St. Martin in der Erlenau

Seniorenheim wird vergrößert - die Parkplatz-Probleme aber auch! 

+
Die Sorgen um die Parkplätze bestimmte die Debatte der Stadträte.
  • schließen

Rosenheim - Das Caritas Altenheim in der Erlenau soll neu gebaut werden. Darüber berieten am Donnerstag die Stadträte.

Im der gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss sowie Umweltausschuss ging es am Donnerstagabend um das von der Caritas betriebene Altenheim St. Martin

Die Caritas will auf dem Grundstück - bis auf die Kapelle - in drei Bauabschnitten alles komplett abreißen lassen und durch Neubauten ersetzen. Neu soll zudem eine Pflegeschule an diesen Standort errichtet werden. 

Die Eckdaten des Bauprojekts: 

  • 110 vollstationäre Pflegeplätze
  • 24 Plätze betreutes Wohnen im Pflegehaus
  • 30 Tagespflegeplätze
  • 30 Wohnungen betreutes Wohnen in einem eigenen Gebäude
  • 14 Personalappartements 
  • 79 Parkplätze 

Fast 100 Bäume müssen gefällt werden

Insgesamt 98 der auf dem Areal stehenden 153 Bäume weichen, insbesondere Obstbäume.

"Eine rücksichtslose Planung der Caritas"

, empörte sich Grünen-Stadtrat Franz Opperer. Eigentlich sollte sich der kirchliche Wohlfahrtsverband doch um die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. 

Weniger dramatisch sahen das Dr. Wolfgang Bergmüller (CSU) und Gabriele Leicht (SPD). In der Abwägung zwischen Mensch und Natur, seien die Fällungen angemessen. Zumal Obstbäume sowieso keine lange Lebenszeit hätten und nach den Baumaßnahmen sicherlich neue Bäume auf dem Areal gepflanzt werden. 

"Parkplatzsituation im Quartier eine Katastrophe!"

Für mehr Diskussionen sorgen da schon die Parkplatzproblematik in der Erlenau. Dass für die drei Klassen der Pflegeschule, insgesamt rund 75 Schüler, lediglich neun Parkplätze vorgesehen sind, verwunderte nicht nur Margarete Fischbacher. Die Parkplatzsituation in diesem Viertel sei sowieso schon angespannt, so die CSU-Stadträtin.

Das bestätigte auch die Oberbürgermeisterin. "Im Parkhaus P9 am Klinikum kriegt man schon gegen 9.30 Uhr keinen Parkplatz mehr!", so Gabriele Bauer. Das Parkhaus werde vor allem von den rund 2500 Klinik-Mitarbeitern genutzt.  Für CSU-Fraktionschef Herbert Borrmann ist die "Parkplatzsituation im Quartier eine Katastrophe".  

Doch besonders auch unter Zusprache von Bauamtsleiter Michael Kettenstock setzte sich in der Sitzung die Ansicht durch, dass man die Caritas nicht für die schwierige Gesamtsituation verantwortlich machen könne. Die Stellplatzsatzung für den Antrag sei eingehalten worden und die Anzahl der Parkplätze entspricht dem notwendigen Schlüssel. 

Die Stadträte machten sich dennoch auf die Suche nach Lösungen. So schlug die Dritte Bürgermeisterin Dr. Beate Burkl (FW/UP) ein Parkdeck oder eine Tiefgarage vor. Beides unmöglich zu realisieren, so Kettenstock. Für ein Parkdeck seien die Gebäudeabstände zu eng und es würde zu Lasten der Belichtung gehen. Eine Tiefgarage sei unbezahlbar für die karitative Einrichtung. 

Auch der Hamberger-Parkplatz kann die Situation nicht verbessern. Nachdem Stadträtin Leicht das vorschlug, entgegnete Bauer: "Die Nachbarn akzeptieren das für 16 Tage Wiesn, aber leider nicht dauerhaft." 

Letztlich stimmten die Ausschüsse einstimmig zu - sehr zum Wohlgefallen der OB: "Ich freue mich, dass so etwas mitten in der Stadt entstehen kann, für eine Generation, die älter wird." So könnten sie auch im letzten Lebensabschnitt zentral im Stadtgebiet betreut und gepflegt werden. 

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Rosenheim Stadt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser