest. Er ist sich sicher, dass diese Maßnahmen nur wenige, die bisher mit dem Auto in die Stadt gekommen sind, veranlasst, auf den Bus umsteigen. Was die Linienführung der Stadtbusse betrifft, will die SPD Fraktion die sog. Ringlinien abschaffen und durch schnellere Verbindungen ersetzen. „Es steigt doch niemand in einen Bus ein, der erst mal eine Rundfahrt durch die Stadtteile macht“, begründet Metzger die Forderung seiner Fraktion. 

Besonders wichtig ist der SPD eine direkte Verbindung aus den nördlichen und südlichen Stadtteilen zum Aicherpark. Auch hinsichtlich der Verkehrszeiten fordert die SPD Fraktion diese mindestens bis 20 Uhr auszuweiten. Außerdem möchte die SPD Fraktion mehr Haltestellen. So sollen am Klinikum an der Ellmaierstr, in Langenpfunzen, an der Prinzregentenstraße/Kloeckelstraße, an der B15/Zugspitzstraße/Kirchenweg neue Haltstellen entstehen. Auch bei der Verlegung von Haltestellen fordert die SPD die Vorschläge des Gutachters zu übernehmen und zwar an der Prinzregentenstraße/Berufsschule, der Küpferlingstraße/Hubertusstraße und der Pestalozzistraße. 

„Im Anbetracht dass die bayrische Staatsregierung Barrierefreiheit beschlossen hat, gehen mir auch die Bemühungen für einen barrierefreien Ausbau der Haltestellen zu wenig weit“ so Metzger. Seine Fraktion will die Anzahl der barrierefreien Haltestellen je Stadtteil auf 3 bzw. 5 erhöhen.

Auch das Thema Fahrgastinformation wird zu zaghaft angegangen. „Wenn man weiterhin ein Studium braucht, um unseren Fahrplan lesen zu können, dann wird der Fahrgast auch in Zukunft dem ÖPNV fern bleiben“ spottet Metzger. Hier ist auch die ROVG gefordert, die für die infrastrukturellen Maßnahmen zuständig ist. ‚“Im digitalen Zeitalter gehört zu einem modernen ÖPNV Angebot auch eine dynamische Fahrgastinformation, das mittels App dem Fahrgast eine Information in Echtzeit gibt“ fordert Metzger. Auch im Marketing sollte die Vorschläge des Gutachters übernommen werden. Bereits jetzt schon gibt es für bestimmte Benutzerprofile sehr gute Angebote, die aber zu wenig bekannt sind. 

Ein großes Anliegen ist der SPD Fraktion auch ein gemeinsamer Tarifverbund mit dem Landkreis. „Dass man mehrere Fahrkarten vor Ort im Bus kaufen muss, wenn man aus dem Landkreis mit dem Bus nach Rosenheim und dann weiter innerhalb Rosenheims fahren will, ist für Metzger verkehrspolitische Steinzeit“.

Die Pressemeldung der SPD Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Rosenheim Stadt

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT