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Reaktion nach Zwischenfall auf dem Max-Josefs-Platz

Attacke auf Juso in Rosenheim: Kühnert solidarisiert sich, Staatsschutz ermittelt

Nachricht aus der Bundesparteizentrale der SPD: Die Genossen in Berlin sichern den Rosenheimer Jusos nach einer Attacke auf deren Mitglied ihrer Unterstützung zu.
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Nachricht aus der Bundesparteizentrale der SPD: Die Genossen in Berlin sichern den Rosenheimer Jusos nach einer Attacke auf deren Mitglied ihrer Unterstützung zu.

Nachdem es am Montagabend zu einer körperlichen Konfrontation zwischen einem sogenannten „Spaziergänger“ und einem Mitglied der Rosenheimer Jusos gekommen ist, hat sich in dieser Sache auch die Bundes-SPD eingeschaltet. Auch der Staatsschutz ermittelt.

RosenheimNach einer Attacke auf einen Jungsozialisten auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz, ist auch das Willy-Brandt-Haus, die Bundeszentrale der SPD, alarmiert. Sowohl SPD-Parteichef Lars Klingbeil als auch der Generalsekretär der Genossen, Kevin Kühnert, wurden noch am Montagabend per Instagram auf den Vorfall aufmerksam.

Sie thematisierten dies anschließend in einem Livevideo auf der Plattform und boten ihre Unterstützung an. Anschließend erhielten sie auch die Videos über den besagten Vorfall.

Staatsschutz der Kripo ermittelt

Viel mehr ist aus der Berliner Parteizentrale derzeit nicht zu hören. Man stehe im Austausch mit den Rosenheimer Genossen und biete diesen Unterstützung an, sagt Benjamin Köster, ein Sprecher der Bundespartei, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

SPD-GeneralsekretärKevin Kühnert.

Inzwischen ermittelt der Staatsschutz in dieser Sache. Die Rosenheimer Kriminalisten gingen gerade mehreren Hinweisen nach, die bei der Polizei eingegangen sind, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage schildert. Dabei gibt es Vorhalte von beiden Seiten: Während Anhänger der sogenannten „Spaziergänger“ den Jusos eine konzertierte Aktion vorwerfen, welche den Zwischenfall provoziert haben soll, sieht es die Gegenseite erwartungsgemäß andersherum.

Der Verletzte und seine Begleiter hätten friedlich auf dem Max-Josefs-Platz gestanden, während die Gruppe „Spaziergänger“ an ihnen vorbeizog. Ferner finden sich in der Telegram-Gruppe „Mahnwache Rosenheim“ Anschuldigungen, die Jusos hätten ein mitgebrachtes Fahrrad als Waffe missbraucht. Dinge, die zumindest die Polizei nach ihrem derzeitigen Erkenntnisstand nicht bestätigen kann.

Inmitten der Fläche

Klar ist bislang nur so viel: Nach einer Kundgebung am Ludwigsplatz an Montagabend kam es auf der südlichen Seite des Max-Josefs-Platzes zu einem Zusammenstoß zwischen einem Juso und sogenannten „Spaziergängern“, die gerade von der Rathausstraße in Richtung Max-Josefs-Platz liefen. Zumindest einer der Vorbeiziehenden ergriff die Fahne eines Jusos, der gemeinsam mit zwei Mitstreitern in der Mitte der Fläche stand.

„Stiller und friedlicher Protest“

Dokumentiert ist dies auf einem Video, welches die Szenerie wiedergibt, die schlussendlich in einem Handgemenge endet, bei dem ein Passant dem „Kameramann“ sein Aufzeichnungsgerät aus derHand schlägt.

Der Zwischenfall: Auf dem Max-Josefs-Platz griff ein sogenannter „Corona-Spaziergänger“ die Fahne eines Rosenheimer Jusos. Er soll ihn anschließend auch verletzt haben. Das Geschehen wurde von den Jusos auf Video festgehalten.

Die Rosenheimer Jusos sprechen von einem „stillen, ruhigen und friedlichen“ Protest gegen die „Corona-Spaziergänge“. So zumindest schildert Jonas Bettger auf Anfrage den Vorgang. Er ist Beisitzer und Schriftführer im Vorstand der Jusos Rosenheim-Land.

Die „Spaziergänger“, argumentiert Bettger, hätten genügend Platz gehabt, um an der Juso-Gruppe aus drei Mann rechts und links vorbeizugehen. Auf der anderen Seite wäre auch für die Jusos an dieser Stelle ausreichend Platz gewesen, um sich die Szenerie des Corona-Protestes von der Seite aus anzusehen.

Verzweifelte Tat

Dem entgegnet Bettger, dass der Blick auf die Münchener Straße, von wo die Corona-Protestler Richtung Max-Josefs-Platz liefen, aus dieser Perspektive besser gewesen sei. Er wiederholt aber auch, dass es sich bei der Aktion tatsächlich um einen „stillen, friedlichen“ Protest gehandelt habe.

Man wollte sich einfach hinstellen und gar nichts machen. „Dass ist schon eine verzweifelte Tat, wenn man sich von Menschen, die bloß herumstehen, schon provoziert fühlt“, entgegnet er auf den Vorhalt, die Aktion der drei Jusos habe bewusst darauf gezielt, die Corona-Demonstranten auf die Palme zu bringen. Der Jungsozialist zieht stattdessen den Umkehrschluss. Demnach müssten sich auch Demonstranten gegen die Corona-Proteste von den Mitgliedern der Gegenseite provoziert fühlen, die auf solchen Demonstrationen immer wieder auftauchten.

SPD-BundespateischefLars Klingbeil.

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